Facebook - Dieses Auge sieht alles - 2. Teil

Dieses Auge sieht alles  -  2. Teil

Flüchtlinge 

Babyface Mark Zuckerberg

Alter: 27, Besitz: 28 Milliarden


"I’m the CEO, bitch!“ Genau das steht auf den Visitenkarten von Mark Zuckerberg. Der 27- Jährige tritt mit dem Humor auf, der die Internet-Milliardäre eint. Alle ein wenig spleenig, alle ein wenig seltsam. Eine gewisse Hochnäsigkeit kann sich der junge Mann aber leisten: Wer sonst kann von sich behaupten, mit Ende zwanzig der "Man of the Year“ im "Time Magazine“ gewesen zu sein, mehr Milliarden auf dem Konto als Lebensjahre zu haben und mit seiner Erfindung die globale Kommunikation geprägt zu haben? Der Sohn eines Zahnarztes und einer Psychologin wuchs im Bundesstaat New York auf. Er studierte in Harvard Psychologie und Informatik.

Gedämpfte Erwartungen. Zuckerberg hält 28 Prozent der Anteile an Facebook. Und durch den kommenden Börsengang könnte er zu einem der reichsten Menschen auf dem Planeten werden: Sein Vermögen danach wird auf bis zu 28 Milliarden Dollar geschätzt. Egal, ob die Gerüchte stimmen und Facebook seine 50-Milliarden-Dollar-Bewertung herunterschrauben muss. Denn im Vergleich zum letzten Quartal 2011 schrumpfte der Umsatz um sechs Prozent, das Wachstum bremste sich auf 45 Prozent ein. Ein Wert, von dem andere Firmen trotzdem nur träumen können.

 

Chronologie einer Revolution

Harvard - Der Beginn September 2003. Der IT-Student Mark Zuckerberg entwirft die Seite "Facemash“. Inhalt: Es wird über den Sex- Appeal von Studentinnen abgestimmt.

»Thefacebook.com« November 2003. Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss nehmen Kontakt zu Zuckerberg auf. Er soll "Harvard Connection“ programmieren. Ein Dienst, der Studenten vernetzen soll. Anstatt den Job zu erledigen, registriert er die Domain "Thefacebook.com“. Der Name bezieht sich auf die Uni-Jahrbücher, die an US-Unis beliebt sind.

Investoren 2004. Nach dem erfolgreichen Start in Harvard wird der Dienst auf die Unis Stanford, Columbia und Yale ausgeweitet. Zehn Monate nach dem Start begrüßt Zuckerberg den millionsten User und den ersten Investor. Der Sitz wird nach Silicon Valley verlegt. Peter Thiel zahlt Zuckerberg mit den Worten "Don’t fuck it up“ 500.000 Dollar.

Angebote 2005. Viacom unterbreitet ein Angebot (750 Mio. Dollar). Der Deal platzt. Stattdessen steigt die Risikokapitalfirma Accel Partners mit 12,7 Mio. Dollar ein. Das "The“ wird gestrichen.“

Gerüchte 2006. Time Warner und auch MySpace-Eigentümer News Corporation wollen Facebook kaufen. "Yahoo!“ bietet eine Milliarde Dollar. Im September wird der Dienst für alle User geöffnet.

Die Großen 2007. Google und Microsoft zeigen sich interessiert. Microsoft investiert 240 Millionen Euro und erhält 1,6 Prozent der Firma. Facebook ist damit ein 15-Milliarden-Dollar-Unternehmen.

Europa 2008. Facebook überschreitet die magische Marke von 100 Millionen Usern. Grund dafür sind die Übersetzungen ins Deutsche, Spanische und Französische. Im April 2008 wird der Chat-Dienst eingeführt. Zuckerberg unternimmt eine Rucksackreise durch Europa und Asien, um seiner neuen rechten Hand Sheryl Sandberg (l.) die Chance zu geben, im Unternehmen Fuß zu fassen.

Explosion 2009. 150 Mio. Mitglieder im Jänner, im April 200 Mio., im Dezember 350 Mio. Eine russische Investmentfirma kauft um 200 Mio. Dollar 1,96 Prozent des Netzwerkes. Der "Like“-Button wird eingeführt. Im September 2009 ist Facebook in der Gewinnzone.

f8 2010. Facebook erreicht im Februar 400 Mio. User, Ende Juli eine halbe Milliarde. Somit ist fast jeder vierte Internet-User weltweit registriert. Im April 2010 wird auf der Facebook-Konferenz f8 "OpenGraph“ präsentiert - Daten werden somit an Drittanbieter weitergegeben.

The Social Network 2011. Bei der Oscar-Verleihung bekommt der Film von David Fincher über die Entstehungsgeschichte des gerade einmal sieben Jahre alten Unternehmens drei Oscars. Laut einer Sprecherin soll der Inhalt nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

Börsengang 2012. Der Börsenstart von Facebook soll am 17. Mai 2012 über die Bühne gehen. Das soziale Netzwerk strebt eine Bewertung von mindestens 50 Milliarden Dollar an und würde sich auf einen Schlag in die Top-Liga der US-Unternehmen katapultieren.

 

IT-Anwalt Peter Harlander

Facebook - was darf ich, was ist verboten?

Politlog/News: Darf ich Bilder, die ich von Google heruntergeladen habe, in meiner Timeline posten?

Harlander: Nein. Bisher hat die illegale Verwendung von Bildern auf Facebook so gut wie keine Folgen, aber erste Rechtsstreitigkeiten mit teuren Konsequenzen sind bekannt.

Politlog/News: Kann ich jemanden wegen Identitätsklau anzeigen?

Harlander: Ja, der Name und die Identität einer Person sind rechtlich geschützt. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft können Facebook über nur für Behörden gedachte E-Mail-Adressen erreichen, auf denen schnell reagiert wird.

Politlog/News: Drohen strafrechtliche Konsequenzen oder Einreiseverbote, wenn ich politische Meinungen poste?

Harlander: Wenn man es tatsächlich schafft, mit Meldungen die Aufmerksamkeit der US-Behörden zu erregen, kann das passieren. Aber in der Regel wird man da auch im Visier der heimischen Behörden sein.

Politlog/News: Kann ich mich gegen Stalking schützen?

Harlander: Man kann Facebook so einstellen, dass nur echte Freunde die Postings sehen. Auch sollte man vermeiden, die Beiträge mit Ortsangaben zu versehen. Je restriktiver man Facebook einstellt, umso besser kann man Missbrauch entgegenwirken. NEWS: Wie gehe ich vor, wenn ich fortdauernd auf Facebook beleidigt werde?

Harlander: Am einfachsten ist es, den Freund aus der Liste zu werfen. Wenn er dann keine Ruhe gibt, empfiehlt sich eine Unterlassungsklage und in schweren Fällen eine Strafanzeige.

Facebook - Dieses Auge sieht alles - 1. Teil

Dieses Auge sieht alles  -  1. Teil

 

In einer Zusammenarbeit mit News, in Wien, Österreich

Das Auge

Die Facebook-Fallen. Mobbing, Datenklau und Überwachung - was der wundersame Mister Zuckerberg mit Ihren Daten wirklich macht und seine Einstellung zu seinen Kunden.

 

 

„Diese Idioten vertrauen mir alles an und erst noch ohne sie darum gebeten zu haben“

Das Unternehmen brauchte acht Jahre, um die Welt zu revolutionieren. Unsere Art, miteinander zu sprechen, uns kennenzulernen, uns zu verabreden, hat sich durch Facebook brutal verändert.

Das soziale Netzwerk hat sich so tief in unser Alltagsleben hineingefräst wie zuvor nur das Fernsehen oder das Radio. Doch Facebook ist nicht nur passiver Sender von Informationen - der Konzern animiert uns zum Mitmachen; er lebt nur durch seine Benutzer und ihre Interaktion. Facebook bietet uns eine Weißfläche, die mit unserem Alltag gefüllt werden soll. Und - wir sind süchtig nach dem Leben der anderen und dem Update des eigenen.

900 Millionen Menschen tummeln sich in der globalen Gesichterparade, allein in Österreich sind es schon 2,8 Millionen. 50 Prozent schauen jeden Tag rein. Vier Milliarden Meldungen werden täglich in Facebook eingespeist. Vieles erscheint belanglos. Doch jedes Fitzelchen an Information, das wir mit unseren virtuellen Freunden teilen, lässt Rückschlüsse auf uns selbst zu. Jedes Foto, auf dem wir markiert sind, gibt Aufschluss über unsere Hobbys, Gewohnheiten und Interessen. Und diese Informationen sind Milliarden wert.

Denn: Marktforscher, Behörden und Werbeagenturen verwerten die Informationen. Sie schalten personalisierte Werbung, lernen uns detailliert kennen - am Ende besser als unsere Freunde und Familien. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Facebook mit personalisierter Werbung eine Milliarde Dollar umgesetzt.

Die Flut an Daten, die auf den Serverfarmen von Facebook landet, bietet eine Machtfülle, die Angst macht. Was weiß das Unternehmen aus Kalifornien über mich? Wie verwertet es mein Leben?

Politlog/NEWS zeigt die Fallen, in die Facebook-Nutzer geraten können - und wie das soziale Netzwerk unsere Lebensdaten verkauft.

Jedes Bild, jede Statusmeldung, jedes Klicken auf den "Like“-Button wird von Facebook archiviert. Im Rahmen von Einladungs-und Synchronisierungsfunktionen werden die Handy- und E-Mail-Adressbücher der Nutzer ausgewertet. "Dabei werden natürlich auch die Daten von Nicht-Nutzern des Netzwerkes erhoben, langfristig gespeichert und zu Vermarktungszwecken verwendet“, sagt Franz Kotteder, Autor und Social-Network-Experte.

Diese Praxis alleine steht im krassen Gegensatz zu europäischem Datenschutzrecht. Der Europarat beschloss schon in den 1980ern, dass kein Unternehmen und keine Behörde Daten, die nicht mehr gebraucht werden, abspeichern darf.

Nach den spektakulären Klagen des Wiener Jus-Studenten Max Schrems (siehe Interview vom 8. Mai 2012) hatte der Konzern bis zum 31. März Zeit, seine Nutzungsbestimmungen zu ändern und dem europäischen Datenschutzrecht anzupassen - geschehen ist nichts. Facebook sieht den europäischen Datenschutz als lästige Begleiterscheinung seiner globalen Expansion. In Amerika gibt es de facto kein Recht der Bürger auf Selbstbestimmung über die Verwendung der eigenen Daten, da der Geheimdienst selber daran interessiert ist.

Facebook modifiziert, erweitert oder ergänzt im Monatstakt seine Zugriffsrechte auf die bereitgestellten Inhalte. Ohne dass die User etwas davon mitbekommen. "Wenn das letzte Sicherheits-Update über ein Jahr her ist, kann man sicher sein, dass es löchrig ist.


Ganz alltäglich ist mittlerweile Mobbing via Facebook - vor allem unter Schülern. Der 14-jährige Michael (Name von der Redaktion geändert) wurde über Facebook von seinen Klassenkameraden in einer eigens gegründeten "Anti-Michael-Gruppe“ beschimpft und ausgelacht. 22 Klassenkameraden drückten den "Like“-Button. Mike wurde als "Opfer“ angeprangert, Fotos des Schülers wurden entstellt gepostet. Eltern und Lehrkörper sahen keinen Ausweg, außer dem Klassenwechsel.

"Ich dachte immer, dass mich die Mitschüler mögen. Nach dem Facebook-Mobbing wusste ich, was sie wirklich über mich denken.“ Michael entkam dem Psychoterror - doch ein Kärntner Schüler, der via Facebook als homosexuell beschimpft wurde, beging nach den Attacken seiner Mitschüler Selbstmord. Die Initiative "Saferinternet“ geht davon aus, dass 20 Prozent der 12- bis 19-jährigen Schüler Opfer von Cyber-Mobbing sind.

Liest der Verfassungsschutz bei Facebook mit? Ein Fall dokumentiert, wie österreichische Beamte Unterstützung von Facebook bei der Überwachung eines Kärntner Neonazis einholten. Es ist der erste Fall in Österreich, bei dem Daten von Facebook an Behörden weitergeleitet wurden. Im konkreten Fall hilfreich - grundsätzlich aber bedenklich. Denn: In den USA sind Anfragen an Facebook an der Tagesordnung. Über National Security Letters - eine Anordnung ohne richterlichen Beschluss - holen sich die Ermittler die Freunde-Netzwerke, Chat-Aufzeichnungen und Postings von jedem auch nur ansatzweise Verdächtigen. Max Schrems geht davon aus, dass die Behörden bald auch bei uns vermehrt auf die Online-Plattform zugreifen werden.

Vor wenigen Tagen wurde der Fall der deutschen Leichtathletin Ariane Friedrich bekannt. Ein Unbekannter schickte ihr Bilder seines Genitals per E-Mail. Friedrich reagierte auf Facebook und stellte den Echt-Namen ihres Stalkers und seinen Wohnort online. Seitdem wird diskutiert, ob diese Art der Selbstjustiz rechtens ist.

In der realen Welt ist Stalking strafbar. Das digitale Auflauern und Belästigen einer Person über das Internet durch massiven Chat-oder Mail-Kontakt und die Veröffentlichung privater Details, die ein Täter von Facebook gezogen hat, befindet sich in einer juristisch schwer greifbaren Grauzone. Am einfachsten schützt man sich gegen unliebsame Besucher, indem man die Profileinstellungen so restriktiv wie möglich wählt.

Doch es gibt neuerdings Abhilfe für Opfer von Cyber-Stalking. Facebook hat die "Melden“-Funktion eingerichtet. Jeder User kann ihm gegenüber feindlich gesinnte Personen dem Unternehmen melden. Dieses Tool funktioniert nach Erfahrungen des Salzburger IT-Anwalts Peter Harlander recht gut. "Wer der Sache Nachdruck verleihen will, kann Freunde bitten, ebenfalls eine Meldung zu erstatten. Es kann auch helfen, Anträge an Facebook auf Englisch einzureichen. Das wird oft schneller behandelt.“ Allerdings gibt es auch gegenteilige Erfahrungen. Im Fall einer österreichischen Journalistin sah sich Facebook nicht einmal durch einen richterlichen Erlass dazu veranlasst, den Stalker aufzuhalten.

"Schicken Sie einem Freund einen Blumenstrauß“, "Tragen Sie die Geburtstage Ihrer Freunde auf mycalendar ein“: 500.000 Applikationen bieten Spiele und Vernetzungsfunktionen an. 70 Prozent der Mitglieder nutzen laut Facebook Apps. Doch die Programme von privaten Firmen sind regelrechte Sammel-Maschinen. Um eine App überhaupt zu starten, müssen die User einwilligen, dass sie E-Mail-Adresse, Basis-Informationen wie Geburtsdatum und Name sowie Familien- und Beziehungsstatus bekanntgeben. Die Daten wandern zur Weiterverarbeitung auf unauffindbare Server. Auch die Facebook-Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, saugen die Adressbücher leer.

Das Phänomen "Identitätsklau“ betrifft normalerweise Prominente. Der Fall von Formel-1-Star Sebastian Vettel ist besonders krass: Ein Unbekannter legte in seinem Namen eine Fan-Site an. 60.000 Menschen drückten "Gefällt mir“. Der Unbekannte gab als Beziehungsstatus Vettels "Single“ an und behauptete, dass dieser in seinem Heimatort Heppenheim eine denkmalgeschützte Villa für 1.500.000 Euro mit 300 Quadratmeter Wohnfläche gekauft habe. Alle Angaben waren erfunden.

Doch auch Normalbürger kann es erwischen: Ein Linzer geriet ins Netz der Ermittlungsbehörden, weil er durch derbe Postings auffiel. Verdacht: Kindesmissbrauch. Am Ende stellte sich heraus, dass sich die ehemalige Lebensgefährtin wegen verschmähter Liebe Zugang zu dem Profil des Linzers verschafft und die brutalen Statusmeldungen gepostet hatte.

Andrea Maria Dusl, Journalistin beim Wiener Wochenmagazin "Falter“, staunte nicht schlecht, als eines Tages ihr Facebook-Account gelöscht war. Sie erhielt eine E-Mail mit der Nachricht "Missbrauch einer Identität“. Dusl forschte nach den Gründen und stieß auf taube Ohren. Sie fand bei Facebook weder Ansprechpartner noch eine Helpline.

Die Online-Anzeige gegen einen anderen Facebook-User kann jeder erstatten: Ein wiederholter Klick auf den "Melden“-Button und die Kategorie "gefälschte Identität“ wählen, und Facebook löscht den Account. "Vielleicht war es die Rache eines verstoßenen Facebook-Freundes“, so Dusl.

Kelli Roman ist Mutter zweier Kinder. Sie lud Bilder von sich beim Stillen ihres Jüngsten hoch. Prompt löschte das Netzwerk ihre Bilder. Roman erkundigte sich nach den Gründen. Sie erhielt eine unpersönliche Antwort mit dem Verweis auf die Nutzungsbestimmungen. Diese untersagen in der US-Fassung das Hochladen von "obszönen, pornografischen oder sexuell eindeutigen“ Inhalten - das Stillen von Säuglingen gehört offenbar dazu. Roman gründete die Gruppe "Hey Facebook - Stillen ist nicht obszön“. Knapp 100.000 Menschen schlossen sich ihrem Protest an, und ihr Fall wurde publik - die Richtlinien wurden aber nicht geändert.

Facebook wirkt sich schlecht auf Beziehungen aus. Die Liebenden bekommen mehr Informationen über ihre Partner, als ihnen lieb ist. Ein sorgloses Posting, ein leicht zugänglicher Account, und schon ist die Versuchung da, den Geliebten auszuspionieren. Finden sich dort ellenlange Chat-Protokolle und private Nachrichten an Nebenbuhlerinnen, kann das die Ehe kosten. Der sorglose Umgang mit Facebook ist in Großbritannien schon für jede dritte Scheidung verantwortlich. Staranwalt Alfred Boran schätzt, dass hierzulande bereits jede zehnte Ehe wegen gezielter oder irrtümlicher Indiskretionen auf Facebook in die Brüche geht. "Das sind 1.900 Scheidungen pro Jahr.“

Tendenz - rasant steigend. Facebook lässt der Eifersucht großen Raum.

"Wir haben so große Angst, dass wir unsere Lieben verlieren, dass wir letztendlich Probleme in die Beziehung hineinfantasieren. Dieser Effekt ist nicht neu. Allerdings bietet Facebook eine völlig neue Qualität des gegenseitigen Ausspionierens“, schreiben die US-Psychologen Joan Atwood und Conchetta Gallo zu dem Thema.



Mitglieder bei Facebook:

2004: 1.000.000

2005: 5.500.000

2008: 100.000.000

2009: 350.000.000

2010: 500.000.000

2011: 800.000.000

4/2012: 900.000.000

 

 

Neun von zehn Flüchtlingen beziehen Sozialhilfe

Neun von zehn Flüchtlingen bezogen Sozialhilfe

 

Ein Drittel der Bezüger sind dem Bericht zufolge zwischen 26 und 35 Jahre alt – sie stellen damit die grösste Gruppe. Auch Minderjährige werden besonders häufig unterstützt. Dies zeigt die «Sozialhilfestatistik im Flüchtlingsbereich», die zum ersten Mal publiziert wurde. Knapp zwei Drittel der hilfsbedürftigen Flüchtlinge sind Männer.

Flüchtlinge 

Flüchtlinge bekommen Asyl, weil sie in ihrem Heimatland bedroht sein sollen, doch meistens weil sie Arbeit suchen in der Schweiz. keystone

 
Als Flüchtlinge gelten Menschen mit Aufenthaltsbewilligung B, die bis zu fünf Jahre in der Schweiz leben sowie vorläufig Aufgenommene, die bis zu sieben Jahre bleiben. Flüchtlinge mit Ausweis B machen in der Statistik mit 75 Prozent den Hauptanteil aus.

Über beide Gruppen gesehen, beziehen 89 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz Sozialhilfe, wie es beim Bundesamt für Migration (BFM) hiess. Das BFM hat die Sozialhilfestatistik beim Bundesamt für Statistik in Auftrag gegeben.

 

Laut Bericht haben denn die meisten (66,8 Prozent) ein Jahr oder kürzer Sozialhilfe bezogen. Lediglich 1,6 Prozent wurden vier Jahre und länger unterstützt. Die Zahlen für Flüchtlinge werden gleich berechnet wie für Schweizerinnen und Schweizer.
 
Drei Viertel der Bezüger haben keine berufliche Ausbildung. Von den über 15jährigen haben 653 eine Arbeit und werden ergänzend unterstützt. 1613 sind Erwerbslose, und 2054 sind sogenannte Nichterwerbspersonen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Jugendliche in Ausbildung, Hausfrauen oder Invalide.

 

Kommentar  Politlog

 

Zahlen mit Vorsicht zu geniessen, sagt das BFM? Weshalb wohl?

Die Angaben des BMF sind dermassen unzuverlässig, dass man von bewusster Irreführung sprechen muss. Gleichzeitig werden aber auch die wahren Kosten der gesamten Asyl- und Flüchtlingspolitik dem Volke unterschlagen und es wird somit einmalmehr betrogen.

Nur mit sehr viel Aufwand, wenn überhaupt, ist es möglich an die wirklichen Zahlen heranzukommen und die sprechen eine ganz andere Sprache, als die man uns glauben lassen will. Es geht nicht um zwei oder drei hundert Millionen, es geht um weit mehr als eine Milliarde. Und das Volk? Es schläft und fault vor sich hin, weil es satt ist und nicht mehr weiss, was ein Notvorrat bedeutet., weil es den Bezug zur realen Welt verloren hat. Dafür werden wir eines Tages bestraft werden.