Politlog – Rückblick 2009         1.  Teil




Obama – ein Mann der grossen Worte und Hoffnungen


Obama der neue amerikanische Präsident redet viel und gerne. Zu den Einflüsteren seiner Reden gehört vor allem seine Frau und das ist gefährlich - nicht nur für die Welt sondern auch für Obama persönlich. Mit seinen Reden nährt er weltweit Hoffnungen nicht nur in Europa sondern vor allem in Afrika. Für Afrika ist er ein Star, einer, der die Welt von der weissen Vorherrschaft befreien könnte.

Bereits vergessen ist der Niedergang Amerikas als wirtschaftliche Weltmacht und diese Situation wird auch Obama mit all seinem Optimismus nicht mehr ändern können. China könnte mit einer anderen Regierung bereits heute die Wirtschaftsmacht Nummer eins sein und hätte auch die Möglichkeit die amerikanische und europäischen Wirtschaft in noch viel grössere Bedrängnis zu bringen.

Obama mit Bush zu vergleichen wäre sicher falsch, nur eines ist klar: Obama polarisiert die Meinung, weil die USA immer noch überzeugt ist eine Weltmacht zu sein.


Obamas Krieg in Afghanistan


Die UNO zieht ihre Truppen aus Afghanistan zurück um sie an einen sichereren Ort zu bringen.

Als Antwort darauf sendet Obama weitere dreissig tausend Soldaten nach Afghanistan in der naiven Hoffnung diesen Krieg doch noch gewinnen zu können um dann als grosser Befreier gekrönt zu werden. Amerika hat seit dem Zeiten Weltkriege keinen Krieg mehr gewonnen. Weder in Korea, Vietnam noch im Irak. Was sie hinterlassen, ist Schutt und Hass. Ihre arrogante Art Krieg zu führen erklärt, weshalb ihre Feinde, z.B. die Taliban, der Iran oder die Palästinenser, so grossen Zulauf von freiwilligen Kämpfern haben. Bedenklich stimmt aber auch, dass die USA andere Staaten dazu nötigen ebenfalls Soldaten nach Afghanistan zu senden, um Kriegsverbrechen und Niederlagen nicht alleine tragen zu müssen. Das Desaster und die vernichtende Niederlage in Afghanistan liegt nicht in weiter Ferne und wäre für China und Russland nicht nur eine stille Genugtuung sondern ein weiterer irreparabler Gesichtsverlust Amerikas sowie auch für die Nato und der UNO.

Auch die Folgen des unvermeidlichen Rückzuges werden nicht nur am Hindukusch sondern für die ganze Welt fatale Folgen haben.


Das vermeintliche Weihnachtsgeschenk des US-Senat an Obama


Nach wochenlanger Debatte zur geplanten Gesundheitsreform hat der US-Senat mit dem knappest möglichen Resultat dem Gesetzesentwurf zu gestimmt.

Die Reform soll mehr als 30 Millionen Amerikaner, die bis heute keine Krankenversicherung hatten – und das in der Grossmacht USA – eine gesetzlich verankerte Krankenversicherung bringen. Die Reform könnte sich jedoch leicht als Pyrrhus-Sieg erweisen.


Obams's Naiver Opportunismus


Etwas weniger Show und Opportunismus, dafür mehr Unterstatement und Wahrhaftigkeit würden der Politik Obamas sicher nicht schlecht anstehen. Ein Scheitern seiner Politik der „Hoffnung“ könnte nicht nur für ihn persönlich sondern für viele Länder und Millionen Menschen seiner Kultur angehörend ein jähes Ende bereiten.



Walter Ostermeier