Die EU zerstört sich selbst 


Es ist kaum zu glauben, aber in diversen Medien ist zu lesen, dass Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble allen Ernstes dazu auffordert, den hilfesuchenden Staaten ihre Hoheitsrechte zu entziehen und an die EU zu übertragen bis diese Staaten wieder ohne Hilfe der EU wirtschaften können.

Zu solchen Äusserungen hat man früher Diktatur gesagt. Wenn Minister (wie damals Steinbrück im Steuerstreit zum Schweizervolk) solche Statements von sich geben, ist es Zeit, über einen sofortigen Austritt aus der EU, nicht nur nachzudenken sondern diesen Austritt auch einzuleiten.

Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, wird es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich die EU von selbst auflöst.

Zurück bleiben werden verarmte Staaten, und von einem friedlichen Zusammenleben wird auch niemand mehr sprechen. Dass die EU-Verträge kaum das Papier wert sind auf dem sie stehen, haben die Vorgänge um die Griechenland-Rettung ganz klar gezeigt. Anstatt einer klaren Strategie wurde wie ein Hühnerhaufen agiert.

Vertragsänderungen werden ohne die Zustimmung der europäischen Bevölkerungen durchgeführt, obwohl den Völker der EU-Mitglieder vor dem Beitritt zur EU immer versprochen wurde, dass bei grossen Änderungen immer zuerst die Völker der EU befragt werden und diese auch abstimmen können. Alles eine bewusste grosse Lüge.

Dass Griechenland seit 1829 bereits fünfmal, Spanien dreimal, Frankreich achtmal und Portugal fünfmal Bankrott gegangen sind, davon spricht niemand. Allerdings hatten die Staaten damals noch ihre eigene Währung und konnten so das Problem ohne die Vögte der EU selbst lösen.

Wer heute von einer alternativlosen Rettungsaktion gegenüber Griechenland spricht, übersieht die Gründe für die Verschuldung der meisten EU-Länder. Heute ist bestätigt, dass die Einführung des Euro den Zerfall der EU beschleunigt. Wäre man bei der Wirtschaftsunion geblieben, bei der die Staaten ihre eigene Währung behalten hätten, müssten heute EU-Mitglieder nicht alternativlos  gerettet werden.

Die einzigen, die der europäischen Union einmal nachtrauern werden, sind die Banken, EU-Politiker, die 60‘000 direkt bei der EU angestellten Personen, die über 100‘000 teilweise oder indirekt an europäischen Forschungsprojekte involvierten Mitarbeiter und nicht zu vergessen die hunderten von Lobbyisten.

 

Dr. Schenk, Wien / Walter Ostermeier