21. Januar 2012
Didier Cuche ist Schweizer des Jahres 2011 - oder vielleicht doch die Bettwiler?
Das Schweizer Publikum hat entschieden: Didier Cuche ist der Schweizer des Jahres 2011. Der Skirennfahrer tritt die Nachfolge der beiden Haiti-Helfer Marianne Kaufmann und Rolf Maibach an, die im vergangenen Jahr zu den Schweizern des Jahres gewählt worden waren.
Mit knapp 22 Prozent wählten die Zuschauer den Sportler zum Schweizer des Jahres 2011. Der 37-Jährige war im vergangenen Winter der Dominator in den Speed-Disziplinen. Erstmals gewann er sowohl den Abfahrts- als auch den Super-G-Weltcup.
Nach dem enttäuschenden 15. Platz beim Lauberhornrennen war die Auszeichnung zum Schweizer des Jahres eine freudige Überraschung. «Ich bin überwältigt», so Cuche. «Es ist eine grosse Genugtuung für das ganze letzte Jahr.»

Gewinner in der Kategorie Show: Hochseilartist Freddy Nock.
In der Kategorie Wirtschaft setzte sich Victorinox-Präsident Carl Elsener durch. Den Sieg in der Kategorie Politik trug die St. Galler Polizei- und Justizdirektorin Karin Keller-Sutter davon. Sie war für ihren Einsatz im Kampf gegen den Hooliganismus nominiert worden.
Der SwissAward ist die grösste Fernsehshow der Schweiz und ging 2012 zum zehnten Mal über die Bühne.
Soweit die Fakten zur grössten Schweizer Fernsehshow.
Herr De Weck, Matter und weitere hochbezahlte SRG Funktionäre sassen in den ersten Reihen, damit sie ja nicht übersehen werden konnten. Leider haben sie über die Kosten der Sendung kein Wort verloren. Kosten von mehreren Millionen. Sechs Millionen wurden an sechs verschiedene Gewinner ausbezahlt und einige Millionen dürften die Kosten betragen haben. Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaften, wenn auch nur ganz billige.
Den Politlog hat es aber nicht weiter interessiert, wie viele Millionen und wie viele Geschenke an der Schweizer Gala geflossen sind, sondern wen der normale Bürger als Schweizer des Jahres gewählt hätte. In einer kurzen Umfrage vom 16. Und 17. Januar 2012 wurde 542 Leute befragt und zu zwei sehr unterschiedlichen Themen folgende zwei Fragen gestellt:
Bettwiler Schweizer des Jahres
1. Wen hätten Sie zum Schweizer des Jahres gewählt?
Das Resultat war erstaunlich: 48% hätten diesen Titel den Bettwilern gegeben für ihren Widerstand gegen das entfremdete Bern. Damit wurden nicht nur die Medien sondern auch die Herren und Damen aus Bern in die Schranken gewiesen. Es hiess, die Gemeinden und Kantone brachen mehr Freiheiten und keine diktatorischen Bedingungen.
Auf den Plätzten zwei bis vier fanden sich Didier Chuche, Bundesrätin Doris Leuthard und Skirennfahrer Feuz.
2.a. Finden Sie, dass Herr Hildebrand schuldig ist und zurücktreten musste?
58% hielten ihn für nicht schuldig und fanden seinen Rücktritt falsch bzw. unnötig.
2.b. Wie beurteilen Sie das Verhalten von Herrn Blocher, der Weltwoche, der Medien und der Politiker?
53% verurteilten diese Vorgehensweise als unmenschlich, unfair und hetzerisch. Die Berichterstattung wurde als unqualifiziert empfunden und die Positionierung der Politik als unzureichend und laienhaft. Es wurde die Frage aufgeworfen, die unsere Politik angesichts dieser Verhaltensweisen wohl eine echte Krise meistern würde. Herr Blocher wurde als schlechter Verlierer bezeichnet, der sein eigenes Lebenswerk in blinder Wut zerstört.
22% hielten Herrn Hildebrand für schuldig und für einen typischen Abzocker.
Die Schweiz wird wie viele Staaten der Welt (nicht nur in undemokratischen Gesellschaften) von den Medien manipuliert und in gewisser Weise auch regiert. Wie in allen Bereichen der Wirtschaft liegt es auch hier am Konsumenten – dem Zeitungleser, Fernsehzuschauer usw. - diesem Zustand entgegenzuwirken. Wenn ein Produkt am Markt nicht gefragt ist, verliert es an Bedeutung.
Keine Unterkunft in Bettwil
Bettwil hingegen scheint seinen Kampf gegen die Asylunterkunft in einer Militäranlage gewonnen zu haben. Gemäss einem Rechtsgutachten des Kantons ist für die befristete Nutzung der Anlage eine Baubewilligung notwendig. Der kantonale Rechtsdienst befand, dass für die Anlage die allgemeinen Grundsätze des Baurechts gelten, weil die bundes- oder kantonsrechtlichen Sonderregelungen fehlen.
Grund dafür ist, dass das Bundesamt für Migration (BFM) gemäss Rechtsdienst die Unterbringungskapazität erheblich vergrössern wollte, was zwingend ein Baubewilligungsverfahren erfordert. Die gesetzlichen Voraussetzungen fehlten jedoch, um eine entsprechende Baubewilligung zu erteilen, hiess es weiter. Die Anlage liege ausserhalb des Baugebietes.
Das Bundesamt für Migration (BFM) hatte sich auf den Standpunkt gestellt, es brauche für eine befristete zivile Mitbenützung der militärischen Anlage keine Baubewilligung.