Der „Abzocker“ ist er nun ein Guter-, Böser-, Schlauer Mensch oder einfach ein Mensch der durch unser System so geworden ist.

Der „Abzocker“  ist er nun ein Guter-, Böser-, Schlauer Mensch  oder einfach ein Mensch der durch unser System so geworden ist.  


Ein Abzocker war bis 2001 ein Falschspieler. „Abzocker stammt aus dem Jiddischen; „Zschocken“ und steht für falsch spielen. Gemäss Duden ist ein Abzocker jemand, „der andere auf hinterlistige, unredliche Weise finanziell übervorteilt, sie um ihr Geld bringt“. Ein Abzocker wäre also ein Krimineller, doch so einfach ist es heute nicht mehr. Das Wort „ Abzocker“ ist zu einem Überbegriff geworden und steht heute für ein gutes „Werbe- Marketing“.

 

Die erste Lohn-Abzockerin war die SBB, das Lieb Kind der SP-Schweiz.

 

Die erste Lohn-Abzockerin war die SBB. Der SBB-Verwaltungsrat hatte 2001 die Löhne der Geschäftsleitung beinahe verdoppelt. Die Volksseele kochte. Die Schweiz hatte ihre erste Debatte über Managerlöhne. Auf Grund der öffentlichen Empörung verzichtete Benedikt Weibel auf 120‘000 Franken. Der Verwaltungsrat der SBB wollte ihm seine Arbeit ursprünglich mit 720‘000 Franken (inklusive Boni) vergüten.

 

Zum Inbegriff der Abzocker wurden die beiden ABB-Manager Percy Barnevik und Göran Lindahl. Zusammen erhielten die beiden beim Ausscheiden aus der Firma 233 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat wusste davon nicht. Die beiden Schweden die schon bei 1988 bei der Fusion der schwedischen ASEA und der BBC dabei waren.

Damit wurde eine Welle von Lohnexzessen ausgelöst die seines gleichen sucht in der Weltwirtschaft. 20 Millionen kassierte Herr Vasella und vier Jahre später doppelt so viel.

Der frühere UBS-Präsident Marcel Ospelt verdoppelte sein Salär innerhalb von drei Jahren von zwölf auf 24 Millionen. Diese Zahlen beflügelten die öffentlichen Debatten und Thomas Minder.

 

Doch ist Thomas Minder der moderne Robin Hood für den ihn viele sehen wollen?

Der Initiativtitel ist ein perfekter Werbecoup. Doch hinter dem Begehren stecken oder verstecken sich komplexe aktienrechtliche Forderungen, doch inwiefern sie dämpfend auf die Abzocker-Gehälter wirken ist sehr umstritten.

Minder profitierte zu einem Grossteil von einem Boulevard Blatt, dass den Begriff 2004 salonfähig machte.  

 

Minder der betrogene aus dem Swissair-Konkurs verbiss sich in diese Initiative, so als ob die Existenz der Welt von dieser Initiative abhängig wäre.

 

Was bei dieser Minder-Initiative auffällt ist die Einseitigkeit wie alles vorgetragen und welche Personen immer angegriffen werden., so als ob es nur diese paar Manager auf der Welt geben würde.

Gerade dies ist es was mich heute dazu verleitet, die Initiative abzulehnen und den Gegenvorschlag zu unterstützen. Minder hatte seine Change ob es am 3. Märu 2013 reicht werden wir dann erfahren. Es wird sicher knapper als die heutigen verbreiteten Prognosen.

 

Was hat Minder uns unterschlagen bei dieser Initiative? Ist ach Minder ein Falschspieler oder gar ein verkappter Abzocker? Hat er die Millionen an Spenden für seinen persönlichen Wahlkampf wie er immer wieder betont  nur für die Initiative gebraucht oder hat er sie auch an andere Orte fliessen lassen? Sicher hat Minder uns verschiedene Tatsachen unterschlagen, ob er das mit Absicht – hier  wäre dann der Schlaue-Abzocker am Werk – gemacht hat oder nicht bleibe einst im Raume stehen. Seine Glaubwürdigkeit wird mit der Tatsache untergraben, dass er immer nur einige Topverdiener erwähnt und alle anderen aus dem falschen Spiel heraushält.

 

Da wäre zu erwähnen, Roger Federer, Tennisspieler, Gewinne hinter denen selbst ein Herr Vasella klein aussieht? Weshalb wird R. Federer Verschont, er macht viele Schweizer glücklich und erhält dadurch einen sonder Status.

Xherdan Shaqiri, Fussballer, wechselte für 11 Millionen zu Bayern München und erhält als 21 Jähriger 2,6 Millionen und er spielt oder nicht.  Andere Fussballer wechseln für 60 Millionen den Club und erhalten 6 Millionen pro Monat steuerfrei. Balotelli Mario verdiente bei Manchester monatlich 6 Millionen und jetzt neu bei Milan immer noch 4 Millionen im Monat.

Haben sie es gemerkt, Vasella und andere aus seinen Kollegen Kreisen backen in dieser Liga kleine Brötchen.  Von solchen gibt es tausende nur wird darüber nicht geredet. Das ist Falschheit Herr Minder und macht sie unglaubwürdig. Und noch etwas dürfen wir dabei nicht ausser Acht lassen die Herren Vasella und andere seines gleichen hatten Verantwortung für zehntausende von Mitarbeiter und nicht wie ein Fussballer oder Tennisspieler der nur mit sich allein beschäftigt ist.

 

Noch ein letzte Beispiel. Ein Rechtswissenschaftler verdient 368‘000 Franken, erhält Vergünstigungen von mehreren zehntausend Franken im Jahr trägt ein Nationalratsmandat, dass nochmals 160‘000 Franken einbringt, bewohnt zu zweit ein herrliche Villa in Meilen, ergibt ein Jahreseinkommen inkl. Eigenmietwert von 604‘000 im Jahr oder 315 Franken jede Arbeitsstunde. Und einen Namen hat der Herr auch noch. Nationalrat Jositsch. Ist Mitglied der SP-Schweiz und geniesst daher wie viele andere Wissenschaftler und Ärzte den unbedingten Schutz vor Angriffen in den Medien. Und füllt die Kriegskasse der SP-Schweiz mit jährlich hunderttausenden Franken.

 

All diese Beispiele Herr Minder gehören zur Abzockerei und Falschspielerei die sie schon fast krankhaft bekämpfen, aber leider sehr unausgewogen und somit unglaubwürdig.

 

Einige Fragen an Herrn Vasella und seine Einschätzungen

 

Wie schwierig wird es für Ihre Nachfolger. Wie können diese aus Ihrem Schatten treten?
Es kommt auch darauf an, wie ich mich verhalte. Schon vor drei Jahren habe ich begonnen, mich zurückzuziehen. Das war ein Prozess, bei dem der Verwaltungsrat und ich die Führungszukunft des Konzerns sicherstellten – und ich mich innerlich löste. Ich wollte nicht derjenige sein, der nie gehen kann.

Neu führen Novartis ein Amerikaner und ein Deutscher. Ist sie noch schweizerisch?
Das Management ist mehrheitlich ausländisch, ebenso die Aktio­näre und der Verwaltungsrat. Schweizerisch sind Firmensitz und die Geschichte der Firma. Viele Mitarbeiter in der Schweiz sind Ausländer.

Sie beschreiben keinen Schweizer Konzern.
Was den Pass betrifft, ist das richtig, ja. Mein Nachfolger Jörg Reinhard ist ein Grenzgänger: ein Deutscher, der fast 30 Jahre in der Schweiz tätig war und das Land bestens kennt.

Schweizer fürchten, die internationale Novartis verlagere weitere Jobs ins Ausland.
Diese Angst ist nicht berechtigt. Arbeitsplätze hängen von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Wir als Schweizer müssen für sie Sorge tragen. Sind wir bei Arbeits- und Aktienrecht, Steuern und Sicherheit nicht mehr wettbewerbsfähig, haben wir ein Problem.

Dann kann sich Novartis vorstellen, die Schweiz zu verlassen?
Ja, wie jede Firma auch. Alle Konzerne müssen sich periodisch überlegen, ob die Schweiz der richtige Ort ist, vor allem wenn es zu Umbrüchen kommt.

 

Sie machten Karriere bei einem Schweizer Weltkonzern. Was war wichtiger – die Schweiz oder die Welt?
Die Menschen.

 

Sie verdienten zwischen 200 und 300 Millionen Franken bei Novartis

Jeden Tag steigt in der Presse die Summe. Ich weiss leider nicht, wo das viele Geld ist.

Wie viel war es total?
Das weiss ich nicht, ich habe diese Rechnung nie gemacht.

Es war viel. Sind Sie es wert?
Offensichtlich kamen die Entscheidungsträger zum Schluss, ich sei es wert. Es entsprach auch weitgehend dem Markt für Spitzenkräfte. Die Frage muss sein: Was ist der Gegenwert? Fakt ist: Allein zwei Deals, bei denen ich entscheidend eingriff, haben mein gesamtes Gehalt wesentlich übertroffen.

Dann waren Sie Ihr Geld wert?
Rational gesehen, ja. Die Reaktionen auf meine Gehälter sind aber emotional.

Sind solch hohe Löhne wie Ihrer überhaupt angemessen?
Geld ist relativ. Das Salär soll fair und konkurrenzmässig sein. Eine Firma muss sich überlegen: Wie viel zahlt man, was ist der Gegenwert? Es gibt nichts Dümmeres, als einen Bewerber, den man will, wegen eines zu hohen Lohns nicht einzustellen.

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Was bedeutet Ihnen Geld?
Sicherheit, Unabhängigkeit, Selbständigkeit, das ist mir wichtig.

Wie hat sich Ihr Verhältnis zu Geld verändert?
Als ich Assistenzarzt war und nicht einmal 40000 Franken verdiente, mussten wir als Familie rechnen. Es war nicht angenehm, aber okay. Plötzlich hatten wir genug, konnten in die Ferien, das war sehr angenehm. Später dachte ich, wie verrückt es ist, plötzlich so viel zu verdienen. Aber dann gewöhnte man sich daran. Normen verschieben sich.

Was macht viel Geld aus Ihnen?
Es wirft die Frage auf, wie man es einsetzt. Kauft man sich eine Yacht? Ich sagte: auf keinen Fall. Die zweite Frage: Wie viel behält man, wie viel gibt man weiter?

Wie viel behalten Sie denn, wie viel geben Sie weiter?
Meine Familie und ich haben bereits einen zweistelligen Millionenbetrag an wohltätige Institu­tionen weitergegeben und wir sind entschlossen, diesen Betrag in Zukunft weiter aufzustocken.

Haben Sie Verständnis für die Minder-Initiative?
Ja, ich habe Verständnis für die Anliegen der Minder-Initiative, aber keine Sympathien, da sie für die Schweiz destruktiv wären. Zudem würde es Jahre dauern, bis sie umgesetzt ist. Der Gegenvorschlag hingegen würde sofort zum Gesetz und liesse den Aktionären mehr Wahlmöglichkeiten. Als gut verdienender Manager müsste man also schon fast für die Initiative sein, weil sich dann jahrelang nichts ändert.

 

Wenn jemand Sie als Abzocker bezeichnet: Was sagen Sie ihm?
Nichts. Dieses Wort steht für alle und alles. Es ist Wort und Unwort zugleich. Der Nachbar, der die Fenster streichen lässt, ein neues Auto fährt, ist plötzlich ein Abzocker. Das Wort hat an Bedeutung verloren.

Der Vorwurf an Sie lautet: Der Vasella hat sich selbst bedient.
Wer das sagt, versteht nicht, dass dies unmöglich ist. Die Debatte um die Initiative hat einen Einfluss auf die Verwaltungsräte. Bei Löhnen sind sie sehr viel sorgfältiger geworden.

Was bedeutet die Annahme der Initiative für die Schweiz?
Die Schweiz hätte ein auf der Welt einmaliges Korsett für Firmen und Aktionäre.  Selbst die Aktionäre wären gefesselt. Der Arbeitsablauf wird absolut unpraktisch. Verwaltungsräte könnten für Kader keine bindenden Verträge mehr abschliessen.

Sie tragen in der Schweiz das Abzocker-Label. Was tun Sie dagegen?
Nichts.

Wie soll man Sie denn sehen?
Für mich zählt nur, was meine Kinder und meine Frau von mir denken, das ist mir wichtig. Zudem habe ich in den letzten Tagen Hunderte von E-Mails erhalten von Mitarbeitern, keines davon negativ. Das durfte ich nicht erwarten. Zumal der Chef ja nicht immer beliebt ist.

Geht es um Lohn, spielt der Neid mit. Sind wir neidisch auf Sie?
Die Debatte ist sicher auch von Neid getrieben. Leider hat sich dieser Trend verschärft.

Ist Neid denn schlecht?
Es gibt zwei Arten von Neid. Eine Form sagt: «Oh, du kannst das oder du hast das. Das will ich auch.» Das ist positiv, das treibt an.

Und der schlechte Neid?
«Du kannst das, du hast das und du sollst dies nicht können oder haben, und ich will zerstören, was du hast.» Das ist enorm destruktiv, und zwar für den Empfänger wie den Sender. Neider sind innerlich nie glückliche Menschen.

Wer verhält sich denn am klügsten: Europäer, Amerikaner oder Asiaten?
Ich würde sagen, die Schweiz macht es gar nicht schlecht. Unsere Regierung darf sich nicht zu sehr verschulden. Und das ist gesund.

 

Politlog hofft, ihnen mit diesen Erläuterungen die Entscheidung für die Abstimmung erleichtert zu haben.

 

Überparteiliches Komitee eröffnet den Abstimmungskampf


Überparteiliches Komitee eröffnet den Abstimmungskampf


Mit der Eröffnung des Abstimmungskampfs durch das Überparteiliche Komitee „Nein zur Staatsvertrags-Initiative“ der Auns erleben wir Demokratie.
Demokratie, wie sich viele Parlamentarier diese vorstellen.

Wir haben kein Lösegeld für die Schweizer Geiseln bezahlt. Wir machen keine weiteren Zugeständnisse mehr im Steuerstreit mit Deutschland, hat Widmer-Schlumpf krampfhaft versucht zu erklären. Der neue Gotthard-Basistunnel wird seinen Zweck nie erfüllen, da weder Italien noch Deutschland seine Anschlusswerke gebaut haben. Die 40-Tönner sollen durch 60-Tönner ersetzt werden dürfen, d.h. die Alpeninitiative, die das Volk angenommen hat, ist zur Makulatur
verkommen.

Es gäbe hundert Beispiele, die zeigen, dass der Volkswille und somit die Demokratie mit Füssen getreten wird.

Das Überparteiliches Komitee „Nein zur Staatsvertrags-Initiative“ der Auns , über welche am 12. Juni 2012 abgestimmt wird, besteht grösstenteils aus linken Parteien der SP, CVP, Grüne und BDP. Diese Tatsache erstaunt nicht so sehr. Viel mehr erstaunen die Argumente:

Sie führt zu teuren Leerläufen für Bund und Kantone.
Sie schwächt den Bundesrat bei internationalen Verhandlungen.
Sie gefährdet Arbeitsplätze und Wohlstand.

Einen grösseren „Argumenten-Blödsinn“ haben wir noch selten zu einer Abstimmungsvorlage gelesen.

Was aber am meisten erstaunt ist, wie viel Geld diesem Komitee zur Verfügung stehen muss. Allein am 28. März 2012 hat man für Inserate beinahe eine halbe Million  Franken ausgegeben. Um was für Gelder handelt es sich hier? Wir hoffen, dass es keine Steuergelder sind.

Was versteht dieses Komitee unter Demokratie, dass es Millionen in die Hand nehmen muss um das Volk von seiner Glaubwürdigkeit zu überzeugen? Es kann sich nur um ihre eigene Unglaubwürdigkeit gegenüber der Demokratie handeln.

Die Antwort erhalten wir am 12. Juni 2012.