EU und ihr Zentralwahn
EU - Zentralwahn
Das europäische Haus der Schulden- und Haftungsunion ist bald zu Ende gebaut. Ihre Architekten sprechen von „Solidarität“. Doch eine derartige Verstaatlichung privater Schulden gab es bislang nur in marxistischen Lehrbüchern, nicht in jenen der Sozialen Marktwirtschaft.
Die Architekten einer Schulden- und Haftungsunion - es sind die Regierungschefs aller Eurostaaten - haben das europäische Haus bald zu Ende gebaut. Dort gilt das Prinzip: Wer überschuldet ist und die Zinslast der Kapitalmärkte beschwerlich findet, kann sich billiges Geld bei den starken europäischen Nachbarn holen (derzeit vor allem aus Deutschland). Das Ganze läuft unter dem Motto „Solidarität“ und soll die europäische Einigung befördern.
Nach dem jüngsten EU-Gipfel in Brüssel am vergangenen Freitag hat das Tempo angezogen. Künftig können sich auch marode Banken direkt neues Kapital beim sogenannten Rettungsfonds ESM holen. Das heißt nichts anderes, als dass deutsche, französische und andere Steuerzahler nicht nur für die Fehlentscheidungen des griechischen, spanischen oder italienischen Staates, sondern auch seiner Banken einstehen müssen. Eine derartige Verstaatlichung privater Schulden gab es bislang nur in marxistischen Lehrbüchern, nicht in jenen der Sozialen Marktwirtschaft.
Keine Fehlanreize setzen
Kanzlerin Angela Merkel hat allen Grund, ihre abermalige Niederlage zu kaschieren. Deshalb pocht sie darauf, dass die Hilfen an Bedingungen gebunden sind („konditionalisiert“): Europa wache darüber, dass mit dem Hilfsgeld kein Schindluder getrieben werde. Kontrolle und Reformzwang sollen Garanten dafür sein, dass die Hilfe keine Fehlanreize setzt und am Ende alles gut wird. Das ist der Grund, warum die Deutschen auf eine fiskalische Zentralisierung in Europa bauen mit entsprechenden Eingriffsrechten in die nationale Souveränität.
Was ist von diesem Versprechen zu halten? Es bietet sich ein Vergleich aus der deutschen Föderalgemeinschaft an, den der Münchner Max-Planck-Forscher Kai Konrad kürzlich präsentiert hat. Bremen hat in den frühen neunziger Jahren beim Bund eine extreme Haushaltsnotlage geltend gemacht. Angesichts einer Verschuldung von 13.000 Euro pro Kopf erhielt der Stadtstaat zehn Jahre lang vom Bund außergewöhnliche Sanierungshilfen („Bailout“) von insgesamt mehr als 15.000 Euro pro Kopf. Am Ende war für jeden Bremer aber nicht etwa ein Überschuss angespart, sondern die Schulden hatten sich auf 17.000 Euro vermehrt (heute sind es sogar 27.000 Euro). Die Rettung Bremens war die pure Geldverschwendung, eine dauerhafte Insolvenzverschleppung, obwohl das Geld an strenge Auflagen („Konditionalisierung“) gebunden war. Leider, so die Bremer Politiker, sei die wirtschaftliche Entwicklung immer hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Es wird schiefgehen
Die Moral der Geschichte: Wenn schon in einem Bundesstaat mit Durchgriffsrechten wie in Deutschland die Balance der Solidarität nicht funktioniert, um wie viel weniger wahrscheinlich ist die Erfüllung des Versprechens in Europa. Bremen mag für Deutschland verkraftbar sein. An der Rettung Südeuropas werden wir uns überlupfen. Wer will glauben, dass europäische Institutionen härter auf souveräne Staaten durchgreifen werden, als dies dem Bund beim (nicht souveränen) Bremen gelang.
Am Ende wird in Europa das Rettungsgeld in Strömen fließen, aber niemand wird die Macht haben, seine Verwendung zu kontrollieren und Missbrauch zu sanktionieren. Gerade deshalb sollte niemand auf das Zentralisierungsversprechen der Deutschen hereinfallen („erst Fiskal-, dann Schuldenunion“). Da sind die Südländer ehrlicher, die freimütig bekennen, dass sie von Reformauflagen und Souveränitätsverzicht nichts halten.
Die Wirtschaftshistoriker sagen uns, dass Zentralstaaten mit einheitlicher Währung nur dann funktionieren, wenn das No-Bailout-Gebot strikt eingehalten wird (wie in der Schweiz und, mit Einschränkungen, in den Vereinigten Staaten). Europa aber will eine Haftungs- und Transferunion. Das wird schiefgehen. Deutsche Politiker sollten aufhören, uns Sand in die Augen zu streuen.




Kommentare
Ihre Texte sind nach wie vor super.
Ich hoffe sehr, dass die Bevölkerung endlich realisiert, wie spät das es ist.
Das Parlament und der Bundesrat haben den Draht zum Volk längstens verloren und es wird immer schlechter.
jetzt muesst e die Schwei z aber mal anfangen die erbrechte familienrechte auf erine Rechtsstattliche norm zu neuen gesetzen welche den Rechtsstaat auch gerrecht wird nicht diese Bevormundung,
1,) sohn adoptiert, keine meldungs pflicht des staates an die Familien mit glieder rueck oderr pararelle oder progressive, kein einsprache recht
2,) wenn eine enkelin sich von familie trennt dann soll die das recht wwer ihre kinder shen darf auch beim erben vom erblasser so enterben bis in ewigkeit also inkl alles was von der diesem als nahcfolge lkommt,
nicht nur pflichten uafertragen, abe r keine rechte nein ncioh die frechheit kindern d,h, urenkeln geistige und moralische schlecht rederei ein kind von 3 - 5 8 jh alt koenne das gar nciht nach volliehen,
kein recvht zzivilgericht , also fangne sie den mist aufzxuraeumen,
auch schon toni brunner gesagt ,, die nachziehbare familien welce dasa gane dorf oder 1995 geschrieben DNA test mahcne,
schein ehen das ist nur auf dem papier vorhandne
abwer solange die formulare richtig ausgefuellt sind ist es dem beamtebn ja so langwie breit, also egal nicht siene sache ,
25 jahre alters unterschied mit sehr einffach mitteln kann man heraus finden wie die sich treffen via net,
und dann egal wie 25 jh unterschied sollte iene ehetest von mindestem 12 jahren sein wenn nicht 20 jahre, adoptireren kann er nur wenn er dafuer persoehnlich erscheinen muss und mal shen warum wa s ist die strafregsiter aus zzug aufzeigen wuerde,
warum nicht strafregister auszuege zum heiraten pflichtig machne somit schuetzt das alle,, in kuerze gesagt,
okay mal den rechtsstaat wie somu und widmenr gerne davon reden
gruss roland