Roger de Weck, oder alles nur peinlich

SRG-Generaldirektor Roger de Weck berät zurzeit den ORF, oder wenn alles nur noch peinlich ist.

SRG-Generaldirektor Roger de Weck berät zurzeit den ORF bei dessen Reorganisation. Sein Engagement stösst Kritikern sauer auf – im eigenen Betrieb habe er genügend Probleme, monieren sie.

De Weck 

Roger de Weck berät die österreichische Rundfunkanstalt ORF. Der SRG-Generaldirektor ist gemäss «SonntagsZeitung» vergangenen Mittwoch nach Wien gereist, wo er als internationaler Experte an der Sitzung einer Arbeitsgruppe teilnahm, die sich im Auftrag von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) regelmässig trifft und die Reorganisation des ORF vorantreibt.

De Wecks Auslandeinsatz stösst auf heftige Kritik. FDP-Medienpolitiker Filippo Leutenegger sagt gegenüber der «SonntagsZeitung»: «In dieser Situation, in der sich die SRG befindet – Stichworte sinkender Marktanteil, Konvergenz – sollte die Priorität im Inland liegen.»

Wien-Trip ist «befremdlich»

 

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli, ihrerseits sagt: «Es erstaunt mich, dass der SRG-Generaldirektor Zeit hat, als Experte nach Wien zu reisen.» Und Ernst Gräub, Sekretär der Mediengewerkschaft SSM, meint: «Herr de Weck müsste in erster Linie schauen, dass er im eigenen Laden eine gute Sozialpartnerschaft erreichen kann.» De Wecks Wien-Trip sei «befremdlich». Dass sich der SRG-Generaldirektor gerade jetzt im Ausland als Experte anbietet, ist aus Sicht der SSM tatsächlich pikant: Die SRG hat soeben vier harzige Lohn-Verhandlungsrunden mit Vertretern seiner Mitarbeiter hinter sich. Die Gespräche sind vorerst gescheitert. Die SRG-Mitarbeiter werden womöglich das erste Mal seit Jahren ohne Gesamtarbeitsvertrag dastehen.

Kommentar Politlog

 

Eine Lüge mehr aus der SRG.

Tatsache ist und bleibt, dass die SRG ein klassischer Sanierungsfall ist. Herr De Weck aber ruht sich auf ein paar natürlichen Abgängen aus und redet da von Sparen! Vielleicht will Herr De Weck ja den ORF darin beraten, wie man die Konzessionszahler für dumm verkauft? Ein ehemaliger Chefredaktor als Generaldirektor der SRG und als externer Berater? Lächerlich. Wie viel er für diese Reise der SRG belastet und wie viel er vom ORF als Honorar erhält ist gemäss Insiderwissen aus dem ORF eine ganz beträchtliche Summe. Dass dies so einfach hingenommen wird, zeigt wie die Fäden zusammen laufen bei der SRG. Eine Lohnsumme von über einer halben Million Franken und die Linken und Gewerkschaften schweigen.

Sicher ist nur eines, dass ein Herr De Weck kein Berater für ein Medium wie das Fernsehen sein kann. Das bedeutet eher, dass er sich gewisse Freiräume für eine Übernahme von Auslandnachrichten erwerben will, da die Sendungen des ORF dem der SRG weit überlegen sind.

Es genügt, über die Grenze zu schauen. In Österreich und in Deutschland sind Nachrichtensendungen kompakt und informativ. Wissenschaftliche Sendungen aufschlussreich und interessant. Bei der SRG sind die Hauptmerkmale, ein ständiges linkes dämliches Gefasel.

Nur eine Volksinitiative mit dem Titel "Für mehr Medienvielfalt, gegen staatlichen SRG-Einheitsbrei", könnte in dieser bedenklichen Situation  Abhilfe schaffen, die eine Verkleinerung der SRG sowie Kosten- bzw. Gebührenreduzierung zum Ziel hat.

De Haller - FMH Präsident und Handlanger der SP - Schweiz

Immer wieder De Haller – Präsident der FMH und Handlanger für die SP-Schweiz

 

Dr. med. Iacques de Haller schlägt vor, der Staat (er meint wohl die Steuerzahler) solle die Lohnaufbesserung der Hausärzte finanzieren, nicht die immer mehr und bessere Leistungen empfangenden Patienten, die er Mitleid erheischend «die stark belasteten Prämienzahler» nennt. Er propagiert also eine Umverteilung der Kostenzulasten der tüchtigen Steuerzahler.Klar: De Haller ist Sozialdemokrat und Berner. Ist es denn nicht ein sozialdemokratisches Prinzip, grosszügig Geld zu verteilen, das andere erwirtschaftet und gespart haben?

Und die Berner: Sie erhalten im Jahr 2012 über eine Milliarde Franken aus dem Finanzausgleich, weitaus am meisten aller Kantone der Schweiz.

Sehr befremdend wirkt es dann, wenn Herr de Haller den leistungsstarken Kanton Zürich, der gleichzeitig fast 500 Millionen Franken in den Finanzausgleich ein bezahlt, noch verunglimpft:

Es handle sich. wohl um eine «koordinierte Aktion aus Zürich»wenn ihm sein mit jährlich 340 000 Franken dotierter FMH-Präsidenten-Posten durch den Zürcher Arzt Urs Stoffel streitig gemacht wird.

 

Deshalb den Namen De Haller, Präs. der FMH nicht vergessen 

 

Dragovic entschuldigt sich ein zweites Mal bei Bundesrat U. Maurer



Einfach nur beschämend


Der «Fall Aleksandar hat sich nicht schnell erledigt wie es alle hofften. An der FCB-Meisterfeier hatte der Österreicher gegen den Bundesrat diesmal verbal nachgetreten. Dragovic musste aus Wien einfliegen, um sich bei Bundesrat U. Maurer in Bern zu entschuldigen. Ueli Maurer nahm die Entschuldigung an.


 

 

An der Siegerehrung des Cupfinals hatte Aleksander Dragovic den SVP-Bundesrat dreimal auf den Kopf gestossen. Dafür hatte er sich danach entschuldigt.

Sanktionen vom FCB

Bei der Meisterfeier machte Dragovic vor versammelter Fan-Schar und den Spielern klar, dass dies kein unbeabsichtigter Faux-pas gewesen ist. «Dieser Ueli Maurer oder wie der auch immer heisst, wurde von mir absichtlich „geschlagen“.

 

Absichtlich und in Absprache mit anderen Spielern?

 

Ich habe mich nur bei ihm entschuldigt, auch wenn es mir sehr, sehr schwer viel. Aber ich muss es leider tun wegen dem Verein. Aber innerlich, und das weiss glaube ich jeder hier, hat es sehr, sehr viel Spass gemacht. Aus Kreisen von Dragovic ist zu vernehmen, dass die Basler Spielerconnection aus dem ehemaligen Jugoslawien diese Tätlichkeit abgesprochen haben.  

 

Der FC Basel bedauerte die neuerliche Entgleisung. Was am Cupfinal passiert sei, habe man noch als «übermütige Dummheit» abtun können, der zweite Fehler müsse aber als «fehlende Reue» interpretiert werden, so der FCB. Dragovic musste einen hohen Betrag an ein Schweizer Hilfswerk zahlen und sich persönlich bei Bundesrat Ueli Maurer entschuldigen. Dafür wurde er extra aus Wien in die Schweiz geflogen.

Bundesrat U. Maurer nimmt Entschuldigung an.

 

 

Kommentar Politlog

 

 

Einfach nur beschämend

 

 

Über diesen Typen Dragovis muss man nicht mehr viele Worte verlieren, da ihm schlicht die Voraussetzungen fehlen, nur annähernd eine Persönlichkeit, geschweige denn ein Vorbild zu sein.

Viel mehr ärgert es mich, dass niemand aus der Politik Bundesrat U. Maurer zur Seite steht und solchen Extremismus auf das Schärfste verurteilt. Die Nachrichtensprecherinnen vom sF1 haben sich nach einem lächerlichen Beitrag über diesen Vorfall gar belustigt gezeigt.

Dragovis hat genau gewusst, was er macht, und eine solche Tätlichkeit und Blossstellung gegenüber einem Bundesrat wird in diesem Land einfach geduldet.
Wäre dies Bundesrätin Sommaruga, Widmer-Schlumpf oder Herrn Berset passiert, wäre ein Aufschrei des Entsetzens durch die Reihen der SP, BDP und CVP gegangen und eine diplomatische Note in Wien hätte sicher nicht lange auf sich gewartet.

 

Ich ziehe den Hut vor Bundesrat U. Maurer, vor seiner Beherrschung in dieser Erniedrigung und schäme mich für dieses Land, das eine zum Teil  beschämende Regierung hat.

 

 

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Sarrazins neues Buch

Sarrazins neues Buch und die Angst der Politiker und Ökonomen entlarvt  zu werden. SP-Politiker wünschen seinen Austritt, Ökonomen das er schweigt, doch vielen gefällt seine Ruhe und sein Sachwissen Zustände zu erklären und zu verurteilen.

  

STEINBRÜCK: "DER SARRAZIN KANN HIER DEN GRÖSSTEN BULLSHIT ERZÄHLEN

 

 

 

 

Dieses TV-Duell sorgt für Aufruhr: Politiker von SPD, FDP und Grünen hatten schon im Vorfeld gegen den Auftritt von Thilo Sarrazin in der ARD protestiert, der grüne Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin sogar indirekt den Ausschluss Sarrazins aus der SPD gefordert.

Grund: Sarrazin hatte in seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" SPD und Grüne scharf kritisiert, weil sie europäische Staatsanleihen (Euro-Bonds) befürworteten.

Nach den Worten Sarrazins ein "Reflex, wonach die Busse für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld in europäische Hände gelegt haben".

Trotzdem trafen sich am Sonntagabend die Sozialdemokraten Thilo Sarrazin und Peer Steinbrück zum Schlagabtausch über den Euro in der Talkshow von Günther Jauch.

Motto: "Brauchen wir den Euro wirklich? - Thilo Sarrazin gegen Peer Steinbrück".

DIE DUELLANTEN

•Thilo Sarrazin, Volkswirt, SPD-Mitglied, umstrittener Buchautor ("Deutschland schafft sich ab").

Von 2002 bis 2009 war er Berliner Finanzsenator im Senat des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, anschließend im Vorstand der Deutschen Bundesbank. 2010 musste er dieses Amt wegen teilweise diskriminierender Thesen über türkische Einwanderer aufgeben. Der Versuch der Berliner SPD, ihn aus der Partei auszuschließen, scheiterte. Sarrazin ist Euro-Skeptiker.

•Peer Steinbrück, Volkswirt, SPD-Bundestagsabgeordneter, Finanzexperte. Von 2002 bis 2005 war er Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, danach bis 2009 Bundesfinanzminister. Steinbrück gilt als möglicher Kanzlerkandidat der SPD, ist ein Befürworter des Euro.

DAS EURO-DUELL

21.40 Uhr, noch fünf Minuten bis zur Live-Sendung: Thilo Sarrazin und Peer Steinbrück betreten das Fernsehstudio, das Publikum begrüßt sie mit freundlichem Applaus. In der ersten Reihe mit dabei: Sarrazins Ehefrau Ursula. Dann kommt Moderator Günther Jauch, es geht los.

 

Jauch fragt, wie sich die beiden Kontrahenten anreden werden, schließlich würden sich Sozialdemokraten untereinander duzen. Steinbrück: "Wir werden uns in dieser Sendung siezen."

Gegen den Vorwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der BamS, Steinbrück wolle mit diesem Auftritt seine Kanzlerkandidatur vorantreiben, verwahrt er sich: "Das ist eine Unverschämtheit. Ich sitze hier, weil ich Thilo Sarrazin widersprechen will."

Jauch fragt Sarrazin, ob er schon immer gegen den Euro gewesen sei.

"Ich war gespalten", gibt Sarrazin zu. Doch mittlerweile sei er überzeugt, dass der Euro den Europäern nur ökonomische "Scheinvorteile" bringe. "Für den Export braucht die deutsche Wirtschaft den Euro nicht."

Die Zahlen zeigten, dass der Handel zwischen den Euro-Ländern am wenigsten gewachsen sei, sagt Sarrazin. Sein Buch sei die Gegenthese zu Angela Merkels Satz "Scheitert der Euro, scheitert Europa".

Steinbrück widerspricht entschieden: "Man muss die Vorteile sehen": Der Euro habe einer Export-Nation wie Deutschland enorme Vorteile gebracht. Er sei eine "tragende Säule der europäischen Integration". Das verkenne Sarrazin total.

Zu Sarrazins Satz über Weltkrieg und Holocaust empörte sich Steinbrück: "Das ist so geschichtsvergessen, dass ich es klar zurückweisen möchte!" Sarrazin beschränke sich in seinem Buch ausschließlich auf die Finanzpolitik: "Eine ökonomistische, sehr platte Analyse", so der Ex-Finanzminister.

Dann das Thema Griechenland: Die Griechen müssten selber wissen, ob sie aus dem Euro austreten wollten oder nicht, sagt Sarrazin. Ihm wäre es lieber, sie würden es tun. Jedes Land solle selbst für seinen Staatshaushalt verantwortlich sein, eine Transferunion lehnt Sarrazin ab.

Laut Sarrazin sei das Geld aus dem Rettungsschirm schon verloren, es gehe jetzt darum, "ob wir noch für die nächsten 15, 20 Jahre zahlen", so Sarrazin.

Jauch lässt Sarrazin viele Zahlen herunterbeten, Steinbrück kommt kaum zu Wort. Da platzt es aus dem Ex-Finanzminister heraus: "Der Sarrazin kann hier den größten Bullshit erzählen."

Später feuerte er Jauch an: "Sie müssen sich hier mal mehr durchsetzen."

In der Euro-Krise, sagte Peer Steinbrück, gehe es um das Wohl ganzer Völker. "Und da­mit spielt man nicht!" Sarrazin verschweige, dass das Problem nicht eine reine Verschuldungskrise sei, sondern auch eine Bankenkrise, mit der es die Politik auch zu tun habe. "Das habe ich alles geschrieben, Herr Steinbrück", kontert Sarrazin kühl.

Dass Deutschland aus der Eurozone ausscheide, forderte Sarrazin aber nicht eindeutig: "Verträge muss man einhalten", sagte er.

 

Das sind Sarrazins wichtigsten Anti-Euro-Thesen:

 

 

 

1. SCHEITERN EUROPAS

Sarrazin will die Aussage Merkels widerlegen: „Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ Seine Argumente: Europa ist erfolgreich, wenn Frieden herrscht, wenn in den Ländern Europas die Demokratie stabil bleibt bzw. sich weiter festigt, wenn die Menschen aus eigener Kraft ihre Lebensverhältnisse verbessern können, Arbeit finden und von den Früchten ihrer Arbeit leben können.

Sarrazins Frage dazu lautet: Um diese Erfolge zu erzielen, braucht man dazu den Euro? Seine Antwort: NEIN.

2. EUROBONDS

Sarrazin stellt die Forderung vieler Euro-Länder nach Eurobonds in Frage. Auch in der deutschen Politik wollen vor allem Vertreter von SPD, Grünen und Linken die gemeinsamen europäischen Anleihen. Sarrazin betitelt Eurobonds als den „ultimativen Rettungsschirm“. Seine Kritik: Länder mit einer weniger soliden Finanzpolitik werden durch Eurobonds von den wirtschaftlichen Folgen ihres finanziellen Handelns entlastet, während die solideren Länder zusätzliche Haftungsrisiken auf sich nehmen.

Allerdings haben laut Sarrazin die weniger soliden Länder im Euroraum die Mehrheit, deswegen seien Eurobonds in seinen Augen nichts weiter als „die ultimative Vergemeinschaftung der Finanzpolitik zu Lasten der finanzstarken Länder“.

 

3. GRIECHENLAND

Griechenland ist laut Sarrazin das „Vorwerk“ Europas – wie einst das Vorwerk einer barocken Festungsanlage. Solange die Nordländer inklusive Deutschland das Vorwerk Griechenland verteidigen und dafür zahlen, so lange stehen alle Südländer unter dem sicheren Schirm der Zahlungsbereitschaft des Nordens.

Das Problem in Griechenland sei der Egoismus und die Korruption der praktisch gesamten politischen Klasse und der Missbrauch aller Staatsverwaltungen als Stätten der Selbstbedienung und Bereicherung. Sarrazin stellt die Frage: „Wie will man das von außen ändern, wenn nicht die Eliten in Griechenland selbst das ändern wollen?“

Das Land könne nicht von außen gezwungen werden, sich innerlich zu ändern. Europa müsse aufhören, Geld nach Griechenland zu schicken und den Griechen es selbst überlassen, ihren Weg zu finden.

4. UMGANG MIT SCHULDENLÄNDERN

Die stabilen Euro-Länder dürfen den Schuldenländern keine Vorschriften mehr machen, wie sie ihre Staatshaushalte gestalten und inneren Angelegenheiten regeln sollen, die über die Herstellung des gemeinsamen Marktes hinausgehen.

Wenn ein Land unter der Disziplin der gemeinsamen Währung nicht leben kann oder will, solle es jederzeit frei sein, zu seiner nationalen Währung zurückzukehren.

5. DEUTSCHE HILFSZAHLUNGEN

Deutschland müsse laut Sarrazin alle bereits gemachten Hilfszusagen einlösen. Aber über diese Zusagen hinaus sollte es keine weiteren geben. Alle Euroländer würden selbst über das politische und rechtliche Instrumentarium verfügen, ihre nationalen Haushalten zu sanieren.

 

„Jede Nachricht ist für die Ewigkeit gespeichert und Facebook schaut zu“

Fasebook, das böse Auge schaut zu

Der österreichische Kläger Maximilian Schrems verrät die Tricks des IT-GigantenBeschreibung: http://www.news.at/cgi-bin/ivw/NV/ligatus/show/510/ss/panorama?1336509103546

Beschreibung: http://www.news.at/cgi-bin/ivw/NV/ligatus/510/main/panorama

Mit 22 Anzeigen, die er gegen das weltweit größte Online-Netzwerk wegen möglicher Verstöße gegen den Datenschutz eingebracht hat, hat der österreichische Jus-Student Maximilian Schrems international Schlagzeilen gemacht. Der 24-jährige Student aus Salzburg gibt sich trotzdem bescheiden: "Der Hype geht schließlich nicht um mich, sondern um Facebook und den Datenschutz". Im Interview verrät Schrems die Tricks des IT-Giganten.

Beschreibung: http://www.news.at/cgi-bin/ivw/NV/ligatus/show/510/vorspann/panorama?1336509103832

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Politlog: Was nervt Sie eigentlich so an Facebook?
Schrems: Ich habe überhaupt nichts gegen Facebook. Mich ärgert nur, wie der Konzern seine marktbeherrschende Stellung illegal ausnützt.

Politlog: Was ist denn an Bildern von süßen Kätzchen und meinem Mittagessen illegal?
Schrems: Das große Problem ist, dass man nichts mehr löschen kann und jedes Posting, jede Nachricht auf irgendeinem Server für die Ewigkeit gespeichert bleibt. Wir haben in Europa aber Gesetze, die das verbieten. Stellen Sie sich vor, die Post öffnet jeden Brief, der versendet wird, kopiert den Inhalt, klebt ihn wieder zu und sendet ihn weiter. Was wäre da wohl los?

Politlog: Warum schreit bei Facebook niemand auf?
Schrems: Facebook ist psychologisch sehr geschickt konstruiert. Durch die „persönliche“ Seite hat der User das Gefühl, die Kontrolle über die Inhalte zu haben. Hat er aber nicht. Facebook schaut bei jedem Schritt zu. 

Politlog: Wir haben Gesetze, die diese Praktiken verbieten. Weshalb werden sie nicht umgesetzt? 
Schrems: Ich habe bei meiner Arbeit gegen Facebook festgestellt, dass wir Bürger zwar Rechte auf dem Papier haben. Aber wenn man sie de facto einfordert, werden sie einem verwehrt.


Facebook wird von Irland gedeckt


Politlog: Starker Tobak. Aber gerade die deutschsprachigen EU-Mitglieder sind sensibel, was Datenschutz angeht.
Schrems: Ja, die deutsche Datenschutzbehörde macht Druck auf die irische, die für Facebook verantwortlich ist. Allerdings ist der IT-Sektor überlebensnotwendig für Irland. Das Land steht kurz vor dem Bankrott. Facebook wird von der irischen Regierung gedeckt. Sie zahlen dort auch nur zwei bis drei Prozent Steuern.

Politlog: Die Frist, die Facebook für die Anpassung der Datenschutzrichtlinien gewährt wurde, lief am 31. März aus. Ist Facebook so mächtig, dass sie sich über EU-Recht hinwegsetzen können?
Schrems: Bis jetzt hat es den Anschein. Allerdings bringt Viviane Reding (EU-Justizkommissarin; Anm.) eine neue Verordnung für ganz Europa heraus, die Verstöße gegen den Datenschutz mit einer Strafe von zwei bis drei Prozent des Umsatzes vorsieht. Bislang waren es 100.000 Euro in Irland, 20.000 Euro in Österreich.

Politlog: Das würde Facebook hart treffen.
Schrems: Ursprünglich sollten es fünf Prozent sein. Doch da wurde kräftig lobbyiert. Ich saß mit Beamten der EU-Kommission beim Bierchen zusammen. Sie haben mir gesagt, dass die Lobbying-Angriffe der Amerikaner in Brüssel bei wenigen Gesetzen so stark waren wie bei der neuen Datenschutzverordnung.

Behörden missbrauchen Daten


Politlog: Stellen wir uns vor: Die Novelle fällt zahnlos aus, und Facebook bleibt ein rechtsfreier Raum. 
Schrems: Ganz einfach: Die Daten könnten vor allem von Behörden missbraucht werden. Leider ist das keine dunkle Zukunftsvision. Das passiert heute schon: Zum Beispiel im Tierschützerprozess haben die Behörden alle Mittel ausgeschöpft, um die Angeklagten anzupatzen.

Politlog: Facebook als Tool des Überwachungsstaates?
Schrems: Total. Als wir im Silicon Valley bei Facebook waren, haben wir gefragt, ob sie National Security Letters (seit 9/11 ein formloses Schreiben der NSA, das fordert, ohne richterlichen Beschluss Daten auszuliefern; Anm.) erhalten. Der Zuständige sagte: „Natürlich, die bekommen wir jeden Tag.“ In den USA dürfen die Behörden auf alle Facebook-Inhalte zugreifen. Das hat uns der Mitarbeiter offiziell bestätigt. In Europa spielen sich halt noch ein wenig, aber damit werden die Behörden eines Tages auch durchkommen.

Politlog: Ist dieser Kampf gegen den Riesen nicht ermüdend? 
Schrems: Doch. Aber noch sind wir mitten im Verfahren, und obwohl die Iren versuchen, alles zu blockieren, sind wir an einem Punkt, wo sich weiterkämpfen auszahlt, aber auch der wird mal überschritten sein.

 

Griechenland ist unregierbar

Griechenland ist unregierbar


Wie man die Parteien auch zusammensetzt, es kommt keine Koalition dabei heraus: Griechenlands Politik steht vor dem Chaos. Die Bürger haben sich in ihrer Wut über alle Sparzwänge und Drohkulissen hinweggesetzt - und den Protest stark gemacht. Jetzt hat Europa ein Problem.

 

Die Griechen haben, wieder einmal, allen gezeigt, was ein Haken ist. Sie haben sich nicht beeindrucken lassen, weder von Drohungen noch von Empfehlungen und auch nicht vom eigenen Staatsbankrott. Wohin diese neue Wendung im griechischen Endlos-Drama das Land führen wird, ist ungewiss.

Erstmal galt es einfach zu bestrafen:

diejenigen, die in den Augen der meisten Griechen vor allem Schuld an der Misere tragen - die Politiker.

Sie sollen schuld sein an der ständig schrumpfenden Wirtschaft und an den ständig steigenden Arbeitslosenzahlen. Schuld an Gehaltseinbußen, an Rentenkürzungen, am rapide sinkenden Lebensstandard. Schuld daran, dass das stolze Griechenland nicht mehr nur beneidenswert schöner Inselstaat ist, sondern, vor allem, Krisen-Fanal. Ob die jetzt freigesetzte Wut auch auf längere Sicht befreiend wirkt, ist allerdings sehr fraglich.

Erste Straflektion: Hochmut kommt vor dem Fall. Für die beiden großen Traditionsparteien, die konservative Nea Dimokratia und die sozialistische Pasok, ist der Sturz besonders tief. Rund 30 Prozent Stimmenverlust für die Pasok im Vergleich zur letzten Wahl 2009, das ist ein Vorgang, wie ihn Wahlforscher in Europa wohl kaum je verzeichnet haben dürften.

Apropos Europa, auch hier gab es eine Menge Hybris. Es wurde gewarnt und gedroht, von allen Seiten. Doch so richtig hat niemand mit einem für die EU-Griechenland-Politik so verheerenden Ergebnis gerechnet.

Selbst das minimalste aller Minimalziele ist gescheitert

Ein hoher Gesandter der EU-Kommission zeigte sich vor vier Wochen noch "felsenfest überzeugt", dass es entweder ein konventionelles Wahlergebnis geben würde, die absolute Mehrheit einer Partei also, zumindest aber eine Koalition zwischen den beiden Kreditvertrag-Unterzeichnern ND und Pasok. Nun ist sogar dieses minimale aller Minimalziele gescheitert: Selbst wenn sie unbedingt wollten, können Pasok und ND keine Koalition bilden. Weil sie zusammen nur auf 149 Sitze kommen. Weil es eben nicht reicht für die beiden alleine.