SRG/SRF rutscht 2012 mit „ Ankündigung“ in die roten Zahlen
SRG/SRF rutscht 2012 mit „ Ankündigung“ in die roten Zahlen
SRG-Generaldirektor Roger de Weck (Bild: Simon Tanner / NZZ)
Die SRG schreibt für das Jahr 2012 ein Rekorddefizit und dies wegen Sondereffekten bei der Pensionskasse. Laut SRG-Generaldirektor Roger de Weck stellt der grösste Radio- und TV-Betreiber der Schweiz mehr als 150 Millionen Franken für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat zurück.
Die SRG schreibt für das Geschäftsjahr 2012 rote Zahlen. Grund sind Sondereffekte bei der Pensionskasse. Für den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat stellt das Unternehmen laut SRG-Generaldirektor Roger de Weck mehr als 150 Millionen Franken zurück.
Ohne diesen Sondereffekt würde die SRG für 2012 keinen Verlust verzeichnen, versicherte de Weck im Interview mit der «SonntagsZeitung». Die SRG wolle die Pensionskasse «in einem einmaligen Willens- und Kraftakt» nachhaltig aufstellen.
Über den geplanten Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat werden die SRG-Versicherten noch in einer Urabstimmung befinden. Beim Beitragsprimat hängen die Leistungen im Alter vom effektiv angesparten Kapital ab, beim Leistungsprimat vom versicherten Lohn.
Die SRG plane diese «riesige Hausaufgabe» ein Jahr früher als geplant – und zwar ganz aus eigener Kraft. Anders als bei anderen Service-public-Unternehmen habe der Bund die Pensionskasse der SRG nie rekapitalisiert, betonte de Weck.
«Deutliche» Einbussen bei Werbespots
Die SRG hat die detaillierten Zahlen zur Jahresrechnung 2012 noch nicht publiziert. Laut de Weck muss das Unternehmen bei den Einnahmen aus Werbespots «deutliche Einbussen» hinnehmen – dies nach zwei Boomjahren. Die SRG sei aber darauf eingestellt gewesen: Die Kosten bleiben im Griff.
Investiert werde in die Liegenschaften, wo beträchtlicher Nachholbedarf bestehe. Und wo möglich, werde Radio und Fernsehen örtlich zusammengeführt. In Basel sei künftig die ganze Kulturabteilung von SRF stationiert.
In Lugano werde das Radio- ins Fernsehstudio umziehen. In Zürich werde mittelfristig das Radiostudio Brunnenhof aufgegeben, um im Studio Leutschenbach konvergent zu arbeiten. Auch werde die Geschäftsleitung neue IT-Projekte noch strenger selektionieren und die Umsetzung «kritisch und agil» begleiten.
2011 schrieb die SRG erstmals seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen. Sie erzielte einen Überschuss von 25,75 Millionen Franken. Im Jahr zuvor (2010) hatte noch ein Verlust von 12,3 Millionen Franken resultiert – bei einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Franken.
Kommentar Politlog.ch
Es ist kaum zu glauben, dass die SRG Verluste macht. Gefühlt sendet die SRG nicht weniger Werbung als die berüchtigten Privatsender. Nur diese kassieren keine Gebühren. Es wird dauernd mit Werbung überzogen. Der angekündigte Beginn einer Sendung wird oft über 5 Minuten verzögert. Nicht selten ist die 2. Hälfte eines Fussballspieles schon im Gange, bis sich die SRG wieder zuschaltet. Bald nicht mehr zu ertragen sind die blöden Fragen, die man mit 80 Rappen beantworten soll und dann wahrscheinlich wettbewerbsrechtlich bedingt, den Zusatz: Sie können auch wappen, das ist dann gratis! Dabei werden mit Sicherheit Millionen kassiert. Eine Frechheit wird es dann, wenn man für 80 Rappen tippen soll, ob ein Schweizer Skifahrer aufs Podest fährt, wenn gar keiner mehr dabei ist. Diese Millionen, die Werbemillionen und dann auch noch die Konzessionsgebühren, dafür aber dann rote Zahlen schreiben. Da müssen wirklich Künstler am Werk sein. Und nun sollen wir Zuschauer (Kunden) noch die Pensionskasse dieses Vereins sanieren.
Bei all den Verlusten sollten wir nicht vergessen, dass dieser Verlust 2012 von Herrn De Weck angekündigt wurde. 2013 wird in Bern über die Prämien und mehr Werbegelder abgestimmt. Mit diesem Verlust kommt das Parlament kaum darum herum mehr Gelder zu sprechen.
De Weck hat politisch gepokert und die Politiker werden, anstatt ihre Arbeit zu tun, über die Bücher gehen und schauen, wie viele Minuten über sie im Wahljahr 2015 gesprochen wird. Je nach Höhe der von der SRG versprochenen persönlichen Wahlwerbung werden sie für oder gegen die Leistungen stimmen.
Wem per Gesetz vom Bürger gegeben wird und trotzdem Unfähigkeit beweist, der sollte den Platz frei machen! Die Privaten könnten es genauso gut, wenn nicht besser!
Die 1:12 Initiative der JUSO müsste in diesem „Laden SGR“ auch einiges bewirken, - aber sicher nicht zum positiven - sollte sie denn von den Neidern angenommen werden.





