SPD - und die kriminellen Daten die sie vielleicht schon hat?

Im Zusammenhang mit dem Angebot eines Informanten über die Lieferung von Daten 1500 vermeintlicher Steuersünder fordern die deutschen Sozialdemokraten den Finanzminister Wolfgang Schäuble auf, die Daten zu kaufen. Die Regierungsparteien CDU und FDP geben sich vorerst bedeckt.


Während die SPD-Fraktion im deutschen Bundestag die Bankkunden-Daten kaufen will, schweigen FDP und CDU vorerst. Die durch Diebstahl angebotene CD enthalte belastende Daten, die zur Ueberführung zahlreicher Bankkunden im Bereich der Steuerhinterziehung führen könnten.


Bundespräsidentin Doris Leuthard will die Steueraffäre nicht kommentieren. «Generell halten wir es für ziemlich schwierig, wenn ein Rechtsstaat illegale Daten verwendet.» Da entstehe ein richtiggehender Handel mit Kriminellen. Das sei gegen das Gesetz. Bundesrat Ueli Maurer geht davon aus, dass Deutschland die Daten nicht kauft. Da sich Deutschland bekanntlich als Rechtssaat bekennt, würde ein Kauf dieser Daten das Vertrauen in den Rechtsstaat Deutschland stark erschüttern.


Die Antwort

Das ist die logische Folgerung.


Das die SP und FDP – Schweiz mit ihren Zugpferden den Nationalrätinnen Wyss und Markwalder im Zuge der Personenfreizügigkeit alles daran setzen, ihren Freunden und Gesinnungsgenossen aus Deutschland die gut bezahlten Arbeitsstellen in der Schweiz zu Vermitteln dürfte bekannt sein. Wie gross die Freundschaft dieser Genossen dann ist - bei der Möglichkeit sich mit kriminellen Machenschaften Daten zu verschaffen und diese zu verkaufen – kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

Sicher scheint nur eines, dass die SPD diese Daten gar nicht kaufen muss, sie dürfte diese bereits besitzen. Das ganze könnte aber auch nur eine Täuschung für den Gutgläubigen sein. Würde mich nicht wundern, wenn sich ein Teil des Erlöses in den Kassen der SP und FDP wieder findet.

Die erneuten Diskussionen um die gestohlenen Bankkunden Daten sind dem Wirtschaftstandort und Bankenplatz Schweiz mehr als nur schädlich. Sehr verwunderlich ist, dass sich die FDP Schweiz für diese Art von Thematik gegenüber der SP Schweiz nicht mehr abgrenzt.


W. Ostermeier

SP und FDP befürworten die Personenfreizügigkeit

Die Bundeshausfraktionen von SP und FDP stellen sich hinter die Personenfreizügigkeit. Beide Parteien fordern aber den Ausbau flankierender Massnahmen zum Schutz vor Sozialmissbrauch.


„Für die SP ist die Schweiz schon aus demografischen Gründen auf die Einwanderung angewiesen“

Was angesichts der wirtschaftlichen Lage und der Umweltverträglichkeit Unsinn ist. (red.)



Nicht die Zuwanderung sei schuld an der steigenden Arbeitslosigkeit, sondern die Banken, die die Wirtschaft in die Krise getrieben hätten, schreibt die SP-Fraktion nach ihrer zweitägigen Klausursitzung in Strassburg (F)

Etwas Unsinnigeres habe ich seit langem nicht mehr gehört. Die Banken tragen sicher eine Mitschuld an der heutigen Finanzkrise, diese aber für die gesamte Wirtschaftskrise verantwortlich zu machen, ist Dummheit. Dann müsste jedermann, der an der Börse Geld verdienen wollte, angeklagt werden. Die Schweiz scheint nicht mehr gut genug zu sein für die SP-Verantwortlichen, dass sie ihre Tagungen bei den europäischen Nachbarn abhalten. Vielleicht sind es aber auch nur Spiele um die Schweizer zu ärgern. (red.)

 

Die Schweiz sei schon aus demografischen Gründen auf die Einwanderung angewiesen, sagte Fraktionschefin Ursula Wyss. Die SP bekenne sich denn auch klar zu dem Abkommen. Sozialdumping soll jedoch bekämpft werden.

Zu dem gleichen Schluss kommt die FDP mit ihrer Fürsprecherin, der Nationalrätin Markwalder. Die FDP bezeichnet die Personenfreizügigkeit als «grossen Erfolg». Nötig seien allerdings Massnahmen zur Verhinderung von Missbräuchen, etwa bei der Dauer von Arbeitsbewilligungen, schreibt die Partei.



Die  Antwort

 

Der FDP wird das teuer zu stehen kommen



Diese Aussagen der FDP dürften diese teuer zu stehen kommen. Frau Markwalder hat sich schon lange vor den SP Karren spannen lassen, weil sie glaubt gebraucht zu werden und persönlich von der Personenfreizügigkeit in vieler Hinsicht profitiert. Die dreihunderttausend Deutschen, die bei uns in den besten Chefetagen der Banken, Versicherungen, Handelsregisterämter, Gemeinden, Steuerämter und RAF arbeiten, sind nicht hier, weil sie besser sind, sondern weil der Filz mit denen besser funktioniert. Übrigens wäre es in anderen europäischen Ländern für Ausländer unmöglich, bei Gemeinden, Steuerämtern, beim Handelsregisteramt oder beim RAF zu arbeiten.


Auch das Preis-, Sozial- und Lohndumping werden wir nicht mehr in den Griff bekommen. Die Leidtragenden sind die KMU - jene, für die sich die FDP einsetzen möchte. Mit Markwalder unmöglich.

 



W. Ostermeier

Die VOX-Analyse zur Minarett-Abstimmung vom Politologen H. Hirter

Die veröffentlichte Vox-Analyse zur Anti-Minarett-Initiative mache deutlich, wie und wer für eine Initiative gestimmt habe. Weshalb die gfs.bern-Umfrage mit Herrn Claude Longchamp als Direktor des gfs.bern im Vorfeld so eklatant daneben lag, bleibt in dieser VOX-Analyse im Dunkeln.

Politologe Hans Hirter ist Mitautor der Vox-Analyse zur Minarett-Initiative. Auf die Frage, ob die Befragten bei Meinungsumfragen immer die Wahrheit sagen, meint er, dass die Befragten oft nicht die Wahrheit sagen, also dass sie lügen. Eine harte Aussage für einen Politwissenschaftler.

Ausländerfeindliche Fragen würden oft unverhältnismässig in den Vordergrund rücken. Bürger, die Themen in Verbindung mit Einwanderung hinterfragen, werden als ausländerfeindlich abgestempelt und lassen sich deshalb eher dazu verleiten, die vom Befrager erhoffte Antwort zu geben. Dies ist jedoch keine Qualifikation der Befragten, sondern der Befrager. Zu viele Fragen bleiben offen über die Seriosität solcher Umfragen. Auch die Nützlichkeit oder Notwendigkeit solcher Umfragen bei Abstimmungen sind nicht unbestritten, sondern eher eine medienpolitische Angelegenheit und werden oft zur Beeinflussung des Wählers verwendet.

 

 

Meine Antwort:



Die Wahrsager

 

Wir staunen wieder einmal über einen Politologen, der fast als einziger an sein Resultat glaubt.
In der uns präsentierten VOX-Studie betreffend der Minarett-Abstimmung geht es nicht in erster Linie um das Resultat, sondern darum, dass das Volk lüge und nicht die Wahrheit sage. Zur Studie von der gfs.bern kann H. Hirter keine Stellung nehmen. Er hat nicht den Mut zu erklären, dass Claude Longchamp mit ihm im selben Boot sitzt. Wer hier wohl lügt? Interessieren würde mich, was diese Studie gekostet hat. Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

 

Walter Ostermeier

US-Demokraten verlieren Senatssitz

US-Demokraten verlieren Senatssitz und schwächen damit Obama empfindlich

20. Januar 2010




Eine verheerende Niederlage für US-Präsident Barack Obama, haben doch seine Demokraten die wichtige Senats-Nachwahl im Bundesstaat Massachusetts verloren. Das bedeutet, dass die schwierige Zeiten auch vor Obama und seiner Gesundheitsreform nicht halt machen. Seine Gesundheitsreform sowie seine ganze Politik sind mehr als gefährdet.

Obama verfügt nun in der kleineren Kongresskammer nicht mehr über die nötige 60-Stimmen-Mehrheit, die für die Durchsetzung wichtiger Gesetzesvorhaben notwendig gewesen wären.

Nach Auszählung von mehr als 80 Prozent aller Stimmen lag die noch vor kurzem hoch favorisierte demokratische Kandidatin Martha Coakley mit rund fünf Prozentpunkten hinter dem Republikaner Scott Brown. Obama, der an diesem Mittwoch ein Jahr im Amt ist, war noch am Sonntag nach Massachusetts gereist, um die derzeitige Generalstaatsanwältin zu unterstützen und damit ein Debakel abzuwenden.



Die Antwort



Obamas Naiver Opportunismus

Etwas weniger Glanz und Gloria und Opportunismus, dafür mehr Unterstatement und Wahrhaftigkeit würden der Politik Obamas sicher nicht schlecht anstehen. Wer alles verspricht und alles heroisch selbst verantworten will lässt sich keinen Spielraum. Ein Scheitern seiner „Politik der Hoffnung“ könnte nicht nur für ihn persönlich sondern für viele Länder und Millionen Menschen seiner Kultur angehörend ein jähes Ende bereiten. Er ist nur ein Mensch und kein Messias und seine Feinde mehren sich.

W. Ostermeier

 

Haldimann ist untragbar geworden

Haldimann ist untragbar geworden

 

 

Nachdem bekannt wurde, dass zwischen dem SF-Direktor Haldimann und dem Referendumskomitee in der BVG-Abstimmung eine Verbindung besteht, ist Haldimann mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat der Konsumenteninfo ausgetreten. K-Tipp, sein „Spielzeug“, hatte das Referendum gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes bei den Pensionskassen unterstützt. Die Konsumenteninfo AG ist unter anderem Herausgeberin der Zeitschrift K-Tipp, die das Referendum gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes bei den Pensionskassen unterstützt und sich in der neusten Ausgabe auch stark für den Abstimmungskampf engagiert.

Es mutet geradezu unglaublich an, dass dieselbe Person das Fernsehen eines ganzen Landes für seine politische Selbstbefriedigung missbraucht. Hier wird wieder einmal aufgezeigt, wie parteiisch dass Schweizer Fernsehen ist und die für eine faire Meinungsbildung nötige Neutralität fehlt. Eine klare Diskriminierung anders Denkender, trotz allen gegenteiligen Beteuerungen und auch ein Affront gegenüber dem Gebührenzahler.

Auch im SF1 Blog konnte man weder eine Stellungnahme noch eine Nachricht dazu finden. Wäre dies von einer Person aus dem bürgerlichen Lager inszeniert worden, würde er vom SF1 niedergemacht und man würde desen sofortigen Rücktritt fordern.

Mit seinem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Konsumenteninfo AG glaubt er alles wieder bereinigt zu haben. Doch so einfach wird es diesmal nicht sein, hat er seine Glaubwürdigkeit mehr als verspielt.

Haldimann ist untragbar geworden.



Walter Ostermeier

Personenfreizügigkeit in der Praxis nicht bewährt

Adrian Amstutz, Nationalrat

 

Was hat uns der Bundesrat und die Befürworter im Vorfeld der Abstimmung über die Weiterführung der Personenfreizügigkeit doch alles versprochen: Die Zuwanderung regle sich nach Bedarf der Wirtschaft von selbst.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten würden erstens viel weniger Menschen in unser Land einreisen und zweitens, würden im Fall einer Wirtschaftskrise die eingereisten Menschen wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Im Notfall, so erklärte man dem Volk gibt es ja die sogenannte Ventilklausel, mit der die Schweiz die Zuwanderung wirksam beschränken könne. Was ist in der ersten Phase der ersten Praxiszeit von all diesen Versprechen übrig geblieben. „Nichts“, von den damals in Höflichkeit verpackten Versprechungen bleiben bestenfalls die leeren Hüllen übrig.

Hohe Arbeitslosenquote

Der Arbeitsmarkt regelt sich mit der Personenfreizügigkeit mitnichten selber. Im Gegenteil; Die Arbeitslosigkeit stieg Ende November in der Schweiz Richtung Rekordhöhe auf 163'950 Personen. Während die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in der Schweiz damit auf 4,2 Prozent geklettert ist, liegt sie bei den ausländischen Arbeitslosen bereits auf 8,1 Prozent. Bei den Arbeitslosen aus den Westbalkanstaaten Serbien und Montenegro inklusive Kosovo, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Albanien, liegt die Arbeitslosenquote mittlerweile nahe bei unglaublichen 10 Prozent.

Während in früheren Wirtschaftskrisen – damals ohne Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU – die ausländischen Arbeitskräfte grösstenteils in ihre Heimatländer zurück kehren mussten, bleiben sie nun in unserem Land. Sie haben heute bereits nach einem Arbeitstag einen Rechtsanspruch auf Arbeitslosengelder, sofern sie in irgend einem EU-Land im Laufe der letzten zwei Jahre zwölf Monate gearbeitet haben. Dass unsere Sozialversicherungsleistungen EU-weit absolute Spitze sind, hat sich schnell herumgesprochen. Selbst Fürsorgeleistungen sind in der Schweiz vielfach höher und damit attraktiver, als normale Arbeitslöhne in den EU-Staaten. Selbst in Deutschland machen Arbeitsämter gezielt auf diese Vorteile aufmerksam und raten zur Auswanderung in die Schweiz.

Bodenverschleiss

Die Masseneinwanderung hält trotz Rezession und grosser Arbeitslosigkeit an. So betrug die Einwanderung im Vergleichsjahr (September 2007 bis 31. August 2008) 162'253 Menschen und die Auswanderung lediglich 53'214. Der so verursachte Bevölkerungszuwachs beträgt also über 100'000, was in etwa der Bevölkerung der Stadt Winterthur entspricht. Im laufenden Vergleichsjahr sind es immer noch über 84'000, was zweimal der Thuner Stadtbevölkerung entspricht. In diesen Zahlen nicht eingerechnet sind die aktuellen 216'000 Grenzgänger, die täglich in die Schweiz zur Arbeit kommen und die 31'000 Kurzaufenthalter, die im einfachen Meldeverfahren bis drei Monate in der Schweiz arbeiten dürfen.
Ich bin klar der Meinung, dass ein Bevölkerungszuwachs im Ausmass der zweifachen Thuner Stadtbevölkerung nicht zu verkraften ist. Das überfordert unser Land nicht nur mit der Integration, sondern auch im Schienen- und Strassenverkehr. Nicht zu vergessen der Landverschleiss und der überreizte Wohnungsbau. Dass jedes Jahr 100'000 zusätzliche Menschen in der Schweiz auch einen entsprechenden Mehrbedarf an Heizenergie, Benzin und Strom haben, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden. Es sind aber gerade die grünroten Klimahysteriker, die einerseits die schrankenlosen Einwanderung befürworten und andererseits lautstark eine Co2-Reduktion von dreissig bis vierzig Prozent fordern. Wo ist hier die Logik? Es gibt keine. Auch die jährlich weit über 40'000 Einbürgerungen tragen nicht zur Verschleierung der rapid wachsenden Problematik der Einwanderung bei.

Zurück auf Feld eins

Es ist höchste Zeit, diese Fehlentwicklung schonungslos aufzuzeigen und Massnahmen zu fordern. Ich fordere deshalb klar: Zurück auf Feld eins. Das heisst die Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens und Neuverhandlung mit einem zielführenden, verkraftbaren Abkommen zum Wohle unseres Landes . Dabei müssen von der Schweiz insbesondere eine längere Aufenthaltsdauer vor Berechtigung zum Bezug von Sozialversicherungsleistungen, eine längere Aufenthaltsdauer vor dem Familiennachzug mit gewissen Einschränkungen sowie wesentlich mehr eigenständige Handlungsfreiheit in Einwanderungs- und Ausländerfragen verlangt werden. Zudem ist klar Abstand zu nehmen von irreführenden und erst noch zeitlich beschränkten Übergangsregelungen so z.B. der bis heute völlig nutzlosen Ventilklausel.

Zur Zeit behindert die Parlamentsmehrheit aber nach wie vor das angehen der Probleme und auch der Bundesrat schliesst sich dieser Mehrheit an. So will Bundesrätin Leuthard nach langer Zeit der Problemverdrängung die Sache nun «genau beobachten» und zu gegebener Zeit in diesem Jahr beraten. Dieses passive Verhalten passt nahtlos zum wieder entstandenen Asyldebakel. Die Asylrechtsmissbraucher und die kriminellen Schlepperbanden, deren Existenz noch heute von vielen geleugnet wird, haben schnell festgestellt, dass Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf der Aufgabe nicht gewachsen oder nicht gewachsen sein will und nutzen diese Schwächen und gewährten Freiheiten voll aus. Auch hier sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Alt Bundesrätin Metzler hat bei ihrem Abgang 2003 ihrem Departement über 21'759 Asylgesuche und einen riesigen Pendenzenberg hinterlassen. Der abgewählte Bundesrat Blocher reduzierte während seiner nur vierjährigen Amtszeit die Asylgesuche auf 10'844. Unter Bundesrätin Widmer-Schlumpf sind die Asylgesuche nun schon wieder auf über 16'000 gestiegen. Trotzdem vermelden ihre Hofberichterstatter Berichterstatter hervorragende Arbeit ihrer Ministerin. Meine Beurteilung ist eine andere, Aufgabe nicht erfüllt.

Adrian Amstutz



Neujahrsgedanken 2010

Neujahrsgedanken 2010 - Winterkrieg - Russland 1941/42

Erzählt von Rudolf Bereiter, 1919 - 2004, bis 1950 in russischer Gefangenschaft, Aufgenommen und bearbeitet von Walter Ostermeier



Vom Sich-Finden des Menschen


Jeder Mensch wird nach einem Krieg ein anderer sein. So z.B. der russische Mensch. Er ist durch den Zweiten Weltkrieg ein anderer geworden, als er zuvor war. Der Krieg eröffnete ihm die „Chance“, sich von oktroyiertem Menschenidol zu befreien.

Notgedrungen hat erstens Stalin einen unmarxistischen Anstoss dazu gegeben, indem er am 3. Juli 1941 den „vaterländischen'' Krieg ausrief und damit ungewollt der Vaterlandsliebe eine grössere Kraft zutraute als der kommunistischen Ideologie einer „Internationale''. Das Klassenkampfmotiv wurde zu Papier. Der russische Mensch erlebte sich wieder als Russen mit Heimatliebe und Vaterlandsliebe.

Der zweite Durchbruch russischen Selbstverständnisses war schon vorher am 22. Juni 1941 von der russisch orthodoxen Kirche ausgelöst worden. Sie erklärt, dass „das Vaterland einen jeden zur Tat ruft'' und die Kirche das Volk „zur Verteidigung der Wahrheit und des Vaterlandes'' verpflichtet. So die Metropoliten Sergius von Moskau und Alexius von Leningrad. Als dann in den von Deutschen besetzten Gebieten allerorte kirchliches Leben aufblühte, sah auch Stalin sich genötigt, der Kirche einige Lockerungen zuzugestehen. Die für die Bevölkerung nichts mehr sagende Ideologie des Marxismus vertrocknete und die russische Seele konnte sich wieder an der Botschaft des Evangeliums nähren. Gewiss wurden nicht alle Russen aus Atheisten plötzlich zu Christen, aber viele latente Christen wagten sich wieder hervor. Aus einer verschwindenden Minderheit wurde eine beachtenswerte Bekennergemeinde, die bei Kriegsende nahezu 25% der russischen Bevölkerung betrug und später durch die kommunistischen Machthaber wieder stark beeinträchtigt wurde.

Dadurch wurde auch ein dritter Durchbruch russischen Seelenlebens ausgelöst. Anstelle einer Motivation zum Klassenkampf kam das Motiv der Nächstenliebe wieder auf. Es erwachte die alte russische Barmherzigkeit und Warmherzigkeit. Schliesslich stellte sich viertens als Frucht christlicher Frömmigkeit bei vielen Russen die besondere russische Leidensbereitschaft wieder ein. Für sie ist alles irdische Leiden mit der Unvollkommenheit alles irdischen Wesens, auch der Menschen, untrennbar verbunden und zugleich ein Lichtzeichen auf eine andere als diese irdische Welt, auf das Reich des Herrn. Niemand hätte dieses vorauszusagen gewagt. Menschliches Planen zweier Diktatoren zur Weltherrschaft ohne Religion schmolz dahin wie der Schnee im Frühling.

Friede unter Europas Völkern

Vom Beginn des Mittelalters (4. bis 5. Jahrhundert) bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatten europäische Völker – trotz Erbes aus antikem Humanismus und trotz christlichen Liebesgebote – mehr als anderthalb Jahrtausende einander mit Kriegen überzogen. Diese Kriege waren lange Zeit hindurch aus dem Machtstreben von Fürsten geboren, dann nach der Französischen Revolution von nationalistischer Selbstüberhebung der Völker.

Damit sollte der Zweite Weltkrieg aufgeräumt haben. Aus antikommunistischer Haltung den russischen Menschen moralisch abzuqualifizieren ist ebenso ungerecht, wie aus antinationalsozialistischer Haltung den deutschen Menschen moralisch abzuqualifizieren. Anstelle des über die Menschen beider Seiten auch heute noch oft ausgegossenen Hasses und selbstgerechten Hochmuts hätten diese Menschen wohl eine gerechtere Würdigkeit verdient, nämlich Mitleid mit Menschen, die in Friedens- wie in Kriegszeiten mit furchtbaren Leiden an Körper, Geist und Seele gequält waren. Diese Würdigkeit wäre auch dem schweizerischen Volk und deren Aktivdienstlern während des Zweiten Weltkrieges zu gestanden.

Russische und deutsche Menschen haben heute kaum mehr Hass aufeinander. Wo immer sie sich begegnen, bringen sie Verständnis füreinander auf, weil sie wissen, dass zwei Diktaturen aus Machterweiterungs- bzw. Machterhaltens-Motiven die Völker gegeneinander getrieben haben. Gerade die Kriegsteilnehmer von damals verstehen sich in nahezu kameradschaftlicher Selbstverständlichkeit. In Rückerinnerung freuen sie sich – bei allem Nichtvergessen - jetzt dem Feind und Leidensgefährten von ehedem unbefangen und vorurteilslos zu begegnen. Die Schablone Feind ist weggefallen.

Als der Zweite Weltkrieg sein Ende gefunden hatte, waren die ersten Gedanken der Menschen in der Gefangenschaft: Jetzt endlich, nach solch apokalyptischen Geschehen, kann es in Europa keinen Krieg mehr geben. Diese Einsicht war damals wohl in den meisten Menschen der Kriegsgeneration herangereift: In Europa kein Krieg mehr! Friede macht aus Europas Völkern eine Gemeinschaft.

Darin liegt wohl die eigentliche Frucht des Sterbens so vieler Menschen: die Völker Europas haben die Einsicht gewonnen, dass dieser von christlichem Geist geprägte Kulturkontinent keinen Krieg mehr unter seinen Völkern aufkommen lassen darf. Wie es mit anderen Kontinenten mit einer andere Geschichte und Religion stehen mag, ist damit jedoch nicht beantwortet.

Es hat lange gedauert, bis die Völker Europas so einsichtig wurden. So tief sitzt das Böse im Menschen, das es so vieler Millionen an Menschenopfern bedurfte, um die Einsicht zur Willensbildung werden zu lassen: Wir sollten keinen Kriege mehr führen gegeneinander. Dann war der Tod der Gefallenen ein Opfertod. Sie sind nicht umsonst gefallen. Zweimal wurde ganz Europa von einem wilden Völkerhass überschwemmt, bis sich solche Erkenntnis durchsetzte. Es war ein hoher Preis, für menschliches Ermessen ein allzu hoher.


Was ist der Mensch?

Er ist wie eine Blume auf dem Felde: Wenn der Wind darüber weht, so ist sie nicht mehr da. Millionen sind dem Sturm von Habgier, Hass und Rache auf Europas Feldern erlegen. Ihre Gräber sind verweht. Ihr Leben blieb unvollendet. Wozu haben sie gelebt? Um Material für Machtstreben von Diktatoren zu sein? Wie lange wird es dauern, bis sie vergessen sind? Was ist ein Menschenleben wert? Der Kriegssturm ist über Massen von Menschen dahingebraust. Bleibt die Erkenntnis von der Vergänglichkeit des Menschen.

 

 

Der Mensch im Widerspruch

Jeder ist anders, keiner kennt sich selber richtig. Der Mensch ist ein Widerspuch in sich selbst. Ein Wesen, das mit einem Wort und Begriff nicht zu fassen ist. Er ist grausam und barmherzig in einer Person. Der Mensch kann einen anderen Menschen töten, er kann ihn verschonen, er kann ihn beschützen. In seinem Selbsterhaltungstrieb wie in seinem Egoismus kann er über Leichen gehen, in Selbstlosigkeit und Mitempfinden kann er sich für andere opfern.


Der Mensch – ein Rätsel

Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel. Er versucht, sein Wesen denkend zu erkennen. Er hat das Bedürfnis, sich selbst zu verstehen in seiner Widersprüchlichkeit, er will sich definieren können, findet aber keine ausreichende Antwort. Alles nur Stückwerk, gefangen in einer für ihn illusorischen Welt.


Der Mensch - mit Kraft zum Bösen

Was für ein merkwürdiges Wesen ist der Mensch? Da will er Frieden und macht Krieg. Auch beim Einsetzen seiner menschlichen Fähigkeiten für Frieden schafft er Unrecht, sät er Böses, gerade dann, wenn er es nicht will. Weil der Mensch strebt, zu „sein wie Gott'' und von sich aus selbst zu bestimmen, ,,was gut und böse ist'', hat er keinen absoluten Massstab mehr für sein Handeln. Was er heute für gut hält, kann er morgen verwerfen; was er morgen für gut hält, kann er übermorgen verwerfen. Der Zeitgeist bestimmt ihn, wenn er nicht Gottes Willen über sich anerkennt. Der daraus resultierende Wertezerfall lässt dann jegliches Handeln zu.


Und heute?

Heute finden wir sie wieder, die Machtbesessenen im Hause der Europäischen Gemeinschaft, in Amerika, China oder Russland. Sie wollen die Macht über alle Völker. Sie wollen über alles bestimmen, doch sie nennen es nicht Macht, sie nennen es Globalisierung, sie nennen es nicht Krieg sondern Kampf gegen den Terrorismus. Dass es jedoch diese Machtbesessenheit ist, die die heutigen Kriege auslöst, will niemand zur Kenntnis nehmen.

Sie wollen bestimmen, wo welche Kuh wie viel Milch geben darf. Wo welche Pflanzen angebaut werden dürfen. Wo welche Grippe auszubrechen hat. Wo wie viele Menschen aus anderen Ländern und Kulturen aufgenommen werden müssen. Welches Land man auf irgend eine schwarze Liste setzt.

Welchem Land man den den globalisierten Krieg erklärt. Welche Art kultureller Gesellschaft erlaubt ist. Kriege wie sie die Welt erlebt hat wird es nicht mehr geben. Doch die Multikulti- Gesellschaften werden vergehen und mit ihr der Friede unter den Völkern Europas, die sich diesen einst so sehr gewünscht hatten.