EHEC – der Beginn einer neuen biologischen Kriegsepoche

Ein biologischer Krieg findet zuerst in der Landwirtschaft statt.

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben keine Kriege mit einem wirklichen Sieger, sowie dies nach den Ersten oder Zweiten Weltkrieg der Fall war geendet. Japan konnte von Amerika nur dank der Atombombe besiegt werden.

Danach wurden alle Kriege noch so genannte schmutzige Kriege. Das heisst, die Zivilbevölkerung wurde immer mehr als Druck- oder Strategisches Mittel eingesetzt. Die letzten Beispiele sind der Afghanistan-, Irak oder jetzt der Libysche Krieg.

Die verschiedenen Seuchen von der Maul-und-Klauen-Seuche über die Vogel- oder Schweinegrippe oder jetzt der tödliche EHEC-Darmgrippe Virus machen deutlich, was die Zukunft uns bringen wird oder könnte.


Wenn man von den Risiken spricht, die von biologischen Waffen ausgehen können, denkt man zunächst an durch Züchtung oder Gentechnik heiss gemachte Erreger, die den Menschen selbst unmittelbar gefährlich werden können. Sieht man aber auf die Geschichte des biologischen Krieges, dann wird man nicht nur feststellen, dass der biologische Krieg gegen Nutzpflanzen und Tiere immer schon im Vordergrund stand, sondern auch, dass eine der ersten Waffen, die in den Labors gezüchtet worden sind, eben dieser Erreger der Seuche ist, von der England noch immer nicht ganz erlöst ist und uns aufzeigt, welches Ausmass ein gezielter Anschlag mit biologischen Waffen auf Tiere, Nutzpflanzen oder Menschen haben können.


Zuerst der Rinderwahnsinn und anschließend vor allem der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in England, die sich dort blitzartig verbreitet hatte und auch auf andere Länder übergesprungen ist, haben eindringlich demonstriert, wie gefährlich ein absichtlich als biologische Waffe ausgesetzter Erreger sein können. Dabei müssen nicht immer auch Menschen direkt sterben, aber es entstehen grosse volkswirtschaftliche Belastungen und Verluste die auch noch lange nachwirken können. Allein die direkten Kosten, die durch das Töten und Beseitigen von Millionen von Tieren, die Desinfizierung der Höfe, die Zoll- und Grenzkontrollen u.a. entstehen, sind volkswirtschaftlich erheblich.


Anders als bei einem etwaigen Versuch, Menschen mit Krankheitserreger zu infizieren, ist dies bei Tieren und Pflanzen in der Landwirtschaft wesentlich einfacher und für die Täter auch ungefährlicher. Hier gibt es kaum Schutzmaßnahmen - und dank intensiver Bewirtschaften, vor allem aber der Massentierhaltung, könnten mit einem ansteckenden Erreger wie der Maul- und Klauenseuche schnell große Wirkungen erzielt werden. Betriebe, die mehrere Hundert Rinder, mehrere Hunderttausend Schweine oder Millionen von Hühnern halten, sind keine Seltenheit mehr. In den USA gibt es Farmen, auf denen Hunderttausende Rinder gehalten werden: ein idealer Ort zur Auslösung einer Epidemie. Möglicherweise würde schon die erfolgreiche Infizierung eines Tieres reichen, um etwa eine Maul- und Klauen-Seuche zu bewirken, die auch dank der vielen Tiertransporte nicht mehr zu stoppen ist.

Seit den Terroranschlägen im September 2001 und den vielen erwähnten Kriegen und der dadurch drohenden Vergeltungen hat die Angst vor Anschlägen mit Biowaffen enorm zu genommen.

Bislang haben auch verschiedene Diktatoren biologische Waffen nur höchst zurückhaltend eingesetzt, weil sie erstens schwer effektiv zu verbreiten sind und sie zweitens auch die eigene Bevölkerung in Gefahr bringen könnten. Das Sekten wie die japanische AUM bislang nicht erfolgreich waren, die nicht nur den Anschlag auf die U-Bahn mit dem Giftgas Sarin durchgeführt hat, sondern auch mit biologischen Waffen experimentiert haben, sollten nicht dazu verleiten, dass dies auch so bleiben wird. Hinsichtlich der Wirksamkeit mit MKS vergleichbar für die Menschen wären vielleicht die Pocken. Seit Ende der 70er Jahre sind sie offiziell für ausgestorben erklärt worden. Proben gibt es offiziell nur noch in Russland (Biopreparat in Nowosibirsk) und den USA (CDC in Atlanta), die noch nicht vernichtet wurden. Würde eine erneute Epidemie ausbrechen, so wären jetzt die Menschen nicht mehr geschützt und es gäbe zu wenig Impfstoffe, um wirklich die Ausbreitung verhindern zu können.

Was die Menschen heute sehr verunsichert ist, dass die EU mit ihren ständigen Vermutungwechsel zu den Erklärung des EHEC-Virus keine Sicherheit schafft sondern allen Spekulationen freien Lauf lässt.

Weshalb gerade Russland – es ist natürlich deren gutes Recht – sofort alle Gemüseimporte gestoppt haben, gibt den biologischen Kriegs-Theorien ebenfalls viel Nahrung.

Wer die Voraussetzen für den biologischen Krieg besitzt wird nicht nur den Menschen, sondern auch alle Volkswirtschaften geisseln.

Sollten nicht sehr bald verlässliche Resultate durch die EU erbracht werden können, werden die Gegner der Gentechnologie wie bei Fukushima politisches Kapital daraus schlagen. Das heutige Liberale Wirtschafts- und Politiksystem könnte bewusst zu Einsturz gebracht werden. 

Die globalisierte Welt steht am Anfang eines grossen wirtschaftlichen Erdbebens. 



W. Ostermeier


Nicht Klimagipfel sondern "Boni-Gipfel"


Ich bin erstaunt, wie man sich über diesen Klimagipfel aufregt und schimpft und droht.

Unendlich lange Medienbeiträge im SF 1, jeden Tag neue Versprechungen, jeden Tag neue Vorwürfe, jeden Tag neue Hoffnungen. Bundesrat Leuenberger ist gemäss seinen eigenen Angaben zufrieden und doch nicht zufrieden, da er sich immerhin die Mühe gemacht hat, mit einem Sonderzug nach Kopenhagen zu reisen.

Greenpeace ist verärgert und enttäuscht, der WWF findet das Resultat nicht so schlecht. Zu schlecht darf es ja auch nicht kommentiert werden, soll doch die nächste Klimakonferenz bereits im November 2010 in Mexiko stattfinden. Würde man den Völkern, die an dieser Klimakonferenz teilnehmen, die effektiven, katastrophalen Resultate präsentieren, dürften die Regierungen nächstes Jahr keine Gesandten mehr an den Klimagipfel entsenden.

Doch niemand redet von den Kosten, die diese Monsterkonferenz verursacht hat. Zwischen 15'000 und 45'000 Teilnehmer aus aller Welt, d. h. aus 192 verschiedenen Ländern, sind für zwei Wochen nach Kopenhagen gereist um die Boni zu verbrauchen, die ihnen durch die UNO und andere Entwicklungshilfeorganisationen zugesprochen wurden. Allein für diese Konferenz wurde die unglaubliche Summe von über 450 Millionen Franken aufgewendet. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Zur Erinnerung: Der Klimagipfel in Südafrika im Jahr 2000 hat diesem Staat damals einen Verlust von ZAR 472 Millionen eingetragen, umgerechnet 67 Millionen Schweizer Franken.

Die Forderungen, die Anschuldigungen und die mediale Berichterstattung waren schon damals fast eins zu eins die gleichen wie heute. Und solche Konferenzen gibt es hunderte im Jahr. Das sind Milliarden an Kosten für ganze Armeen von Professoren und Beratern.

Auch der vermeintliche Alleskönner Obama hat enttäuscht. Weshalb auch nicht. Völkerrecht interessiert ihn nur soweit als sein Land davon nicht betroffen wird. Dasselbe gilt für China, Russland und Indien. Wir Schweizer könnten von denen noch vieles lernen.

 

Walter Ostermeier

Klimarappen: der richtige Weg im Klimaschutz

In der Frühjahrssession wurde die Ausweitung des erfolgversprechenden Konzepts „Klimarappen“ auf den Brennstoffbereich von der Linken und der CVP abgeblockt. Dies, obwohl der Klimarappen das mit Abstand effizienteste Instrument für einen wirkungsvollen Klimaschutz ist.

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