Arme Schweiz - reiches Afrika Teil 2

Arme Schweiz - reiches Afrika

Eine ungewöhnliche Beleuchtung    Teil 2

 

Der wirtschaftliche Aspekt nach der Fussball-WM

Vor knapp drei Monaten ist das grösste Sportspektakel in der Geschichte des Kontinents, die Fussball-WM in Südafrika, zu Ende gegangen. Was ist geblieben von der grossen Euphorie?

Frust und Hoffnungslosigkeit, begründet durch die Tatsache, dass sich Südafrika die WM hat vier Milliarden Euro (ungefähr 36 Milliarden Rand) kosten lassen. Das Geld ist verbraucht, doch zu viele Projekte wurden nicht fertiggestellt. So zum Beispiel die Schnellbahn vom Internationalen Flughafen Or Tambo nach Pretoria. Gebaut wurde die Bahn nur bis nach Sandton, dem heutigen Geschäftszentrum von Johannesburg. Das entspricht ungefähr einem Drittel des Gesamtprojektes und viele fürchten zu Recht, dass die fehlende Strecke nie mehr fertiggebaut wird.

Die Arbeitslosenrate ist durch die WM nur unbedeutend gesunken und ist heute bereits wieder am Steigen. Die Bevölkerung ist schwer enttäuscht von den Organisatoren und der FIFA.

Viele Einwohner haben hartes Geld investiert um an ihren Häusern Verbesserungen zu tätigen  und Gästezimmer zu bauen, um diese dann an die WM-Besucher zu vermieten. Die FIFA hat dies jedoch  nicht erlaubt, dafür aber viele frustrierte Menschen mit Hypothekarschulden hinterlassen. Südafrika steht deshalb vor schweren Zeiten, nicht nur was den Immobilienmarkt betrifft.

 

Landflucht und Elendsviertel

 Die Landflucht in Afrika geht ungebremst weiter. Die Menschen versuchen der Armut und dem Mangel an Perspektiven auf dem Land zu entrinnen, um in der Stadt ein besseres Leben zu führen. Dort finden sie weder Jobs noch einen menschenwürdigen Platz um zu leben. Sie landen in Slums von unvorstellbaren Ausmassen und in Lebensverhältnissen, die katastrophal schlecht sind. Die Regierungen sehen dem tatenlos zu und kümmern sich nicht um die Folgen.

Wenn sie finden, dass die Luft durch diese Zuwanderer allzu sehr verpestet wird, gehen sie in eine andere Gegend. So geschehen in Johannesburg. Der ehemalige Stadtteil mit der Börse ist verkommen, dafür sind Sandton, Fourways oder Clearwater entstanden. Einkaufs- und Freizeitanlagen, um die hunderttausend Häuser gebaut worden sind. Die Infrastrukturen betreffend Strassen und Elektrizität sind ungenügend. Städte wie Johannesburg mit sieben Millionen Einwohnern (offiziell vier Millionen) oder die nigerianische 1l-Millionen-Stadt Lagos wachsen jährlich um etwa fünf Prozent.

 

Die Armut, die Seuchen und die Kriminalität werden sich selbst überlassen. Es ist dort eine Unterwelt entstanden, die niemanden mehr interessiert. Die Elendsviertel sind oft ohne Wasser, Kanalisation und ohne Infrastruktur. Sie versinken zum Teil in Exkrementen und Abfall. Soziale Regeln sind längst ausser Kraft gesetzt. Brände, Überflutungen, Behördenwillkür und Gewalt

treffen vor allem diese Slums. Trotz der immensen Einnahmen der afrikanischen Staaten, z. B. aus Ölförderung, Gold-, Kupfer- oder Diamantenminen, leben die Menschen in den Elendsvierteln nicht nur ohne Wasser- und Abwasserversorgung, sondern auch ohne Bildungssysteme und  Gesundheitsversorgung. Die herkömmlichen Städte werden dem Verfall überlassen, die Slumbevölkerung in menschenunwürdiger Umgebung im Stich gelassen. Die Kindersterblichkeit durch schlechtes Wasser, Abfall und Fäkalien sind sehr hoch. Dramatische Ausmasse hat die sexuelle Ausbeutung durch die Landflucht in den Elendsvierteln angenommen. Sie betrifft Kinder jeden Alters und wird von Eltern, Familienmitgliedern, Nachbarn, Altersgenossen und oft auch Lehrern oder durch den Sextourismus ausgeübt. Immer noch ist es schwer für Frauen, den Tätern vor Gericht Vergewaltigung und Anwendung von psychischer Gewalt nachzuweisen. Oft kommen die angeklagten Männer rasch wieder auf freien Fuss. Die Betroffenen haben keine Fürsprecher.

 

Einige Vergleiche des täglichen Lebens zwischen der Schweiz und Afrika

Gefängnisse:

 

Schweiz               Einzel- oder Doppelzimmer mit Fernseher und Internetanschluss, helle schöne Zimmer, drei Mahlzeiten, auf Wunsch auch nur Schaf- oder kein Schweinefleisch

 

Afrika                    Raumgrösse 8 x 8 Meter, 32 Insassen; 8 Betten, die geteilt werden müssen. 1 Toilette im Raum ohne Privatsphäre. In dieser Zelle herrscht dann eine Luft, bei der jeder Häftling nach 6 Stunden einfach einschläft. 

                    

Einwanderung:

Seit 1988 verbringe ich jedes Jahr eine gewisse Zeit in Südafrika und Namibia. Ich bin oft Zeuge geworden, was es für Menschen heisst, in diese Länder einreisen zu wollen um eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Von hundert schafft es vielleicht einer und dann nur, wenn er für

eine Hilfsorganisation oder für die UNO tätig sein wird. Die Menschen, oft gut ausgebildete Fachkräfte, melden sich ordnungsgemäss an, füllen Papiere aus, bringen die besten Zeugnisse und zahlen grosse Summen an Geld für Gebühren an die Agenturen (oft ehemalige Staatsangestellte) um dann nach Monaten den Bescheid zu erhalten, das Land unverzüglich verlassen zu müssen. Sollte die betroffene Person das Land nicht verlassen, droht man ihr mit Gefängnis und hohen Bussen. Es handelt sich dabei um demokratische und politisch stabile Länder. Die Apartheid hat nicht aufgehört, sie hat lediglich die Seite gewechselt. Da gibt es keine Völker- oder Menschenrechte und keine Rechtswissenschaftler, die einem beistehen. Auch die Medien fehlen, um die korrupten Regierungen ins Rampenlicht zu bringen.

Sie fragen sich zu Recht, weshalb dann Entwicklungshilfeorganisationen der UNO Arbeitsgenehmigungen erhalten? Hier fliessen die Gelder für alles, was das Herz der Regierungen begehrt, nur  nicht für die eigene Bevölkerung. Die Entwicklungshilfe hat versagt und ist korrupt. Deutschland, Österreich oder England fangen nun an bei der Entwicklungshilfe zu sparen.

 

 

Die Geburt eines Kindes

Es ist zwei Uhr morgens. Es klopft, ein Arbeiter steht vor der Türe und sagt, Mister, da ist ein Problem.

Irgendwann realisiert man, dass die Frau des Arbeiters in den Spital sollte, da sie kurz vor der Entbindung steht. Die Frau wird hinten auf die Autobrücke geladen um die Fahrt von 32 km über eine Schotterstrasse und viel Staub hinter sich zu bringen. Nach der Hälfte wird angehalten, um nachzufragen, wie es steht. Etwas ist geschehen, man spürt es. Das Kind ist bereits geboren. Die Fahrt geht weiter. Alle sind glücklich und das Kind gesund. Die Spitalkosten für die Frau mit dem neugeborenen Kind haben zwanzig Franken gekostet.

 

Der Tod eines Kindes

Es ist zehn Uhr am Abend, der starke Regen hat aufgehört. Viele  aufgeregte Stimmen vor dem Haus. Zwei Arbeiter, die erklären wollen, dass sie ein Problem haben mit einem Kind. Wir fahren zu ihrer Unterkunft etwa drei Kilometer vom Wohnhaus entfernt. Wir finden ein zwölfjähriges Mädchen am Boden liegend. Mit der Taschenlampe können wir sehen, dass ihr Oberarm rot angelaufen ist.  Durch den Regen hat eine Schlange (Puffotter) Zuflucht in der Blechhütte des Arbeiters gesucht und dabei das am Boden schlafende Mädchen gebissen. Es vergehen Stunden, bis wir im hundert Kilometer entfernten Spital sind. Im näher gelegenen  Spital konnten sie diesen Biss nicht behandeln. Zwei Tage später ist das Mädchen gestorben.

Die Behandlungskosten im Spital betrugen zwölf Franken. Niemand war glücklich. Die Natur hat gefordert und die Menschen haben es verstanden und akzeptiert.

Die Gesellschaften der hochentwickelten Länder sind in den letzten Jahren krank geworden. Die Menschen dieser Gesellschaften merken es nicht. Die Menschen aber, denen wir immer helfen wollen, ohne sie zu fragen, ob sie diese Hilfe überhaupt wollen, schon.

 

   

 

 

 

Arme Schweiz - reiches Afrika


Eine ungewöhnliche Beleuchtung.


Der Schweiz fehlt es an allem: an Nutzfläche, an Arbeitskräften, an wertvollen Bodenschätzen. Südafrika hat hingegen mehr als genug von all dem. Trotzdem fliessen keine Spenden aus Südafrika in die Schweiz. Trotzdem geht es der Schweiz gut und tritt man mit der Armutsbekämpfung in Südafrika und ganz allgemein in Afrika auf der Stelle.


Die beiden Länder auf einen Blick


Schweiz


Wahlspruch: „Unus pro comnibus, omnes pro uno“

Hauptstadt: de jure: keine, de facto: Die Bundesstadt Bern,

Staatsform: Republikanischer Bundesstaat, Regierungsform: halb direkte Konkordanzdemokratie


Fläche: 41'285 km2

Einwohner: 7'785'000 – davon ca. 1'712'000 (22%) Ausländer

Einwohnerdichte: 189 pro km2

Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 67'560 U$

Bodenschätze keine

Wert Bodenschätze pro Einwohner 0


Südafrika


Wahlspruch: !ke e: xarra !ke (Vielvölkerstaat)

Hauptstadt: Exekutive: Pretoria, Legislative: Kapstadt

Staatsform: Parlamentarische Republik mit präsidialen und föderalen Elementen

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Jacob Zuma


Fläche: 1'219'912 km2 30 mal grösser als die Schweiz

Einwohner 49'991'000

Bevölkerungsdichte 41 pro km2

Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 6'380 U$

Bodenschätze: Gold, Diamanten, Kohle, Kupfer, Uran, Platinum

Gas

Wert Bodenschätze pro Einwohner 1,5 Mio. U$ pro Jahr


Die Schweiz ist arm und Südafrika ist reich - so unglaublich reich, dass der, der es nicht gesehen hat, es nicht verstehen kann. Doch alles hat seine Relationen und die wiederum sprechen in anderen Zahlen.

Seit 26. April 1994 wird Südafrika vom ANC regiert, welcher mit Nelson Mandela auch den ersten schwarzen Präsidenten des Landes stellte.


Mandelas Nachfolger wurde 1999 Thabo Mbeki. Trotz der ursprünglich linksgerichteten Ideologie haben die ANC-Regierungen stets eine liberale Wirtschaftspolitik verfolgt, wohl im Wissen, dass ohne dieses Zugeständnis an die weissen Wirtschaftseliten dieser enorme wirtschaftliche Aufschwung nicht möglich gewesen wäre.

Gleichzeitig ermöglichte es jedoch einer grossen schwarzen Mittelschicht ohne grosse Anstrengung zu einer wohlhabenden Elite ohne Verantwortung heranzuwachsen. Dennoch hat sich die Lage von Millionen schwarzer Südafrikaner seit der „schwarzen Apartheid“ nicht verbessert, sondern verschlechtert. Weisse haben heute für Arbeitsstellen bei der öffentlichen Hand keine Chance mehr, obwohl es sich um ein demokratisches Land handelt. (Unsere Rechtswissenschaftler wären hier gefragte Leute, oder auch nicht?)

Am 15. Mai 2004 wurde Südafrika in Zürich von den FIFA-Delegierten unter Druck von Sepp Blatter als erstes afrikanisches Land überhaupt zum Veranstalter einer Fussball-Weltmeisterschaft gewählt. Das Turnier wurde vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 ausgetragen.

Mitte Mai 2008 kam es vor allem in den Townships zu erheblichen fremdenfeindlichen Übergriffen schwarzer Südafrikaner, insbesondere gegen illegale Einwanderer aus Simbabwe, Mosambik und Nigeria. Das mangelnde Vorgehen der schwarzen südafrikanischen Politiker gegen die fremden- feindliche Gewalt in der Vergangenheit trug schliesslich auch seinen Teil zu den Ereignissen von 2008 bei, indem viele schwarze Einwanderer gejagt und gelyncht wurden.

Am 25. September 2008 trat Präsident Mbeki zurück, nachdem spekuliert worden war, er habe auf das Gerichtsverfahren wegen Betrug, Bestechung, Korruption und Vergewaltigung seines Parteirivalen Jacob Zuma Einfluss genommen. Kgalema Motlanthe wurde als Interimspräsident eingesetzt. Die Wahlen im Frühjahr 2009 konnte abermals der ANC für sich entscheiden: Jacob Zuma wurde anschliessend zum Präsidenten gewählt und amtiert seit 9. Mai 2009.

Kapstadt konnte als einzige Region durch die Weissen mit „DA Leader“ Helen Zille behauptet werden.

Die Sorgen der Menschen in diesem Land sind mit der schwarzen Regierung nicht kleiner geworden, obwohl es wirtschaftlich einen grossen Aufschwung verzeichnet und die Entwicklungshilfegelder in Milliardenhöhe aus unzähligen verschiedenen Hilfsorganisationen nie versiegt sind.


Afrika wird falsch entwickelt und die Geberländer gegen einander ausgespielt.


Wir sollten uns von unseren Fantasievorstellungen über den Nutzen und den Einsatz von Entwicklungshilfe loslösen und das ganze System neu überdenken. Die gesprochene Entwicklungshilfe muss mit der Verpflichtung einer Rechenschaftspflicht gegenüber der eigenen Bevölkerung und den Geberländern zwingend verbunden werden, um sicherzustellen, dass die Interessen der Bürger in den betroffenen Ländern auch wirklich vertreten werden. Dazu müssen sich die Regierungen und die Zivilgesellschaft verpflichten, die Entwicklungshilfe überprüfen zu lassen.


Die Situation in Südafrika und vielen anderen Ländern Afrikas stellt sich folgendermassen dar:


Die Achtung der Menschenrechte steht meistens nur auf dem Papier und kann einem Vergleich unserer Vorstellung von Menschenrechten in keiner Art und Weise standhalten und bedeutet somit eine grosse Rechtsungleichheit.

Die Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit wird durch allgegenwärtige Korruption und einen schwerfälligen, unterbezahlten und wenig motivierten bürokratischen Apparat bewusst verhindert.


Die Beteiligung der Bevölkerung an wirtschaftlich und politischen Prozessen findet nicht statt und wenn doch, dann nur auf Druck eines Geberlandes.


Die Marktfreundliche und sozial orientierte Wirtschaftsordnung „Ownership“ wird wörtlich genommen. Die Wirtschaftssysteme arbeiten de facto auf eine Bereicherung der Eliten hin. Partnerleistungen werden nur zum geringsten Teil und meistens nur auf beharrlichen Druck der Geber erbracht. Zollfreiheit für Hilfsgüter muss bereits als Erfolg bezeichnet werden.


Die Entwicklungsorientierung des staatlichen Handelns ist durch grosses Desinteresse am Wohlergehen der eigenen Bevölkerung gekennzeichnet. Der mangelnde politische Wille verhindert Fortschritte in der Armutsbekämpfung. Vorhandene oder zugesagte Mittel werden aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht genutzt. Verwaltungsposten werden nicht nach Kompetenz, sondern nach Verwandtschaftsgrad besetzt. Schwerpunkte bei öffentlichen Ausgaben werden falsch oder überhaupt nicht gesetzt.


Die heutige Entwicklungshilfe hat keine gute Bilanz. Sie bedeutet, dass die Gewährung von Hilfen in den meisten Ländern Afrikas zu keinem messbaren Erfolg führt. Die derzeit praktizierte „Ownership“ erinnert an den berühmten Satz von Georg Christoph Lichtenberg von einem »Messer ohne Klinge, dem der Griff fehlt«. Wenn wir das nicht ändern, strafen wir die Bevölkerung für das mangelnde Interesse ihrer Regierungen an der Armutsbekämpfung und Entwicklung und wir verlieren unsere Glaubwürdigkeit - nicht nur gegenüber der afrikanischen Administration, sondern auch gegenüber der eigenen Bevölkerung, die der Politik in hohen Masse vertraut hat und die dieses Vertrauen in höchstem Masse missbrauchte.


Auch können wir feststellen, dass China dieses Fehlen an Glaubwürdigkeit bis auf die Knochen aus- nützt. Die USA, Europa und auch die Schweiz haben den wirtschaftlichen und politischen Kampf in Afrika längst verloren. China ist heute der grosse Nutzniesser dieses Glaubwürdigkeitsverlustes, ohne dafür auch nur die geringsten Investitionen getätigt zu haben.

Unsere milliardenschweren Entwicklungshilfeprojekte sind verdampft wie das Wasser in der Wüste. Solange wir nicht lernen loszulassen und zu akzeptieren, wie diese Länder ihre Kulturen leben, werden wir immer auf der Stelle treten.

Die Entwicklungshilfe muss daher grundlegend geändert und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden.

 

 

Walter Ostermeier



Krankenversicherung für alle abgewiesenen Asylbewerber

Krankenversicherung für alle abgewiesenen Asylbewerber


Krankenversicherungen dürfen abgewiesene Asylbewerber nicht mehr ausschliessen. Am 1. Januar 2011 dürfte eine entsprechende Verordnung in Kraft treten.


Der Bundesrat befürwortet eine Grundversicherung für Asylbewerber.

Wiederholt hatte die Organisation SOS Rassismus den von mehreren Kantonen praktizierten «juristisch illegalen Ausschluss» von abgewiesenen Asylsuchenden aus der Grundversicherung kritisiert - zuletzt an einer Medienkonferenz in Bern.

Bundesrat für Grundversicherung für Asylbewerber

Inzwischen wurde aber eine Lösung gefunden, wie Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI), sagte. EDI-Chef Didier Burkhalter und Justizministerin Eveline Widmer Schlumpf hätten in dieser Angelegenheit einen Grundsatzentscheid gefällt.

Dem Bundesrat sei es ein Anliegen, dass auch abgewiesene und mit einem Nichteintretensentscheid belegte Asylbewerber grundversichert seien, sagte Crevoisier. Das Dossier liegt nun bei den zuständigen Ämtern, die eine Ausführungsverordnung ausarbeiten. Kantone und Versicherer werden sich demnächst in einer Vernehmlassung dazu äussern können. (sfl)


Kommentar politlog.ch

Dieses Verordnung entspricht weder dem Völkerrecht noch entspricht es dem Internationalem Recht.

Uns wird einmal mehr etwas aufgezwungen an dem nur Lobbyisten aus Bern und einige Hilfsorganisationen mit ihren Helfershelfer daran verdienen.

Wer dieses Recht uns Schweizer verkaufen will, soll dafür selber bezahlen und nicht mit Steuergelder der Bevölkerung.

Was uns der Bundesrat im Schlepptau mit dieser Hilfsorganisationen verkaufen will ist Betrug und diskriminierend an uns und an der Bevölkerung aus deren Länder die „Schmarotzer“ herkommen. Weshalb sollen gerade die, die ihr Land im Stich lassen von unserer Grosszügigkeit profitieren können.

Wir müssen diese Verordnung bekämpfen, sonst müssen wir uns nicht wundern, dass es Steuerhinterziehung gibt.

Das Volk zahlt Steuern für den Staat nicht aber für alles "Korrupte"  auch noch.


w. ostermeier

 



Fussball-WM, im Fokus des ermordeten Terre'Blanche und Malema dem Antreiber von Zuma


Eine solidarische Mitschuld der „Abzocker“ in der Entwicklungshilfe


Die Schweiz und ganz allgemein die Internationalen Entwicklungshilfe Organisationen tragen eine solidarische Mitschuld am heutigen Zustand der meisten Länder Afrikas.


Die Amerikaner wie die Europäer haben nie gelernt, dass wir weder berechtigt noch auserwählt sind, unter dem Deckmantel Entwicklungshilfe andere Kulturen zu zerstören und diese in unser ideologisches und kulturelles Leben einzubinden.


Seit Jahrzehnten versuchen wir in diesen Ländern unsere Kultur des Verbrauches und der oberflächlichen Lebenshaltung zu vermitteln, ohne dabei zu erkennen, welche enorme Zerstörung wir im Leben dieser Kulturen anrichten. Von der Entwicklungshilfe sind sie dazu erzogen worden, dass immer alles ohne eine Leistung zugestellt wird. Dann kam die Globalisierung und mit ihnen die Chinesen. Die kaufen sich heute mit Cash alle Rechte, indem die zuständigen Minister in bar für Verträge bezahlt werden, die eigentlich längst andere gekauft haben. Ein Beispiel aus Angola, dem grössten Ölproduzenten auf dem afrikanischen Kontinent: 50% der Erdölförderung Angolas gehen

direkt nach China. Das Volk hat dadurch kein Einkommen, ausser dem entsprechenden Minister in Form von fast unvorstellbaren Schwarzgeldzahlungen. Und wir in Europa, wir lassen uns immer noch von Medialen Eindrücken von Hungersnöten und Katastrophen beeinflussen, anstatt zu kontrollieren und richtig hinzuschauen. Wir zahlen und zahlen immer weiter. Die Entwicklungshilfeorganisationen gehören heute leider zu den grössten Korruptionsunternehmen der moderneren Geschichte. Es würde mich nicht wundern, wenn wir dafür eines Tages zur Rechenschaft gezogen würden.


Der AWB ( Afrikaner Weerstandsbeweging)


Was wir heute in Südafrika erleben, ist eine direkte Folge der Kolonialisierung und Apartheid einerseits und der Erziehung zum Konsumverhalten ohne entsprechende Gegenleistung andererseits. Natürlich sind die Ereignisse um den Tod von Terre'Blanche geschichtlich zu erklären. Der AWB (Afrikaner Weerstandsbeweging) war jedoch nie eine reell grosse politische Kraft in Südafrika. Seine Ideologien waren gleichzeitig seine Schwächen und mit viel Populismus und starker Rhetorik vermittelt. Der AWB wollte einen eigen Staat, (Kanton wie z. B. der Jura), hatte aber weder den personellen noch den finanziellen Halt in der Bevölkerung. Die ganze Eskalation rund um den Tod von Terre'Blanche dürfte zu einem Grossteil organisiert sein und steht möglicherweise zum Teil auch im Zusammenhang mit der WM 2010. Viele wünschen sich im Geheimen, dass die WM scheitern möge um damit Sepp Blatter, dem FIFA-Präsidenten, zu schaden.


Julius Malema, der ANCYL Leader und verkappter Millionär


Julius Malema, der ANCYL Leader scheint für Präsident Zuma zu einer schweren Hypothek zu werden. Einst als „Anheizer“ für seine Wahlpropaganda mit allen Mitteln gefördert, scheint Zuma nun die Kontrolle über diesen nicht ungefährlichen Rassisten zu verlieren. Ein Mann für das Grobe und für dunkle Machenschaften. Zuma hat viele Prozesse unbeschadet überstanden, ob er auch Malema übersteht ist eine andere Frage. Seit 1994 sind über 2300 Weisse Farmer umgebracht worden und seit 2009 musste Süd Afrika zum ersten Mal Lebensmittel importieren. Doch für Zuma und Malema scheint dies kein grösseres Problem zu sein, hat man doch immer bekommen was man wollte und wenn nicht, hat man es sich geholt, meistens mit Drohungen und Gewalt. Rassismus ist heute in Südafrika alltäglich, nur in umgekehrter Weise. Die Schwarze Ober- und Mittelschicht ist heute viel reicher als es sich die meisten Schweizer vorstellen können. Leider können sie jedoch mit ihrem geschenkten Reichtum nicht umgehen.


Was Entwicklungshilfe auch bedeutet zeigt der Monatslohn von Carlos Alberto Parreira, Trainer der südafrikanischen Fussballnationalmannschaft. Es sind stolze 276'000 Franken pro Monat ohne Spesen. Jetzt verstehen sie vielleicht auch, warum ein Bundesrat nicht besser sein kann.


Trotz allen negativen Aspekten war Südafrika die richtige Wahl für die WM 2010.
Es wird eine richtige afrikanische WM werden - mit all den frohen und düsteren Farben dieses Landes.


walter ostermeier