Grippen - Grippen und noch mehr Grippen
Was der Mensch doch alles ertragen muss. Die Vogelgrippe, Charaktergrippe, Parlamentariergrippe, Wirtschaftsgrippe, Bankengrippe - und weil all diese Grippen zu keinen medialen Schlagzeilen mehr taugen, hat man kurzerhand die Schweinegrippe erfunden. In einer kurzen Mitteilung haben sich die SRG und ihr nahe stehende Medien bei der WHO bedankt, dass diese ihnen mit dieser Nachricht, aus einer „News-armen Zeit“ heraus geholfen haben. Lange Zeit musste sich die SGR lediglich mit drei Schlagzeilen begnügen.
Mit der Banken- und Wirtschaftsgrippe – Mit der Tötung einer jungen Frau durch einen Schweizer (die Tötung einer jungen Schweizerin durch einen Exil-Jugoslawen war kaum der Rede wert) und jetzt als Erlösung dieser news-schwachen Zeit: die Schweine- und Pensionskassengrippe.
Doch waren die letzten sechs Monate so nachrichtenarm? Themen gäbe es viele.
Die verfehlte Personenfreizügigkeit führt nun dazu, dass die jugendlichen Schul- und Lehrabschlussgänger keine Lehrstellen, beziehungsweise keine Anstellungen finden.
Auch der voreilige Beschluss, die Arbeitslosen-Bezugsfrist auf 18 Monate zu verlängern, hilft den Jugendlichen nicht weiter sondern schadet ihnen.
In den Abendnachrichten des SF1 vom Montagabend, als es um einen eventuellen Stopp der Arbeitskräfte aus dem EU-Raum ging, sagt Thomas Daum wörtlich, das Problem seien nicht die qualifizierten Arbeitskräfte sondern die tausenden unqualifizierten Arbeitskräfte aus dem Ausland, die nun unsere Sozialwerke strapazieren. Dem Volk hat man aber stets erklärt, dass nur qualifizierte Arbeitskräfte in die Schweiz gelassen werden. Im Club vom 12.05.2009 zeigte es sich einmal mehr, welche Bevorzugung die Gewerkschaften und SPS vom Schweizer Fernsehen erhalten. Madam Schiava von der UNIA geht erst gar nicht auf die sich anbahnende Pensionskassengrippe ein, sondern polarisiert in einem fort ohne überhaupt auf das Kernthema „Pensionskassen - wie weiter“ einzugehen. Sie will uns tatsächlich glauben machen, dass alle Schuld seien nur nicht die Gewerkschaften und die SPS. Gemäss neusten Erhebungen haben die von Links-Grün regierten Städte und Kantone die mit Abstand schlechteste Deckung ihrer Pensionskassen. Zum Teil nur noch 68% wie Basel-Stadt. Auch der SBB, einem Liebkind der Gewerkschaften fehlen 4 Milliarden. Frau Schiava hat wohl vergessen, dass in den Pensionskassen die Stiftungsräte der Arbeitnehmerseite so stark wie die der Arbeitgeberseite vertreten sind. Ist es wirklich der Wille unseres Volkes so skandalös regiert zu werden? Es kann nur zwei Antworten geben. Wenn „Nein“, muss es das Volk ganz schnell ändern. Wenn „Ja“, müssen wir die, die an einen solchen Staat keine Steuern entrichten wollen, verstehen. Ein Land, dass seinen Bürgern keine Zukunft bieten kann, zerfällt.
W. Ostermeier


