03. September 2012
Der Drahtzieher
Christian Berger geb. 1930
langjähriger Gemeindeammann von Sennwald
FRAGEN WIR ZU RECHT ODER ZU UNRECHT?
"Ist der Filz in den Gemeinden, den Bezirken und beim Staat wirklich ein so grosses übles Thema"?
Die Geschädigte
Ein Verding-Kind glaubte an ein Happy End, aber der Herr Gemeindeammann Berger war schneller.
Am 18.August 1937 wurde das Mädchen Hilda geboren. Nicht wie andere Kinder konnte Hilda mit Geschwistern und Nachbarkindern aufwachsen. Das kleines schmächtige Mädchen,mit den langen, braunen Zöpfen und der grossen Zahnlücke wurde aus der eigenen Familie heraus gerissen.
Spärlich und ärmlich bekleidet wurde sie mit 5 Jahren in einem Leiterwagen von Ihrer eigenen Mutter ins Nachbar-Dorf zur Gotte und Vetter Hans in Haag gebracht. Als einziges Kind, mit lauter Erwachsenen Personen stand sie in der Küche und merkte nicht, dass sich die leibliche Mutter aus der Küche heraus geschlichen hat und wider auf dem Heimweg war. Aus der Gotte wurde die Mutter und aus Vetter Hans wurde der Vater. Ihr vorgezeichneter Weg, wäre in der heutigen Zeit unvorstellbar. Schon während der Schulzeit wurde ihr eine feste Arbeit zugeteilt. Als schul entlassenes und heranwachsendes Mädchen bis hin zur jungen Frau wurde ihr alles, was den Arbeitsablauf zuhause auf dem Hof störte, verboten. Hilda wurde auch verboten, ihre leiblichen Eltern und die Geschwister zu besuchen. Denn die beiden Schwestern von Hilda lebten in deren Welt, die dem Alter entsprechend die Richtige Welt war.Die beiden arbeiteten in einer Fabrik, hatten einen Lohn, konnten Kleider kaufen und jedes Wochen-Ende ihren Vergnügen nachgehen. Gerade dieses freie Leben wollte man Hilda nicht zeigen.
Hilda, die mit 20 Jahren von Katharina und Hans Egli-Tinner adoptiert wurde und somit alleinige erbberechtigte Tochterwurde, war für die Verwandtschaft, Herrn Christian Berger, zur Hypothek geworden. Hätten Katharina und Hans Egli-Tinner Hilda nicht adoptiert, wär der Stamm Hans Egli, das heisst,Christian Berger und sein Bruder Emil erbberechtigt gewesen.So lag es in der Natur der Sache, wenn die Gelegenheit vorhanden war, etwas zu nehmen das bereits als gesichert galt und dann plötzlich verloren ging. Dadurch standen der vermeintlichen Erben von Katharina und Hans Egli-Tinner,Christian Berger, plötzlich mit leeren Händen da.
Die Gesinnung zwischen Katharina und der Familie Chr.Bergerwar gar nicht überzeugend, darum hinterliess Katharina Egli-Tinner eine letztwillige Verfügung, in der sie ihrem Ehemann Hans Egli-Tinner die Nutzniessung ihres Vermögens gestattete,jedoch verfügte, dass er das Vermögen nicht ohne ausdrückliche Zustimmung von Hilda Egli veräussern dürfe. In diesem Sinne sei auch das Grundbuchamt Sennwald anzuweisen.
Durch die Adoption und einer letztwilligen Verfügung (Testament) sei für Hilda alles abgesichert. Das glaubte aber auch nur Katharina. Im Mai 1969 war Katharina im Spital (Krebs), wieder zuhause, jedoch pflegebedürftig. Ab August 1969 bekam sie täglich Morphium Spritzen. Gemäss glaubwürdiger Aussage von Hilda, teilte ihr die Mutter ca.10 Tage vor ihrem Tod mit, dass sie sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen müsse. Du bekommst mein Sparbuch mit Inhalt.Katharina hatte ein Sparbuch mit der Nummer 13 25 471-02,dass auf Ihren Namen lautete mit einem Betrag von über Fr.140 000.- Die Frage weshalb Hilda Egli das wisse, ist einfach zu erklären, wurde Sie doch oft von Ihrer Mutter gebeten,Einzahlungen auf dieses Sparbuch vorzunehmen. Da dieses Sparbuch nichts mit der Erbengemeinschaft zu tun hatte,verlangte Katharina einige Tage vor Ihrem Tod, dass Hilda dieses Bankbüchlein mit der Nr.13-25.471-02 anGemeindeammann Christian Berger zur treuhänderischenVerwaltung für Hilda Egli übergebe. (gesagt und getan) Eine Quittung hat Herr Chr. Berger Hilda nicht ausgestellt.
Hilda hatte noch nie einen Lohn oder Taschengeld. Ihr wurdenimmer nur das Nötigste an Kleider und Schuhen gekauft, darum konnte Sie sich auch nicht vorstellen, was man mit so viel Geld kaufen kann. Hilda pflegte die Mutter zuhause im elterlichen Heim rund um die Uhr bis zu ihrem erlösenden Tag am11. Oktober 1969.
Im Herbst 1970 heiratete Hilda ihren Jugendfreund Renato, denSie schon mehr als 10 Jahre kannte. Auch er arbeitete in seiner Freizeit auf dem Hof. Der Vater Hans Egli versprach uns, die Möbel für unsere Wohnung zu bezahlen, aber das hatte nie geklappt. Der Herr Gemeindeammann Christian Berger warschneller. Vier verschiedene Bankbüchlein, lautend auf den Namen von Katharina Egli-Tinner hatte Berger vom Vater Hans Egli auf nicht geklärte Weise abgenommen und "verwaltete" diese selbst und eigenmächtig. Das führte so weit, dass sowohl Hans Egli-Tinner als auch Hilda Dal Ponte-Egli kein Geld abheben konnten und er auch keines aushändigte. Dann kam die letzte Mahnung von der Möbelfirma für die längst fällige Rechnung. Diese Situation führte soweit, dass Chr. Berger uns einen Kredit bei der Bank in Buchs aufnehmen liess und dafür eines unserer eigenen Bankbüchlein mit einem weit höheren Stand als die Möbel gekostet haben als Sicherheit hinterlegte.
Am 21.August 1976 ist Vater Hans Egli-Tinner gestorben.Rechte und Pflichten gingen an Renato und Hilda Dal Ponte-Egli. Es kamen auch Rechnungen, Verzinsungen der Elterlichen Landwirtschaftlichen Liegenschaft, wie Wasser,Strom und Versicherungen. Das alles war für mein Einkommen zu viel. Wir forderten von Berger das Sparbuch Nr.13-25.471-02 heraus. Seine Antwort war, ein solches Sparbuch hätte er nie von Hilda entgegengenommen.
Neun Monate hatten wir mit Chr.Berger gestritten bis er uns endlich vier Bankbüchlein heraus gegeben hat, aber nur gegen eine Quittung die von Hilda Unterschrieben wurde.
„Jetzt aber kam das böse Erwachen“
Alle vier Sparbüchlein wurden von Chr.Berger gelöscht und wider neu Eröffnet. Die Gelöschten Sparbüchlein sind logischerweise unauffindbar.
„Was ist Hilda für ihren 30-jährigen, selbstlosen Einsatz geblieben“
Das Sparbuch Nr.13-25.471-02 mit einem Kontostand von mehr als Fr.140 000.- wurde von Chr. Berger am 30.September 1969, ( während der Zeit als die Mutter im Sterben lag.
Fortzetzung untere Seite