Im Land der langen Nächte und der Politiker-Mörder

 

Wie peinlich und unmoralisch darf Politik sein? Es gäbe eine lange Liste um alle Peinlichkeiten und Verfehlungen unserer Medien und Politiker aufzuzählen, die mehr beinhalten, als sich zu entschuldigen oder sich zu schämen.

Tausende Facebook-Freunde gekauft, Hunderte Fake-
Jubel-Leserbriefe verschickt – die SRG und die Politiker liefern  Peinlichkeiten am laufenden Band.

Es grenzt bereits an Tragik, wenn es einem Mühe bereitet einen ehrlichen und standhaften Politiker zu finden.

Der offenkundige Zukauf von Facebook-Freunden der SRG oder der  Massenversand von Jubel-Leserbriefen an Tageszeitungen werden ohne Zweifel ins Kompendium der grossen politischen Peinlichkeiten eingehen.

Einem Land wie der Schweiz sind solche Taschenspielertricks unwürdig. Auch jene Politiker oder Medien die über 100.000 „Freunde“, auf ihren  Facebook-Seiten ausweisen, die selbst einer oberflächlichen Überprüfung kaum standhalten würden.


So unangenehm es für Politiker sein mag, wenn sich wochenlang Spott und Häme über sie ergiessen, wirklich karrieregefährdend sind ihre Taten oder ihre Peinlichkeiten nur in den seltesten Fällen. Die grösste Hypothek wird dann sein, welche Gesinnung der verhöhnte lebt.

 

Frau Widmer-Schlumpf, die das Drehbuch 2007 von Hämmerle und Berset, beide SP, sowie Darbelley von der CVP in Zusammenarbeit mit der SRG „Die Blocher-Mörderin“ hervorragend spielte, wollte mehr und lässt jetzt ihre Entdecker nach ihrer Pfeife tanzen.

Hansjörg Walter, der vor drei Jahren von der SP, CVP und den Grünen als konkordanzfähiger Parlamentarier bei den Bundesratswahlen unterstützt worden ist und knapp scheiterte, wird heute plötzlich als unwürdige und unzuverlässige Person angesehen und somit auch nicht mehr wählbar. Das verräterische „Etwas“ fehlt ihm, auch das Risiko als „Unkontrollierbarer“ die Kontrolle über ihn nicht zu erhalten ist zu gross.

Morgen Nacht werden sie die Messer wieder schleifen und Pläne schmieden, weil sie ihre früher Kinderträume, das Gute und Böse nicht ausleben durften.

 

Vielleicht kommt für einmal alles anders, als es in den langen Nächten des Bösen vorbereitet wurde.