03. April 2006
Klimarappen: der richtige Weg im Klimaschutz
In der Frühjahrssession wurde die Ausweitung des erfolgversprechenden Konzepts „Klimarappen“ auf den Brennstoffbereich von der Linken und der CVP abgeblockt. Dies, obwohl der Klimarappen das mit Abstand effizienteste Instrument für einen wirkungsvollen Klimaschutz ist.
Das Konzept des Klimarappens ist gegenüber der CO2-Abgabe deutlich kostengünstiger und effizienter. Eine Studie der Universität St.Gallen hat dies umfassend dokumentiert. Denn der Klimarappen investiert dort, wo sich am meisten CO2-Emissionen pro eingesetzten Franken einsparen lassen. Dieses Prinzip entspricht der Philosophie des Kyoto-Protokolls mit seinen flexiblen Mechanismen: Investitionen zum Klimaschutz sollen dort getätigt werden, wo sie die grösste Wirkung erzielen. Denn Klima ist ein globales Problem, das keine Landesgrenzen kennt. Genau hier setzt die Idee des Zertifikatehandels an. CO2-Reduktionen im Inland sind teurer als Massnahmen im Ausland (200 Fr./t CO2 gegenüber 18 Fr./t CO2). Darum macht es Sinn, die knappen finanziellen Mittel dort einzusetzen, wo sie für alle am meisten Wirkung entfalten, indem Zertifikate für CO2-mindernde Projekte im Ausland gekauft werden.
Der Klimarappen geht diesen Weg. Einerseits werden Projekte zur Verminderung der Emissionen in der Schweiz gefördert, womit die Volkswirtschaft unterstützt wird. Andererseits wird ein Teil der Abgaben in Zertifikate investiert, wodurch das globale Klimaproblem am effizientesten angepackt wird.
United Nations Framework Convention on Climate ChangeKlimarappenstiftung



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