15. Juli 2010
Immobilienblase Nr. 2
Die nächste Immobilienblase wird schneller bei uns ankommen, als die meisten Wirtschaftswissenschaftler erwartet haben.
Die Zeichen stehen auf Sturm. Wer sich die Mühe gemacht hat in den letzten sechs Monaten in den Städten Bern, Genf und Zürich mit ihren Umgebungen die leer stehenden Wohnungen und Büroräume zu zählen und danach die Summen der entgangenen Zinseinnahmen addiert, kann sich gut vorstellen, dass irgend jemand viel Geld verliert.
Dass es die Banken sind, kann ich mir nun fast nicht vorstellen. Eine zweite Finanzkrise im Zusammenhang mit einer zweiten Immobilienkrise können vor allem die Grossbanken UBS und CS nicht noch einmal verkraften.
Die Zinsen werden steigen müssen, soll der Bankensektor wieder einmal neues Geld generieren können. Mit der Erhöhung der Zinsen werden nicht nur die Mieter und Hauseigentümer getroffen, sondern diesmal wird es die Kleininvestoren und das Baugewerbe treffen. Viele EU-Bürger haben in den letzten Jahren zu Traumzinsen in der Schweiz Wohneigentum erstanden. Mit der wieder aufkommenden Wirtschaftskrise werden die Zinsen steigen und die Langzeitarbeitslosen sowie die Sozialempfänger werden ihre Mieten nicht mehr zahlen können. Diese Einwanderer werden für unsere Wirtschaft zum eigentlichen Problem werden und niemand hat eine Lösung bereit. Das Problem wird dann still geschwiegen oder man versucht es auszusitzen.
Die Schlacht um Billigprodukte unter den Grossanbietern Coop und Migros sowie den Deutschen Aldi und Lidl werden die Tendenz der Verschuldung der Konsumenten noch beschleunigen. Eine unverhältnismässige Kaufsucht bringt die Leute immer mehr in die Schuldenfalle. Die Privat- und Geschäftskonkurse steigen wie selten.
Die Immobilienpreise dürften sich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten um ca. 10% verbilligen.
Walter Ostermeier


