Welche gemeinsame Ursache haben Harmos und das neue Waffengesetz?
Leserbrief
Beide sind das Resultat unserer schon sehr lange praktizieren antiautoritären Erziehung in Schule und Elternhaus. Ohne natürliche, echte Autorität ausstrahlende Vorbilder kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren, dann steht auch der auf eine „Gesetzesautorität“ angewiesene Rechtsstaat in Gefahr. Wir brauchen keine Harmos Bildungsreform sondern wir brauchen dringend eine Erziehungsreform nach dem einstigen Vorbild von Heinrich Pestalozzi. Dann bräuchten wir auch kein neues Waffengesetz. Es muss nun endlich einmal der Begriff „Autorität“ analisiert werden. Es gab einst in Schule und Elternhaus die preußische Befehlsautorität die ohne wenn und aber, aller etablierten Respektspersonen eigen war. Dieser Zustand war damals der berechtigte Auslöser der antiautoritären Bewegung. Diese ist über das Ziel hinausgeschossen und hat übersehen, dass es zwischen einer Gesellschaft mit preußischer und einer ohne Autorität, im Interesse des Fortbestandes unserer abendländischen Kultur auch noch eine natürliche und echte, mit Fleiß erworbene Autorität geben kann und geben muss! Jugendliche brauchen und wünschen sich auch, eine sie beschützend begleitende Autoritätsperson deren Ja ein Ja und deren Nein ein Nein ist und deren Beurteilungen eine dauerhafte verlässliche Gültigkeit haben. Gewünscht werden Vorbilder die klare Grenzen aufzeigen, bei deren Überschreiten die Konsequenzen bekannt sind und wenn einmal nötig, ohne nachtragende Folgen auch durchgesetzt werden. Die sehr unterschiedlichen, beängstigenden Vorkommnisse lassen befürchten, dass sich die jegliche Autorität ablehnenden Menschen schon bald an der Brutpflege der Tiere ein Vorbild nehmen müssen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, oder vielleicht nach-holend mit einem exorbitanten Aufwand.
Peter Baumgartner-Jost, Langenthal



Kommentare