05. November 2011
BDP erteilt anderen Parteien eine Absage
Die BDP will zusammenarbeiten, aber nicht fusionieren. Präsident Hans Grunder hat an der Parteiversammlung der BDP in Kerzers (FR) einer Fusion mit anderen Parteien eine Absage erteilt. Die BDP sei aber offen für die Zusammenarbeit mit «konstruktiven Kräften».

«Was wir jetzt brauchen, ist nicht eine Fusion, um es den Arithmetikern einfacher zu machen», sagte Grunder in Anspielung auf die Bundesratswahlen am 14. Dezember. «Was wir brauchen, ist ein Zusammenrücken der konstruktiven Kräfte». Die BDP reiche die Hand jenen, die bisher nicht bereit gewesen seien, den Weg einer konstruktiven Politik einzuschlagen.
Grunder forderte BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf, sich nicht verunsichern zu lassen von «ein paar wenigen Journalisten», die sie aufforderten, im Interesse des Landes nicht mehr zur Bundesratswahl anzutreten. Schliesslich hätten Umfragen gezeigt, dass «weit über die halbe Nation» hinter ihr stehe.
Parteipräsident Grunder stärkte Eveline Widmer-Schlumpf bezüglich den Bundesratswahlen erneut den Rücken.
Die BDP freue sich «riesig», dass sie sich wieder zur Verfügung stelle. Das Resultat der BDP bei den Nationalratswahlen bezeichnete Grunder als «sensationell». Nun werde die BDP nicht mehr unterschätzt und habe dazu beigetragen, die Polarisierung der Schweizer Politik zu stoppen.
Zu entscheiden hatte die Basis nichts. Der Anlass war denn auch als «Parteiversammlung/Wahlfeier» angekündigt worden. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nahm an der Parteiversammlung zwar teil, ergriff aber nicht das Wort.
Kommentar Politlog
Lachen ist gesund, solange es nicht hinterhältig ist
Wen man sich dieses Bild betrachtet, kann man nicht davon ausgehen, dass diese beiden den Ernst der Lage unserer Nation begriffen haben.
Müssen sie auch nicht. Sie bekommen von den Linken Medien und von gewissen Parteien so viel Support, dass Gewissenhaftigkeit nicht gefragt ist.
Diejenigen, die heute mit dem Argument, man könne einen guten Bundesrat nicht abwählen handeln, sind für die Schweizerpolitik eine Schande. War Herr Blocher nicht auch gut, oder war er zu gut? Dieses Argument kann nicht gebraucht werden und ist hinterhältig.
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Alpiq streicht hunderte von Stellen
Der Energiekonzern Alpiq schreibt rote Zahlen und verpasst sich eine Rosskur. Damit verbunden sind ein Abbau von 450 Stellen, ein Milliardenabschreiber und ein radikaler Umbau des Konzerns.
Fushima hat die Strombranche unter Druck gebracht, die Margen sind gesunken, der starke Franken hat uns im 2011 rund 100 Millionen Franken gekostet und der Ausblick ist ungewiss.» Das sagte der interimistische Alpiq-Chef Hans Schweickardt an einer Telekonferenz. Er rechnet für die Branche erst 2014 mit einer Besserung der Lage.

Harte Zeiten für den Alpiq-Konzern. keystone
In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres brach der Reingewinn von Alpiq um mehr als die Häfte auf 180 Millionen Franken ein. Der Betriebsgewinn EBIT fiel um 39 Prozent auf 418 Millionen Franken. In diesen Zahlen nicht enthalten ist der Sonderabschreiber von 35 Millionen Franken wegen des gescheiteren Projekts für ein neues AKW im Niederamt. Dieses AKW-Projekt hat nach dem vom Parlament beschlossenen Atomausstieg keine Zukunft mehr.
Alpiq habe zwar frühzeitige Schritte zur Verbesserung der Situation eingeleitet, jedoch seien weitergehende Massnahmen notwendig, um die Beschleunigung des Negativtrends zu bremsen. Der Konzern will sich deshalb wie bereits angekündigt, auf das rentable Kerngeschäft konzentrieren. Die Organisation von Alpiq wird gestrafft, die Zahl der Geschäftsbereiche von 5 auf 3 verkleinert.
Hälfte der Entlassungen in der Schweiz
Damit verbunden ist die Absicht, insgesamt 450 Stellen abzubauen, davon rund die Hälfte in der Schweiz. Betroffen seien insbesondere der Stromhandel und das internationale Vertriebsgeschäft sowie regionale Supporteinheiten.
Zudem werde der Hauptsitz von Neuenburg nach Lausanne verlegt, teilte das Unternehmen weiter mit. Ein Sozialplan werde ausgearbeitet.
Kommentar Politlog
Im 2009 haben 59,6% der Schweizer der Personenfreizügigkeit zugestimmt. Es gibt heute also keinen Grund oder Berechtigung gegen die Entlassungen auf die Barrikaden zu gehen.
S. Gaillard vom SECO und die Gewerkschaften, haben uns absichtlich diese schlechten Wirtschaftsdaten unterschlagen, da diese Nachrichten vor den Wahlen dem linken Lager schwer geschadet hätten.
Nur Blauäugige Menschen konnten glauben, dass es mit der Schweizerwirtschaft immer nur munter so weiter geht. Der Absturz hat sich schon letztes Jahr abgezeichnet, doch der Prophet im eigenen Lande, hat noch nie etwas gegolten. Lieber befragen wir hochbezahlte Wissenschaftler aus den EU Länder, die uns dann aber nicht nur, nichts zu sagen haben, sondern uns eigentlich vor schlechten Wirtschaftsdaten keine Hilfe anbieten können.
Jetzt kommt die Abrechnung und die wird uns Teuer zu stehen kommen.
FDP wünscht keine BDP im Bundesrat – SP eher schon

Die FDP selber sei bei der Nachfolge für Hans-Rudolf Merz gut gefahren mit einem Zweiervorschlag, sagte Huber im Anschluss an die erste Fraktionssitzung nach den Wahlen. Die FDP fände es deshalb gut, wenn das auch die anderen Parteien so halten würden. Gleichzeitig betonte Huber aber, dass die FDP-Fraktion offizielle Kandidaturen der Parteien unterstützen möchte.
FDP beharrt auf ihren beiden Sitzen
Zudem wiederholte Huber, dass die FDP ihre beiden Bundesratssitze verteidigen will. Die FDP stehe auch nach den Wahlen zur Konkordanz, sagte die Urner Nationalrätin. Die Freisinnigen meinen damit die arithmetische Konkordanz, wonach die drei grössten Parteien (SVP, SP, FDP) Anrecht auf je zwei Sitze haben und die viertgrösste Partei einen Sitz einnehmen soll.
Huber betonte, dass die FDP nach wie vor die drittgrösste Partei der Bundesversammlung sei. Die Fraktion habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, ihre beiden «geschätzten Bundesräte Didier Burkhalter und Johann Schneider-Ammann» im Bundesrat zu bestätigen.
Huber: Widmer-Schlumpf soll gehen
Kein Anrecht auf die Wiederwahl hat aus Sicht der FDP Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Sie gehört der BDP an, die einen Wähleranteil von 5,4 Prozent erreichte und damit weit hinter den etablierten Parteien liegt.
Die Detailstrategie, mit der die FDP ihre beiden Sitze verteidigen will, wird erst kurz vor den Bundesratswahlen festgelegt. Diese hänge auch von den Entscheiden der anderen Parteien ab, sagte Huber.
SP will nichts ausschliessen
Für die SP ist das Szenario einer Abwahl von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf nach den Wahlen «in den Hintergrund gerückt», wie Parteipräsident Christian Levrat am Freitagabend nach der Fraktionssitzung vor den Medien sagte.
Im Vordergrund stehen damit für die SP die anderen Szenarien: Entweder erhält die SVP keinen zweiten Sitz, oder sie erhält ihn auf Kosten der FDP. Ausschliessen wollen die Sozialdemokraten nichts: Aus heutiger Sicht gebe es zu viele unbekannte Faktoren, sagte Levrat.
SP-Forderungen an die SVP
Ihre Strategie macht die SP nicht zuletzt davon abhängig, ob die Mitteparteien sich auf eine Zusammenarbeit einigen können. Was die SVP betrifft, so anerkennt die SP deren Anspruch auf zwei Sitze «grundsätzlich». Auf der anderen Seite will sie aber auch den Faktor «personelle Stabilität» nicht ausser Acht lassen, wie Fraktionschefin Ursula Wyss erklärte.
Ob die SP am Ende einen SVP-Kandidaten wählt, hängt auch von den Personen ab. Bisher habe die SVP keine valablen Kandidaten präsentiert, sagte Levrat. Er erwarte eine Auswahl - und Kandidaten mit einem Leistungsausweis. «Es reicht nicht, Regierungsrat im Kanton Appenzell Ausserrhoden oder Nidwalden zu sein.»
SP will bis Ende November nominieren
SVP-Fraktionschef Caspar Baader hatte vergangene Woche neben den Nationalräten Jean-François Rime und Guy Parmelin als mögliche Bundesratskandidaten den Ausserrhoder Regierungsrat Köbi Frei und den Nidwaldner Regierungsrat Res Schmid genannt. Zur Diskussion steht auch der Thurgauer Regierungsrat Roland Eberle, der allerdings – wie Baader selbst – verlauten liess, er stehe nicht zur Verfügung.
Die SP-Fraktion wird am 25. November die Kandidaten für die Nachfolge für Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nominieren. Dass es ein Zweierticket sein wird, ist noch nicht beschlossen.
Kommentar Politlog
Es braucht viel Mut von Frau Gabi Huber in dieser Situation solche klaren Worte zu sprechen. Die FDP hat viel weniger Stimmen verloren als uns die Hochrechnung der SRG anfänglich absichtlich verkaufen wollten.
Frau Widmer-Schlumpf würde alles machen um ihren Sitz zu retten. Dabei steht es einem Bundesrat gar nicht an solche absurden privaten Werbungen zu inszenieren und fast sämtlichen Medien inklusive das Schweizer Fernsehen für sich persönlich einzuspannen. Immerhin wird das SRG durch Gebühren des Schweizer Bürgers bezahlt. Frau Widmer-Schlumpf stiehlt somit unsere Gebühren Gelder.
Nie in der Geschichte einer Bundesratswahl hat ein Bundesrat mit einem schon fast peinlich anmutenden Machtanspruch für seine Person einem solchen Werbefeldzug vom Stapel gelassen. Auch muss man bei ihr bezweifeln, ob sie sich selber noch im Griff hat, oder ob ihr Hass auf alt Bundesrat Blocher sie Urteilunfähig macht. Sie zeigt auch keinen Respekt gegenüber dem Parlament und dem Volk, sonst würde sie wissen, dass nur das Parlament den Bundesrat wählt und nicht die Medien. Wäre es anders hätten wir bald einen Volksaufstand, denn ich heute in einigen Jahren nicht mehr ausschliesse.
Übrigens ergeben Umfrageergebnisse aus neutralen Medien ein ganz anderes Bild über die Beliebtheit von Frau Widmer-Schlumpf.
Über 182 Leser sind auch dieser Meinung beim sf1