Für welchen Ernstfall rüstet sich die Schweiz?
Für welchen Ernstfall rüstet sich die Schweiz?
Beim umstrittenen Beschaffungsentscheid für Kampfjets geht es um Milliarden von Steuergeldern. Doch wofür werden die Jets im Militär-Alltag heute gebraucht? Die Schweizer Luftwaffe ist heute in erster Linie eine Luftpolizei.
Die Armee-Piloten fliegen heute 200 bis 400 Luftpolizei-Einsätze pro Jahr. Es ist mittlerweilen die mit Abstand wichtigste Aufgabe, wie der Kommandant der Luftwaffe, Markus Gygax, bestätigt. Die Armee-Jets üben im Luftraum polizeiliche Aufgaben aus, helfen Flugzeugen in Not, oder begleiten diplomatische Überflüge. Von den Polizei-Einsätzen sind etwa 10 Missionen pro Jahr sogenannte «Hot missions», Funkprobleme oder Abweichungen von der Flugroute.
Experte hält Ersatz für unnötig
Kritiker argumentieren denn auch, dass 33 F/A 18 Flieger genügen würden, um den Schweizer Luftraum zu überwachen. Der Ersatz der Tiger-Jets, der zur Diskussion steht, sei daher unnötig.
Auch Albert Stahel, Professor für Strategische Studien der Universität Zürich, hält im Moment den Ersatz der Tiger-Jets für nicht angezeigt. Doch für welchen kriegerischen Ernstfall rüstet sich die Schweiz? Droht wirklich ein neuer Konflikt, für den mehr Armee-Flugzeuge nötig wären?
(sf)
Kommentar Politlog.ch
Für den "Inneren Feind" der Schweiz
Wir müssen uns leider heute fast mehr gegen den „Inneren“ Feind als gegen den äusseren Feind schützen.
Wir haben eine Bundesverfassung in der nicht nur unsere Verpflichtungen gegenüber dem Völkerrecht und anderen Geld verschlingenden Organisationen geregelt sind, sondern auch, dass wir unser Volk durch unsere Armee im Notfall schützen können. Und Notfälle gibt es viele auf dieser Welt. Auch wenn ein Albert Stahel, Professor für Strategische Studien seine Meinung nicht zum ersten mal zu Gunsten der Medien geändert hat und seine Prognosen in den letzten Jahren immer seltener getroffen haben.
Der Irak und Afghanistan sind die besten Beispiele für falsche Militärprognosen und auch dafür wie man ein Länder terrorisieren kann.
Die grossen Armeegegner von der GSOA, Joe Lang und Andreas Gross sind nicht mehr unbedingt für eine Abschaffung der Schweizer Armee. Sie haben entdeckt, dass man die Armee vermieten oder verkaufen kann, an von ihnen so geliebte und korrupte Organisationen wie der UNO oder den Europarat.
Walter Ostermeier



Kommentare