Afrika und retour für Asylbewerber
Afrika und retour für Asylbewerber
Gambia verweigert dem Sonderflug mit abgewiesenen Asylbewerbern die Landung
Mit dem ersten Sonderflug nach Afrika seit März 2010 sollten sechs abgewiesene Asylbewerber zurück in ihr Heimatland gebracht werden. Fünf kehrten in dem vom Bund gecharterten Flugzeug nach Zürich zurück. Nachdem im März ein Nigerianer kurz vor seiner Ausschaffung im Flughafen Kloten gestorben war, stoppte das Bundesamt für Migration (BFM) alle Sonderflüge. Departement Widmer-Schlumpf. Wie jetzt bekannt wird, startete am 28. Juli erstmals wieder ein vom Bund gechartertes Flugzeug mit abgewiesenen Asylbewerbern Richtung Afrika: Eine Person sollte in Bamako, Mali, den Behörden übergeben werden. Fünf abgewiesene Asylbewerber sollten nach Gambia ausgeschafft werden. Doch die von den Behörden geheim gehaltene Mission endete in einem Misserfolg.
Die Übergabe in Bamako verlief planmässig und ohne Hindernisse. Dann ging die Reise weiter nach Gambia, wo die «fünf Zurückzuführenden nicht übergeben werden konnten. Grund: «Trotz mündlicher Zusage der Landebewilligung wurden dem Flugzeug beim Anflug in Banjul die Landerechte von der Zivilluftfahrtbehörde verwehrt.» Der Sonderflug musste somit wieder nach Zürich zurückkehren. Die Kosten für beide Sonderflüge sind identisch und liegen bei rund 110 000 Franken. (nzz)
Kommentar politlog.ch
Sehr fragwürdig ist natürlich diese Geheimniskrämerei um die Ausschaffung und die enormen Kosten für ein völlig falsches und unklares Asylwesen. Für diese Art von Blossstellung gibt es nur eine Antwort: Die Entwicklungshilfe nach Afrika muss gesamthaft und solidarisch eingestellt werden, bis sich die Nehmerländer von Entwicklungshilfegeldern an gewisse Normen halten und zur Zusammenarbeit bereit sind. Wir haben uns in diesen Ländern auch an die bestehenden Gesetze zu halten und zwar sehr strikt. Auch laufende Projekte sind zu stoppen, um zu zeigen, dass wir nicht mehr gewillt sind, diese willkürlichen und teils schwer korrupten Systeme, auch unter Mithilfe von unseren eigenen Entwicklungshilfeorganisationen, zu akzeptieren. Das Volk wird es uns danken.
Walter Ostermeier



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