SRG-Generaldirektor Roger de Weck berät zurzeit den ORF, oder wenn alles nur noch peinlich ist.

SRG-Generaldirektor Roger de Weck berät zurzeit den ORF bei dessen Reorganisation. Sein Engagement stösst Kritikern sauer auf – im eigenen Betrieb habe er genügend Probleme, monieren sie.

De Weck 

Roger de Weck berät die österreichische Rundfunkanstalt ORF. Der SRG-Generaldirektor ist gemäss «SonntagsZeitung» vergangenen Mittwoch nach Wien gereist, wo er als internationaler Experte an der Sitzung einer Arbeitsgruppe teilnahm, die sich im Auftrag von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) regelmässig trifft und die Reorganisation des ORF vorantreibt.

De Wecks Auslandeinsatz stösst auf heftige Kritik. FDP-Medienpolitiker Filippo Leutenegger sagt gegenüber der «SonntagsZeitung»: «In dieser Situation, in der sich die SRG befindet – Stichworte sinkender Marktanteil, Konvergenz – sollte die Priorität im Inland liegen.»

Wien-Trip ist «befremdlich»

 

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli, ihrerseits sagt: «Es erstaunt mich, dass der SRG-Generaldirektor Zeit hat, als Experte nach Wien zu reisen.» Und Ernst Gräub, Sekretär der Mediengewerkschaft SSM, meint: «Herr de Weck müsste in erster Linie schauen, dass er im eigenen Laden eine gute Sozialpartnerschaft erreichen kann.» De Wecks Wien-Trip sei «befremdlich». Dass sich der SRG-Generaldirektor gerade jetzt im Ausland als Experte anbietet, ist aus Sicht der SSM tatsächlich pikant: Die SRG hat soeben vier harzige Lohn-Verhandlungsrunden mit Vertretern seiner Mitarbeiter hinter sich. Die Gespräche sind vorerst gescheitert. Die SRG-Mitarbeiter werden womöglich das erste Mal seit Jahren ohne Gesamtarbeitsvertrag dastehen.

Kommentar Politlog

 

Eine Lüge mehr aus der SRG.

Tatsache ist und bleibt, dass die SRG ein klassischer Sanierungsfall ist. Herr De Weck aber ruht sich auf ein paar natürlichen Abgängen aus und redet da von Sparen! Vielleicht will Herr De Weck ja den ORF darin beraten, wie man die Konzessionszahler für dumm verkauft? Ein ehemaliger Chefredaktor als Generaldirektor der SRG und als externer Berater? Lächerlich. Wie viel er für diese Reise der SRG belastet und wie viel er vom ORF als Honorar erhält ist gemäss Insiderwissen aus dem ORF eine ganz beträchtliche Summe. Dass dies so einfach hingenommen wird, zeigt wie die Fäden zusammen laufen bei der SRG. Eine Lohnsumme von über einer halben Million Franken und die Linken und Gewerkschaften schweigen.

Sicher ist nur eines, dass ein Herr De Weck kein Berater für ein Medium wie das Fernsehen sein kann. Das bedeutet eher, dass er sich gewisse Freiräume für eine Übernahme von Auslandnachrichten erwerben will, da die Sendungen des ORF dem der SRG weit überlegen sind.

Es genügt, über die Grenze zu schauen. In Österreich und in Deutschland sind Nachrichtensendungen kompakt und informativ. Wissenschaftliche Sendungen aufschlussreich und interessant. Bei der SRG sind die Hauptmerkmale, ein ständiges linkes dämliches Gefasel.

Nur eine Volksinitiative mit dem Titel "Für mehr Medienvielfalt, gegen staatlichen SRG-Einheitsbrei", könnte in dieser bedenklichen Situation  Abhilfe schaffen, die eine Verkleinerung der SRG sowie Kosten- bzw. Gebührenreduzierung zum Ziel hat.