09. Dezember 2010
Das Politporträt ist eine neue Kategorie des Politlogs und wurde aus der Idee geboren, den Lesern und allen Interessierten ein umfassenderes, vielleicht auch anderes Bild von Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben zu vermitteln. In Zukunft werden Sie hier regelmässig eine kritische Ausseinandersetzung mit politisch aktiven Persönlichkeiten der Schweiz finden. Den Anfang macht Andreas Gross.
Politporträt: Teil 1
Fakten zu NR Andreas Gross
Andreas Gross zuerst in Zahlen
Postfach 7175
CH 8023 Zürich
Geschäftssitz:
Postfach
CH 2882 St-Ursanne
Bürger von Zurzach AG
21. August 1952
Geboren in Kobe, Japan
Wochenaufenthalter
3001 Bern
Fünf Adressen, doch die wichtigste seines Lebens, die in Brüssel, fehlt!
Die ersten 8 Jahre im Leben von Andreas Gross fehlen.
19 lange Jahre, von 1960 bis 1989, besucht er viele Schulen und absolviert viele Studien, 22-jährig beginnt er seine politische Laufbahn. Von 1986 bis 1991 sitzt A. Gross im Zürcher Gemeinderat und ist auch Präsident der Jungsozialisten. Er sitzt nun seit 19 Jahren im Nationalrat.
In den 1980er Jahren wurde er als Mitbegründer der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und als einer der Initiatoren der gescheiterten Armee-Abschaffungsinitiative von 1989 bekannt. Heute stellt Andreas Gross die Schweizer Armee nicht mehr grundsätzlich in Frage. Er befürwortet aber eine Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und einen kleinen Truppenbestand, vornehmlich für Einsätze zu Gunsten der UNO und anderen Weltorganisationen. Gross war auch einer der Initiatoren der Volksinitiativen gegen die Beschaffung von F/A-18-Kampfflugzeugen, jedoch ohne Erfolg. Eine Genugtuung gab es für ihn, als bekannt wurde, dass die Schweiz dem UNO Beitritt zugestimmt hatte. Obwohl in Wikipedia als Erfolg dargestellt, hing alles an einem sehr dünnen Faden. 54,6 Prozent der Wähler stimmten mit Ja. Jedoch nur zwölf Kantone gaben ihre notwendige Ja-Stimme, elf waren dagegen. Den Ausschlag gab Luzern. Die Richtigkeit des Resultates von Luzern ist auch heute noch mit einem grossen Fragezeichen zu versehen.
Sein Interesse im Nationalrat gilt hauptsächlich demokratie- und europapolitischen sowie aussen- und sicherheitspolitischen Themen. Er ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission, in der er 2006 und 2007 auch Präsident war.
Seit 1995 ist er zusätzlich einer der parlamentarischen Vertreter der Schweiz im Europarat. Zwischen 2002 und 2004 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung, 2004 und 2005 Präsident der schweizerischen Delegation beim Europarat und ist seit Januar 2005 Präsident des Ausschusses für das Reglement der Parlamentarischen Versammlung. Seit Januar 2008 präsidiert er die sozialdemokratische Fraktion der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.
Januar 2008 präsidiert er die sozialdemokratische Fraktion der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.
2. Teil
NR Andreas Gross teuerster Nationalrat der Schweiz
Andreas Gross - ist er ein Anstifter, ein gefährlicher Lobbyist, ein Landesverräter, ein Selbstbewunderer und letztlich vereinsamt und verstossen in seinen eignen Reihen? Ein „Verlorener“ auf Grund seiner Ideale?
Geboren in Japan, mit Atombomben-Syndrom, die Wurzeln in einer Gesellschaft mit dem Wissen um die verletzte Ehre und die Schmach der Niederlage haben wohl seine fehlenden Jahre am Anfang seines öffentlichen Lebenslauf geprägt.
Er will die Welt verändern, denn die Schweiz hat nicht genügend Nährboden für seine Saat.
Doch zuerst findet er die Béliers (frz. für Widder, Schafbock, Rammbock, Sturmbock), eine militante Jugendorganisation der jurassischen Separatisten.
Die Béliers traten vor allem in den 1960er und 1970er-Jahren mit provokativen Aktionen in Erscheinung. Seit der Entstehung des Kantons Jura im Jahre 1979 setzten sich die Béliers für die Wiedervereinigung des beim Kanton Bern verbliebenen Südjuras mit dem Kanton Jura ein. Dabei griffen sie oft zu radikalen Methoden um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Grosses Vorbild für Andreas Gross war Roland Béguelin, ein jurassischer Politiker und Hauptvertreter der Separatisten in der Jurafrage und ebenfalls Mitglied der SP Schweiz.
Wenn der Nebel keine Sicht zulässt.
Andreas Gross war Kanonier, machte fünf WKs und konnte sich 1983 im gegenseitigen Einvernehmen von der Armee trennen. In diese Zeit fällt auch der tragische und nie aufgeklärte Tod des Aspiranten Flükiger und niemand im Jura scheint Interesse an einer Aufklärung zu haben.
Teuer wie ein Topmodell
Sein Engagement im Europarat führte ihn in den letzten Jahren auch in zahlreiche Krisengebiete ausserhalb Europas (beispielsweise Tschetschenien und Aserbaidschan), wo er auch als Wahlbeobachter tätig war, nicht selten jedoch ohne „erteiltes“ Mandat. Mit über 50 Wahlbeobachtungen dürfte sein Beziehungsnetz im Osten enorm ausgebaut und von grossem persönlichen Nutzen sein.
Die „Running costs“ von Andreas Gross:
Die Tätigkeit als Nationalrat dürfte den Steuerzahler in den letzten 19 Jahren rund 5,3 Millionen Franken an NR-Honorar und Spesen gekostet haben. Dazu zählen darf man weitere 3,8 Millionen für seine Tätigkeiten in unzähligen Gremien.
200'000 Franken könnte die Umtriebigkeit von A. Gross der letzten Jahre in die „Roten Kassen“ der SP gespült haben. Über 6 Millionen Umsatz die er nebenbei mit seinen privaten Tätigkeiten erwirtschaftet hat, lassen nicht auf einen Genossen der normal Klasse schliessen. Die Boni in Form von Geschenken für Berichte und Analysen zu Gunsten seiner „Roten Freunde“ aus dem Osten waren auch keine Spielzeuge.
Und trotz all dieser beeindruckenden Zahlen schafft es Herr Gross nur auf bescheidenen 60,000 Franken Steuerbares-Einkommen und auf 100,000 Franken Steuerbares-Vermögen.
Der Anstifter
Andi, wie er sich gerne nennen lässt, arbeitet mit Computern, Disketten, Akten und Aufzeichnungen, in denen immer irgendetwas Wichtiges steht. Wie ein Spion belauscht er alles und jeden mit allen möglichen Tricks. Mit den neuesten High-Tech-Geräten, die ein Jahr zuvor noch nicht einmal erfunden worden waren und die jeden Informationsstrom praktisch aus der Luft saugen können, denn Informationen bekommt man heute überall. Die meisten internationalen Organisationen spucken heute so viele vertrauliche Mitteilungen aus, wie Regentropfen auf den Asphalt fallen.
Und Andi hatte eine Menge zu verdecken. Seit zwanzig Jahren gehört er zu den einflussreichsten, umtriebigsten Lobbyisten in diesem Land und hat in mancher Hinsicht Pionierarbeit geleistet. Doch der Lobbyismus hatte sich in einer heimeligen Welt hochbezahlter, bei Parlamentsdebatten vor sich hin schnarchender Parlamentarier entwickelt, nun aber war er zu einem Geschäft geworden, dessen Komplexität kalt und gefühllos machte und in dem die Risiken nicht hoch genug sein konnten. Er war nicht als leidenschaftlicher Fürsprecher der Demokratie hervorgetreten. Andi hatte nur Interesse, in Organisationen wie der UNO, Menschenrechtsorganisationen, Völkerrechtsgremien oder bei der EU Einsitz zunehmen um die Schweiz, wann immer möglich, schwächen zu können und sie so zu zwingen, der EU beizutreten.
Andi wusste auch, die Medien stets mit einem Strom passender, deftiger Indiskretionen zu versorgen. Er wusste, dass viele ihn mochten. Im Parlament sassen 200 Nationalräte und 46 Ständeräte. Gut mehr als ein Drittel dieser Leute, nahm Andi - vielleicht etwas zu grosszügig - an, waren schwer arbeitende, aufrichtige und engagierte Menschen, doch von diesen hielt er sich aus guten Gründen fern.
Im Laufe der Jahre hatte er erfolgreich zwei solcher Gruppen rekrutiert. Er dachte nicht in Kategorien der Parteizugehörigkeit. Die Parteien, die ihn interessierten, waren die „Städter“ und jene Leute, die er ein wenig ironisch „Ländler“ getauft hatte. Die Städter kannten das System besser als alle anderen, denn sie waren das System. Bern war ihre Stadt und sie wussten wie sich den Medien zu verkaufen. Sobald ein „Ländler“ gewählt war, tauchte er in Bern auf, ohne zu wissen, was er eigentlich tun sollte, denn er hatte sein einziges Ziel erreicht: Er hatte den Wahlkampf gewonnen und alle neigten dazu, auch bei der nächsten Wahl wieder anzutreten, den Macht war ihr Hunger und musste gestillt werden.
Kommentar
Der Traum von Andreas Gross
Die Leute in Bern waren beschäftigt. Sie wurden oft belästigt und dachten über hundert Dinge gleichzeitig nach. Glücklicherweise konnte Andi auch die verzwicktesten Themen in wenigen Sätzen zusammenfassen – ein Talent, für das er einen guten Ruf hatte und den er sich zu nutzen machte.
Und noch etwas hatte Andi, er hatte einen Traum, einen ständig wiederkehrenden Traum. In diesem Traum wird die Schweiz und Europa immer reicher und fetter und er fragt sich, weshalb kriegt ein Sportler fünfzig Millionen Franken, nur um einen Ball zu werfen? Weshalb verdient ein Schauspieler zwanzig Millionen, nur um in einem Film aufzutreten? Weshalb bekommt ein Model zehn Millionen, damit es in Unterwäsche herumläuft? Weshalb kann ein Zwanzigjähriger Milliarden im Börsengeschäft verdienen, indem er das Internet dazu nutzt, uns noch schneller als zuvor noch mehr Dinge zu verkaufen, die niemand braucht? Wieso kann ein „Roter Lobbyist“ so viel verdienen, um sich fast alles leisten zu können?
Wir horten den Reichtum dieser Welt. Wenn sich uns jemand in den Weg stellt, zertreten wir ihn auf hundert verschiedene Arten und gleichzeitig verkaufen wir allen die Botschaft, wie glorreich wir Schweizer und Europäer sind. Er sah sich als ungekrönter Europäer der mit dem Dreizack die Schweiz unter Wasser zuhalten versuchte.
Dann wacht der Rest der Welt nach und nach auf, schaut zu uns und sieht, wer wir sind: eine Bande von Betrügern und Millionären. Und dann endlich kommen sie zu uns. Auf dem Luft- und Landweg und weiss Gott wie sonst noch. Zuerst zu Tausenden und dann zu Millionen.
Und sie radieren die Schweiz und Europa aus. Sie stopfen uns alle in irgendein WC und spülen uns hinunter. Dich, mich, die Sportler, die Stars, die Supermodels, die Wirtschaftsbosse, die Bahnhofstrasse, Bern und Brüssel. Die wahre Welt des schönen Scheins.
Und er erwacht, zuerst mit Entsetzen und dann mit der Hoffnung, das alles möge nur ein Traum gewesen zu sein.