Abzocker-Initiative: „Moralische Kehrtwende ist noch nicht da“
Abzocker-Initiative: „Moralische Kehrtwende ist noch nicht da“
Die Geschäftsleitung der UBS kassiert Boni, als ob es keine Krise gäbe -zur gleichen Zeit diskutiert der Nationalrat über die Abzocker-Initiative. Muss die Politik durchgreifen und Regeln aufstellen? Oder vernichtet seine Regulation Arbeitsplätze? In der „Arena“ versuchten Politiker von links bis rechts Stellung zu diesen Fragen zu nehmen.
„Die UBS macht seit drei Jahren einen markanten Verlust. Es sind zusammengezählt 30 Mrd. Franken, im letzten Jahr waren es 2,7 Mrd.“, sagte Unternehmer Thomas Minder, Initiant der „Abzocker-Initiativ“.
Die ganze Vergütungssumme, vor allem die auf Stufe der Geschäftsleitung, betrage 109 Mio. Franken. Davon seien 41 Mio. Franken für die Lohnfortzahlung und Lohnabgangsentschädigung bezahlt worden und auch auf der Stufe des Verwaltungsrates sei es nicht viel besser geworden.
„Ich habe diverse Male eine Nullrunde vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung verlangt,“ aber nichts habe sich verändert in diesem Unternehmen.
„Die Bank hat eine sehr schwierige Zeit hinter sich“, sagte Ruedi Noser, Zürcher FDP-Nationalrat und Unternehmer. „Wenn sie eine schwierige Zeit managen wollen, brauchen sie die besten Leute.“ Herr Grübel habe praktisch die ganze Geschäftsleitung ausgetauscht, aber die kommen natürlich nicht für ein paar Dollar arbeiten. (sf.tv)
Kommentar
Seit 18 Monaten palavern unsere Parlamentarier nun über diese Abzocker-Initiative und über die Boni der Banken. Ein Parlament, das uns jährlich zehntausende Millionen kostet, hat gegenüber dem Volk Verpflichtungen. Es ist zum Wohle des Volkes und nicht zum Eigennutz oder der Partei verpflichtet. Wenn es dies nicht einhält – aus welchen Gründen auch immer – sind die Zahlungen, die sie erhalten, einem unberechtigten Bonus gleichzusetzen.
Dass die heutigen Boni sicher jeden wirtschaftlichen Rahmen sprengen, steht ausser Frage und soll diskutiert und geregelt werden.
Wir vergessen dabei aber, dass vor der Zeit der Wirtschaftskrise fast jeder von uns am Gewinn der Kapitalmärkte mitverdienen wollte, war das nun bei einer Bank, Versicherung oder einer anderen Kapitalgesellschaft. Boni gibt es schlussendlich schon seit längerer Zeit. Bei der Migros, dem Coop, der Swisscom oder bei Fluggesellschaften konnte man sich Boni ansammeln und zum Teil recht hohe Boni-Geschenke einfahren.
Auch die Personenfreizügigkeit spielt in dieser Diskussion eine wichtige Rolle. Quasi nur das Beste war gut genug und wie wir aus Erfahrung wissen, kam dies nicht von der Schweiz sondern vom Ausland. Diese Rechnung werden die Schweizer erst noch bezahlen müssen. Die Boni-Zocker sind dann weit weg von uns und wir können den Scherbenhaufen aufräumen.
Es stellt sich daher die Frage, was uns die hochgelobten Qualifizierten im Endeffekt gebracht haben. Aufgrund einer Studie stellt sich nämlich heraus, dass die importierten Fachkräfte nur selten besser qualifiziert sind als die Schweizer. Dass wir in allen Berufssparten Arbeitskräfte brauchen, ist einfach zu erklären, steht dies doch im Zusammenhang mit der extremen Einwanderung in die Schweiz. Man kann auch sagen, dass die heutige Arbeitsmarktsituation hausgemacht ist.
Das wirtschaftliche und berufliche System scheint unserer Regierung aus dem Ruder zu laufen. Als erstes finanziert der Bürger die Universitäten, an denen bald mehr EU-Studenten ausgebildet werden als Schweizer. Zum zweiten subventioniert der Bürger mit Steuergeldern deren Studium und zu guter Letzt bekommen diese dann auch noch die gut bezahlten Jobs und der Schweizer macht einfach Weiterbildungen bis ans Ende seiner Tage oder bis der Staat zahlungsunfähig ist.
Was vor allem auffällt, ist, dass es meistens Professoren sind, die mit den Linken zusammen an der Hetze gegen die Boni sind. Diese Professoren bangen genauso um ihre hohen Saläre, die dazu noch auf ewig gesichert sind.
Wo waren all die Herren Professoren vor der Wirtschaftskrise? Sie haben genau wie alle anderen gut am Kapitalmarkt verdient und uns nie gewarnt, was da alles auf uns zukommen könnte. Sie gehören wie die Manager auch zu den Versagern. Dem Filz haben sie sich verschworen und Andersdenkende lachen sie hämisch aus. Hauptsache man hat einen Titel und polarisiert gegen den eigenen Brötchengeber, den Steuerzahler. (wo)


