SP plant Zweierticket - Keine Gespräche mit der SVP
SP plant Zweierticket - Keine Gespräche mit der SVP
Die SP will nur die Bundesrats-Kandidatinnen und Kandidaten der FDP und der Grünen anhören, nicht aber jene der SVP. Selbst will die SP ein Zweierticket für die Wahl vorstellen. Man sei «gezwungen, von super ausgewiesenen Kandidatinnen zwei auszuwählen». Den Grünen will man aber nicht im Weg stehen.
Die SP erachtet den Anspruch der SVP auf einen der beiden frei werdenden Sitze als unbegründet. Der Vorstand der Bundeshausfraktion halte es deshalb nicht für nötig, Kandidatinnen oder Kandidaten der SVP zu einem Hearing einzuladen, teilte die SP mit.
«Zwei Kandidatinnen auswählen»
Weiter will der Vorstand der Fraktion den Antrag stellen, der Bundesversammlung ein Zweierticket vorzuschlagen. Man wolle dem Parlament eine Auswahl präsentieren, so wie die SP dies auch von den anderen Parteien immer gefordert habe.
Nominieren will die SP nächsten Freitag. Im Rennen sind die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga, die Basler Regierungsrätin Eva Herzog, die St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler sowie die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr. «Die Fraktion wird gezwungen sein, von diesen super ausgewiesenen Kandidatinnen zwei auszuwählen», sagte Fraktionschefin Ursula Wyss.SVP-Sitz diskutiert und abgelehnt
Noch offen lässt die SP, wie sie sich bei der Wahl der Nachfolge von FDP-Bundesrat Hans-Rudolf Merz verhält. Sie schliesst nicht aus, dass sie anstelle der FDP-Vertreter Kandidaten der CVP oder der Grünen unterstützt.
Die Grünen hätten grundsätzlich Anspruch auf einen Bundesratssitz, sagte Wyss. An der SP solle ihre Kandidatur nicht scheitern. Um erfolgreich zu sein, bräuchten sie aber die Unterstützung von mindestens einer bürgerlichen Partei. Der Fraktionsvorstand diskutierte laut Wyss darüber, der SVP einen Sitz zuzugestehen, sprach sich aber klar dagegen aus.
SVP: Am 4. September Tag der Wahrheit
Die SVP will eigene Kandidaten ins Rennen zu schicken. Bisher hat aber niemand seine Kandidatur angekündigt. Die Parteileitung teilte mit, es stünden fünf Personen zur Verfügung, die eine Wahl annehmen würden. Die Namen wollte die Partei nicht nennen. (sda/fasc)
Kommentar Politlog.ch
Fraktionschefin Ursula Wyss übt sich bereits jetzt in Bescheidenheit.
Sie hat realisiert, dass es bei diesen Wahlen für einen neuen Bundesrat für die SP schwere Erschütterungen in der Parteibasis geben könnte.
Das Sie den grünen einen Sitz zugestehen könnten, deutet darauf hin, dass sie SP realisiert hat, dass sie ohne die Grünen ihren zweiten Sitz bei den gesamt Erneuerungswahlen im Herbst 2011 nicht ohne weiteres verteidigen werden können. Die Grünnen werden sicher zu den Gewinnern der Wahlen 2011 gehören.
Überheblich wie immer gibt sich die SP Spitze. Zu viele Köche aus dem „Professorenlager“ wollen mitmischen ohne sich direkt an die Öffentlichkeit zustellen.
Doch schlussendlich wird es diesmal nicht viel nützen.
Bei ihren „Shows“ geht es nur darum den Leuten ein wenig Unterhaltung zu bieten und sich zu zeigen. Welchen Inhalt die „Show“ hat spielt keine grosse Rolle.
Den „Coup 2007“ wird es sicher nicht mehr geben. Die“Hämmerlein's“ werden auch keinen grossen Lärm mehr machen.
Alle bräuchten Sie einen Spiegel, und trotzdem würden sie es nicht glauben, was sie darin sehen.
Personen ohne Respekt und Ehrlichkeit. Das wäre jedoch die Voraussetzung für Konkordanz und Glaubwürdigkeit und sie sind auch keine Referenzen für unsere Jugend.
Die SVP hat bei diesen Machtspielen auch schon besser agiert und scheint auch keine grosse Einigkeit zu zeigen. Das ewigen „Gezäncke“ zwischen der alten und neuen Garde hat immer noch kein Ende gefunden. Der Schaden wird grösser sein als der Nutzen.
Walter Ostermeier


